Aber ich habe auch von Anfang an viel Wert drauf gelegt, dass er überall entspannen und schlafen kann.
Mit Nastro hatte ich ja einen unsicheren Hund, der das von Anfang an konnte. Ich frage mich oft, wie viel Einfluss man darauf tatsächlich hat und was Typfrage ist.
Gute Frage. Lumi konnte das nicht von Anfang an, Enya auch nicht. Bei ihr habe ich das erst mit 4 Jahren angefangen, als ich sie zum Assistenzhund ausgebildet habe, vorher war außerhalb der Wohnung schwierig und wie war immer "an" und hatte alles im Blick, auch wenn sie neben mir auf ihrer Decke lag. Sie ist aber grundlegend ein viel ruhigerer Typ als Lumi und man merkt (schon immer) gar nicht, wenn sie dabei ist. Nur tatsächlich erholsam zu schlafen und wirklich zu entspannen, musste sie lernen.
Lumi hatte da lange seine Schwierigkeiten mit, obwohl er ein viel selbstsicherer Hund ist. Als Welpe war alles easy, aber ab Einsetzen der Pubertät wars richtig schwierig für ihn und er konnte oft nichtmal während meiner Therapietermine schlafen, obwohl er das von Anfang an mitgemacht hat. Erst seit er so ungefähr 2 Jahre alt ist, ist er wieder richtig tiefenentspannt.
Wieviel davon jetzt einfach Entwicklungsphasen waren und wieviel Training/Gewöhnung ausmacht, kann ich nicht sagen. Nur halt, dass es bei beiden Hunden definitiv gezielt trainiert wurde (konditionierte Entspannung etc.) und bei Enya auch definitiv dadurch besser wurde. Aber der Typ Hund spielt auf jeden Fall auch eine große Rolle darin, wie einfach es für den Hund ist.