Beiträge von Esiul

    16-jährige Mischlingsdame, war auch an ihrem letzten Tag noch recht fit, ist dann aber am Abend zusammengeklappt und fing zu zittern an. Sofort zur Tierärztin, die sie kurz abhörte und sagte, dass da gerade das Herz versagen würde, maximale Dauer zwei Stunden, "Abkürzung" mittels Einschläferung wäre sinnvoll. Für mich persönlich war das relativ knapp am Tod durch "Altersschwäche" dran, nur den Schluss haben wir nicht natürlich eintreten lassen.

    Die Argumente, die es gegen die Todesstrafe gibt, kommen bei Hunden einfach nicht zum Tragen. Menschen tötet man auch bei angeordneter Sicherheitsverwahrung nicht, weil:

    - Justizirrtümer nicht ausgeschlossen werden können

    - Die Todesstrafe keine abschreckende Wirkung besitzt, sondern im Gegenteil eher zu einem Anstieg an Taten führt

    - Sie gegen die Menschenrechte verstößt

    - Man einem Menschen prinzipiell die Möglichkeit zu Schuldeingeständnis, Reue und Sühne geben will.

    Ein Hund versteht ja noch nicht einmal, warum er eingesperrt ist.

    Der Preis für's Nicht-Kastrieren ist dann eben das viele Hunde geboren werden ohne Sinn und Verstand und das viele dieser Hunde dann in falsche Hände geraten und am Ende in einrichtngen wie die von Frau Bokr und niemand weiss wohin mit den Hunden ...

    Es soll auch sowas wie Sterilisation geben, wo Hündinnen nur unfruchtbar gemacht werden. Gibt es vll. auch für Rüden.

    Also die Hunde, die bei Frau Bokr gelandet sind, sind sicher nicht alles die Ergebnisse von Ups-Würfen. Reinrassige TWH, Malinois, Rottweiler, DSH, Kangals und sonstige HSH wie sie dort zu Hauf zu finden sind, "passieren" nicht einfach. Die kommen schon von bewussten Vermehrern und (hoffentlich weniger) Züchtern. Und ja, Sterilisation für Rüden gibt es. Ich sehe aber wenig Sinn dahinter, meinen Hund einem sinnlosen Eingriff zu unterziehen.

    Darüber will ich mich gar nicht aufregen... Vor allem weil ichs nach Rücksprache mit der Chefetage einfach so anerkennen muss.

    Ich hatte ein bemerkenswert dummes Gespräch heute. Hintergrund: Gestern hustendes Kind in Kinderbetreuungseinrichtung - Kind sofort isoliert, Eltern angerufen, Kind abholen lassen, Gesundheitsbehörde verständigt, Chefetage verständigt, alle Eltern der anderen Kinder angerufen - das gesamte Prozedere halt, an welches ich mich aktuell halten muss.

    Heute früh wurde das Kind wieder in die Einrichtung gebracht, mit ärztlicher Bescheinigung der Infektionsfreiheit.

    Kerl: "Darf ich fragen, weshalb wir gestern das Kind abholen mussten?"

    Ich: "Xyz hat gehustet."

    Kerl: "Ja, aber mit welcher Begründung mussten wir gestern das Kind abholen?"

    Ich: "Wir leben in Pandemiezeiten, er hat gehustet und ich habe Vorschriften"

    Kerl: "Also jedesmal wenn ein Kind einmal "ähä" macht, lassen Sie das Kind abholen?"

    Ich: "Wenn ein Kind sich mal verschluckt, ist das kein Grund zur Aufregung, aber wenn es wie xyz hustet, dann muss es abgeholt und ärztlich abgeklärt werden."

    Kerl: "Ja, aber nur dass ich das verstehe: Wenn Xyz hustet, dann müssen wir ihn jedesmal abholen und zum Arzt bringen?"

    Ich: "Ja."

    Kerl: "Also wenn Xyz wieder mal keine Lust hat, in die Betreuung zu gehen, dann macht er einfach "ähä" und wir müssen ihn dann abholen?"

    Ich: "Also ich glaube, wir können das im Normalfall schon ganz gut einschätzen, ob ein Kind nur so tut, oder ob es wirklich husten muss."

    Kerl: "Ja aber der Xyz, der will doch ständig Aufmerksamkeit, dann tischt der einem Lügen auf, und wenn wir den jedesmal abholen müssen, nur weil er hustet..."

    Ich: "Zwei Kolleginnen haben gestern beobachtet, dass er gestern früh häufig gehustet hat."

    Kerl: "Der Arzt hat eh gesagt, dass das jetzt üblich ist, nur weil ein Kind hustet, dass es dann gleich abgeholt werden muss."

    Ich: "Ja, die Vorschriften gelten für so gut wie alle Betreuungseinrichtungen"

    Kerl: "Ihr macht es euch aber auch echt leicht."

    Ich: "Ähm?"

    Kerl: "Ihr wollt ja nur kein Risiko eingehen."

    Ich: "Wir DÜRFEN kein Risiko eingehen"

    Kerl: "Ich kann nicht arbeiten, wenn so etwas ist, und wenn die Mutter ihren Job verliert, dann haben wir massive Probleme"

    Ich: "Ich kann schon verstehen, dass das unangenehm ist, aber wenn wir hier einen Corona-Ausbruch haben, dann haben ALLE in dieser Einrichtung massive Probleme."

    Kerl: "Wir bringen das kind ja nicht zu euch, weil wir es so lustig finden, sondern weil wir arbeiten müssen."

    Ich: "Das gilt auch für die Eltern aller anderen Kinder, die hier sind. Und wenn wir hier einen Fall haben, dann ist für alle zu"

    Kerl: "Ihr macht es euch wirklich leicht!"

    Ich: "Glauben Sie, das war für uns lustig gestern??"

    Kerl: "Aber er hat kein Corona!"

    Ich: "Ja, das ist gut, ändert aber unsere Vorgehensweise trotzdem nicht!"

    Kerl: "Das heißt, wenn der wieder hustet, dann müssen wir ihn wieder abholen und nochmal ein Attest vom Arzt ausstellen lassen?"

    Ich: "Ja."

    Kerl: "Das hat mich 10€ gekostet, die hätte ich gerne wieder"

    Ich: "Das habe ich schon Ihrer Mail mit dem Honorar entnommen. Finanzielles ist nicht mein Aufgabenbereich, ich habe das an die Chefetage weitergeleitet."

    Kerl: "Ich sags ihnen ja nur, dass ich das Geld einfordern werde."

    Ich: "Wie gesagt, damit habe ich nichts zu tun."

    Kerl: "Darf ich bitte nochmal Ihren Namen wissen?"

    Ich: "*Nachname Vorname*"

    Kerl: "Ich werde das Geld einfordern"

    Ich: "Das wird sich die Chefin dann schon mit Ihnen ausmachen"

    Kerl: "Jah...."

    Ich: "Wiedersehen".

    :wallbash::wallbash::wallbash::wallbash::wallbash::wallbash:

    Stößt mir eigentlich auch auf.

    Uneigentlich denke ich aber ganz sachlich: Was kann V.B. sich davon "kaufen"?

    Sie "darf" jetzt ihre Meinung zum jeweiligen Hund mit kundtun, sie "darf" schulen, wie mit solchen Hunden umgegangen werden sollte - und wenn die Auflösung durchgeführt ist, was dann?

    Sie ist nicht mehr die medieninteressante V.B., die ein Projekt für "Hunde, die keiner mehr will" ins Leben gerufen hat und leitet - sie ist jetzt "V.B., die ein Projekt für Hunde, die keiner mehr will, in den Sand gesetzt hat".

    Ist sie doch aber nicht. Wer nicht tief in der Internet-Hundeszene verankert ist, wird möglicherweise nie erfahren, dass Vanessa Bokr jetzt schon zwei Projekte in den Sand gesetzt hat. Wenn du sie googelst, bekommst du folgende Resultate:

    1. Hellhound Foundation

    2. Hellhound Foundation Facebook

    3. Filmografie Vanessa Bokr

    4. "Ein Tierheim für aggressive Hunde" - Agila

    5. "Die Bewährungshelferin für Hunde" - NDR

    6. "Die Tierflüsterer: Rettung für Pferd, Hund und Halter" - NDR

    7. Dieser Foren-Thread, in dem auf den ersten hundert Seiten oder so nix dramatisches zu Lesen steht.

    8. Praktikum in der Hölle - Gassi Service Wedemark

    9. Filmografie Vanessa Bokr

    Googelst du "Vanessa Bokr Kritik", dann rutscht der Thread auf Platz Zwei und es erscheinen ein paar andere positive Artikel über die Hellhound-Foundation. Ein ruinierter Ruf sieht anders aus.

    Edit: Da ist ein Link in meinem Beitrag, der da nicht hingehört, und ich krieg ihn nicht weg.