Beiträge von Vrania

    Ich glaube, du machst dir wieder zuviele Gedanken. Kira kam nach 2 Jahren Tierheim mit super seltenen Gassigehern und Miniauslauf zu uns und ist sofort mit uns ganz normal spazieren gegangen. 2 Stunden mit Pausen ist für einen gesunden Hund halt (rein körperlich) nichts.

    Mit meinen Hunden mache ich eigentlich nie Runden über 2 Stunden, eher eine, aber wenn ich spontan doch alle Jubeljahre mal ne lange (wenn auch unanspruchsvolle) Wanderung mache, brauchen die da kein besonderes Training für, sondern laufen happy mit. Ich würde eher schauen, wieviele Eindrucke ihm gut tun und ihn nicht überfordern.

    Darum ging es doch gar nicht. Es ging um den weiblichen Zyklus und Hormone. Das hat nichts mit Rollendenken zu tun, der Text kam von mir, ich bin nicht-binär und empfinde mich sicher nicht in einer weiblichen Rolle.

    Der Unterschied ist, dass der Hund das Startsignal gibt. Du wartest nicht eine bestimmte Zeit, um es neu zu versuchen, sondern du machst erst weiter, wenn der Hund wieder das Kooperationsverhalten zeigt. Lässt er sich nicht wieder drauf ein, heißt das, dass es ihm zuviel ist und du hörst auf und versuchst es später nochmal oder gehts im Training für die Pflegehandlung einen Schritt zurück.

    Hier legen die Hunde die Schnauze auf einen Waschlappen, wenn sie bereit sind mitzumachen.

    Ich glaube irgendwie, du tust deiner Hündin Unrecht. Ich hab hier auf 6 Seiten glaub ich 10 Mal gelesen, dass sie wegen dem Alter einfach auf alles keinen Bock mehr hat.

    So einfach funktioniert das aber im Normalfall nicht, sondern irgendwas hat sich für den Hund geändert. Schmerzen, Unwohlsein, vielleicht auch nur andere Bedürfnisse und Interessen als in der Jugend (was ja total normal ist). Aber das heißt ja nicht, dass sie gar keine Lust mehr auf zusammen Dinge machen/erleben haben. Und Hunde können Schmerzen extrem gut verstecken. Die Beschreibung im letzten Post klingt eigentlich typisch. Und wenn dein Tierarzt keinen Röntgenblick hat, wäre es schon sinnvoll, das mal richtig abklären zu lassen.


    Achja, bei meiner älteren Hündin waren Zahnschmerzen (bei von außen makellosen Zähnen) der Grund für "keinen Bock mehr auf viele Sachen" und Gereiztheit. Als die Zähne raus waren, blühte sie wieder auf. Schmerzen sind kacki.

    Also ganz banal, schau dir vielleicht mal an, in welcher Phase von deinem Zyklus du bist. Wie geht es dir da normalerweise, hast du starke hormonelle Schwankungen? Meiner Erfahrung nach sind plötzliche irrationale Empfindungen bei Frauen sehr oft einfach hormonbedingt, vor allem wenn man PMS/PMDD hat.

    Bei meinem letzten Welpen hatte ich da auch ganz arge Probleme die erste Zeit, obwohl der der liebsten Welpe der Welt war. Jetzt hab ich nem kleinen Terroristen im Vergleich und bin einfach nicht so überemotional und neben mir.

    Ich würde einfach mal durchatmen und noch ein paar Tage abwarten. Ganz oft ändern sich die Gefühle da recht schnell.

    Vrania Zählt auch ein zuverlässig freilaufender DK Rüde als Assistenzhund?

    Äh? Wie meinen? Was hat das Eine denn mit dem Anderen zu tun? Ich kenne nur halt relativ wenige Huskys, die wirklich zuverlässig überall freilaufen können. Dass Lumi Assistenzhund ist, ist ja eine andere Sache. Aber auch das ist bei einer Rasse, die nicht wirklich auf diese Art von Kooperation ausgerichtet ist, ja eher ungewöhnlich. Was ich im Wesentlichen meinte, mein Herr Hund lässt sich sehr ungern vorschreiben, was er tun muss oder nicht tun darf. Wenn er den Sinn nicht sieht, ist da nicht viel zu wollen, wenn er eine andere andere Idee hat. Da müsste ich wirklich massivst brutal strafen, um überhaupt irgendeinen Eindruck zu hinterlassen. Es ist viel leichter und hat uns zu einem wesentlich besseren Verständnis geführt, ihm zu erklären, wann und was wichtig ist.

    Bei einem jagdlich geführten DK Rüden würde ich ja doch eigentlich schon davon ausgehen, dass der doch hoffentlich abrufbar ist.

    Vielleicht habe ich auch einfach ein falsches Bild im Kopf, wenn hier über Schwarz/Weiß gesprochen wird, weil ich das in letzter Zeit nur in Verbindung mit der Rechtfertigung von massiver Maßregelung/Strafe des bis Gewalt gegen den Hundes "zu seinem Wohle" gehört hab, weil ein Hund ja sonst nicht sozialtauglich werden kann. Gerne auch in Verbindung mit "gewaltfreier Kindererziehung und deren Auswüchsen".

    Das ist richtig. Aber "Patentrezept" ist halt trotzdem Unsinn für Hunde. Wenn es so einfach wäre, hätten wir nicht Massen von "Problemhunden". Zumal diese "Lösung" ja auch gar keine ist, denn im Endeffekt bedeutet das halt doch auf jeden Hund bezogen etwas völlig anderes.

    Patentrezepte sind aus Gründen scheiße. Wenn ich meinem Husky mit "schwarz" komme, bekomme ich 2 hochgereckte Mittelfinger und ein "leck mich am Arsch, ich brauch dich nicht". Vom ersten Tag an. Wenn ich ihn nicht zwinge, gibt er mir alles, was er hat. Kannst du vielleicht bei nem Schäferhund bringen.

    Schließ doch nicht von deinen Beschränkungen auf andere .

    Hat hier ( und im Bekanntenkreis , sogar mit Husky und Malamute ) mit diversen unterschiedlichen Hundetypen herausragend funktioniert und tut es immer noch.

    Man muss halt sehen was individuell angemessen ist bei schwarz und weiß für das jeweilige Individuum.

    Oh, ich kann das durchaus, habe ich früher leider auch so gemacht. Eine Beschränkung ist das wohl kaum. Aber irgendwann lernt man ja auch dazu, wie es anders geht 😁 Insofern ist die Beschränkung wohl eher, wenn man denkt, man braucht ein Patentrezept.

    Wie viele Huskys und Malamutes in deinem Bekanntenkreis laufen denn so dauerhaft ohne Leine und arbeiten zuverlässig (auch ohne aktive Anleitung und Möglichkeit einzugreifen) als Assistenzhund?

    Ich sehe jedenfalls ganz heftig den Unterschied zwischen meinem "nö, hab ich keinen Bock drauf" Hund, wenn ich Druck mache, und meinem "ja, klingt gut, du hast eh recht" Hund, wenn ich mit ihm so umgehe, als wäre er ein intelligentes, fühlendes Wesen mit eigener Meinung.

    Ich hab auch so ein 5 Monate altes Untier da. Er braucht, noch viel mehr als die Großen, jeden Tag freie Erkundungs- und Schnüffelzeit. Man muss nicht übertreiben, aber 1 oder 2 Mal am Tag ist freie Bewegung ohne "Kopfarbeit" vom Menschen gemacht einfach super wichtig. Strecke ist egal, manchmal gehen wir 6 Kilometer, meistens nur 1-3 km und dann oft sogar nur die Hälfte in eine Richtung und dann wieder da zurück. Da kann er rennen, entdecken und spielen soviel er will, man kann gemeinsam laufen und über Sachen klettern und balancieren und dann ist so ein Hundekind erstmal körperlich platt und hat ganz viele Eindrücken zu verarbeiten.

    Jetzt mit Hund 6 mache ich in dieser Phase sogar nur noch so 1-2 Mal pro Woche "Training" im Sinne von gezielt Signale üben. Alles andere passiert ganz nebenbei im Alltag. Mal ein kleiner Ausflug hierhin, um xy zu kaufen, mal ein bisschen da auf dem Marktplatz rumsitzen oder ins Cafe gehen. Sitz, Platz, Fuß, am besten noch auf Hundeplatzart, kann ich jedem Hund in jedem Alter in kürzester Zeit beibringen, aber die Grundlagen für ein entspanntes Leben legt man am Besten so früh wie möglich. Und dazu gehört einfach auch Bewegung und den eigenen Körper kennenlernen.