Also ich habe wirklich schwere Depressionen (und leider auch noch diverse andere psychische Erkrankungen) und meine Hunde sind mein Lebenselexier. Ohne Hunde wär ich nicht mehr am Leben. ICH kann die Hunde auch in den schwersten psychischen Krisen versorgen, wenn das bei mir selbst schon ganz lange nicht mehr geht. Ich habe auch eine Assistenzhündin, die mir bei meinen psychischen Problemen gezielt hilft.
ABER: Das ist nicht für jeden so. Hunde sind anstrengend. Für manche kann das der größte Antrieb sein, für andere kann die Verantwortung eine totale Überforderung sein. Wenn man in so einer Situation einen Hund hat, braucht man einen Plan B, C, D und im besten Fall noch E, falls man ihn doch mal nicht angemessen versorgen kann, falls man vielleicht mal in die Klinik muss (und das kann auch mal sehr lange sein).
Welpen sind nochmal anstrengender, das würde ich mir als Hundeanfänger mit Depressionen niemals antun. Ich habe gerade einen wirklich lieben, ruhigen Welpen, aber die erste Zeit war die komplette emotionale Überforderung, obwohl ich viel Hundeerfahrung habe. Wenn würde ich in deinem Fall von Rassen komplett abgehen und nach einem netten, erwachsenen Hund im Tierschutz suchen.
Ich finde es wunderbar, wenn ein Hund da ist, dem man nichts erklären muss und der für einen da ist, auch wenn es einem richtig dreckig geht. Aber wenn man einen sehr sensiblen Hund hat, kann den das auch sehr überfordern und stressen.