Beiträge von Esiul

    Ich denke auch, dass man es nicht an Prozentzahlen festmachen kann. Beispiel: Bei einigen Bereitern der Spanischen Hofreitschule kann ich mir nicht vorstellen, dass da inklusive Uniform und Sattel nur 10-15% von einem Lipizzaner zusammenkommen. Das sind gut trainierte Pferde und gute Reiter und da scheidet meines Wissens nach keiner wegen Rückenproblemen aus.

    Klar, desto weniger Gewicht, desto besser fürs Pferd. Ich finde, es macht auch Sinn, für individuelle Pferde individuelle Gewichtsgrenzen festzusetzen, insbesondere in Reitschulen & Co. Aber sich da fix an Daumenregeln ala 10-15% festzubeißen, bringt da meines Erachtens eher wenig. Es ist weder bewiesen, dass ein Pferd mit einer Last darüber Schaden nimmt, noch dass darunter kein Schaden entsteht. Wenn ich auf jeden Fall sicher gehen will, dass das Tier absolut gar keinen Schaden durch das Reitergewicht erleiden kann, muss ich absteigen und absatteln.

    Ich hab jetzt eine Reitbeteiligung. War zwar nicht so wirklich geplant, hat sich aber so ergeben. Das Mädl war bisher Reitbeteiligung auf einem anderen Pferd im Stall (mit komischer Besitzerin), hat sich dann geweigert weiterhin Reitstunden bei der Trainerin der Besi zu nehmen (nachdem sie aufgefordert wurde, das Pferd fürs Stolpern zu bestrafen) und stand dann ohne Pferd da. Ich hab sie praktischerweise erwischt, als sie gerade ihr Zeug aus dem Stall räumen wollte und hab ihr angeboten, den Tinker zu reiten. Reiterlich und im Umgang hat sie mir immer gut gefallen - sie ist zwar erst 13, aber sitzt bombenfest im Sattel und macht keinen Blödsinn. Also mit der Mutter abgeklärt, Mädel in den Sattel gepackt und dann ab aufs Feld, weil der Reitplatz die perfekte Kombination aus Eis und festgefrorenen, aber schneebedeckten Sandhügeln bietet, um sich sämtliche Knochen zu brechen. Ich sag noch zu ihr, dass mein Tinker im Vergleich zum Traber halt vermutlich weniger Go haben wird. Nach einigen Aufwärmrunden hat sie sich dann an den Galopp gewagt..

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    Und der scheckige Kugelblitz flog übers Feld. Ich schwöre euch, Pferd und Reiterin haben beide bis zu den Ohren gegrinst, als sie viele schnelle Galopprunden später bei mir ankamen.

    Hab mir direkt meinen ganzen Mut zusammen genommen und vorhin die erste LCD / VDH Züchterin angerufen. Für mich als eher introvertierter Mensch fiel mir das gar nicht mal so leicht :rolling_on_the_floor_laughing:

    Ich soll in einer halben Stunde nochmal anrufen, da die Züchterin selbst nicht im Haus war.

    Ich bin nervös. Wird sicherlich eine Art Vorstellungsgespräch am Telefon oder? :weary_face:

    Sie erwartet im Dezember ihren M-Wurf und lebt nur 1 1/2h Autofahrt entfernt. Puh..

    Daumen sind gedrückt. Vorstellungsgespräch am Telefon kann passieren - ich habe damals eine Stunde lang mit der Mistgabel in der einen und dem Handy in der anderen Hand dagestanden und gezittert und gehofft, dass ich nix allzu Blödes sage. Hab dann noch erfolgreich einen Besuch absolviert und einen Hund bekommen. Wird schon werden :gut:

    Ich bin ja ehrlich gesagt schon froh über die Lösung wie sie jetzt ist - ich hatte ursprünglich im Kopf gehabt, dass Reiten auf gar keinen Fall wegfallen sollte. Und ich hoffe, dass in den verbleibenden Jahren darauf geachtet wird, dass man nicht noch einen Skandal an Land zieht und die Pferde in der Zwischenzeit einigermaßen vernünftig behandelt werden soweit das mit beschissenen Reitern halt geht.

    Letzte Woche habe ich mich ja mal ziemlich über hier nicht existente gute TrainerInnen ausgelassen - heute sieht die Welt wieder anders aus. Das Gute liegt oft so nah... Am Montag bin ich am Platz geritten und eine Stallkollegin hat ihr Pferd longiert. Wir kamen ins Reden, am Schluss habe ich sie einfach gefragt ob sie gefragt ob sie mich unterrichten würde, und heute hatte ich meine erste Stunde bei ihr. Besagte Stallkollegin ritt früher S-Dressur und sie hat wohl lange bei Arthur Kottas trainiert. Ich bin glücklich und das Pferd hat sich auch wohlgefühlt. Heute Nacht werde ich davon träumen, dass ich meinen linken und rechten Daumen gleich halten muss.

    Ich beneide euch um eure Trainerinnen. Meine ehemalige Trainerin war auch von der perfekten Schiene, aber die beiden, die ich nach meinem Umzug jetzt bisher ausprobiert habe, waren leider nicht so das Gelbe vom Ei. Bei Trainerin eins ging absolut nichts weiter, Dinge, die ich als "Hausübung" bekommen habe, wurden danach nie wieder abgefragt oder korrigiert (wo sich dann für mich auch die Frage gestellt hat: Übe ich hier gerade nur zum Selbstzweck oder soll mich das irgendwie weiter bringen?) und außerdem wurde fleißig nebenher an der Bande gequatscht. Trainerin zwei fand ich zwar von den Dingen, die sie bei meinem Sitz auskorrigiert hat, absolut toll, aber ich komme mit diesem extremen Druck nicht klar. Die ganze Stunde über mit Ausnahme von Aufwärmen und Abreiten darf der Zügel nie hingegeben werden ("Sonst denkt die doch, sie ist fertig") , das Pferd wird so gut wie nie gelobt und ich denke, so mach ich mir maximal die Freude meines Pferdes an der Arbeit kaputt. (Mal ganz zu schweigen von meiner eigenen. ) Ich habe null Prüfungs- oder Turnierambitionen, es ist mir so scheiß egal, ob der Gaul beim Äppeln stehen bleibt, nein, die braucht da nicht mit der Gerte ein paar ordentlich drüber.

    Ich wünsch mir meine alte Trainerin zurück. Mit der haben wir tolle Fortschritte gemacht, die kam auch damit klar, dass ab und an mal ein Stück Karotte ins Pferdemaul gewandert ist, um gute Leistungen zu würdigen.

    Ich stoße immer wieder auf diesen Thread und interessiere mich sehr wieso diese Hundetrainerin, zusammengefasst, schlecht ist? Ich verstehe die meisten Beiträge hier nicht, ziehe aber daraus, dass ihr sie nicht mögt. Kann mich jemand aufklären? Bitte? :sweet:

    Zusatz zu den anderen Antworten, die du bereits erhalten hast: Sie hat bereits vor der Hellhound Foundation ein Tierschutzprojekt in den Sand gesetzt, hat sich nicht an Auflagen des Veterinär-Amtes gehalten, hat 120 Hunde unter schlimmsten Bedingungen gehordet (mit drei Leuten als Arbeitskraft - ja klar, da ist sicher umfangreiches Training und intensive Betreuung möglich), Schuld sind immer die anderen - die Liste ließe sich fortsetzen.

    Sie muss nicht wachen, wurde auch nicht als Alarmanlage angeschafft. Sie macht es einfach gerne, was eine positive Komponente der Außenhaltung ist.

    Von mir aus könnte sie im Haus leben, aber mein Mann kommt aus einer Kultur in der Hunde nichts im Haus verloren haben und der einzige Kompromiss um mir die Hundehaltung trotzdem zu ermöglichen war eben die Außenhaltung. Daran ist auch nichts zu rütteln, da wird nicht diskutiert, das ist eben so.

    Dann wirst du aber auch damit leben müssen, dass dir die Schäferzüchter sagen werden, dass sie keinen Hund dafür haben. Das ist eben so. (Und sie haben meiner Meinung nach Recht. Die Bedürfnisse des Hundes ändern sich nicht wegen der Kultur.)

    Viele haben Malinois und Malinoismix hier. Sie sind gute wachhunde aber vielleicht nicht so gut für Haus und spaziergehen?

    Ich kenne Malis absolut nicht als Haus- und Hofhunde. Das sind hier die Einsatzhunde für Bergrettung, Polizei und Militär oder halt Sporthunde. Ich habe einen einzigen Mali kennengelernt, der als reiner Familienhund gehalten wurde: Die Besitzerin hat ihn dann abgegeben und jetzt ist er bei der Bergrettung.