Beiträge von Esiul

    Ein bisschen kann ich das nachvollziehen, ich hatte zwar keinen Sturz, aber ich bin trotzdem vorsichtiger als ich es mit 15 war. Wenn ich an die Pferde zurückdenke, die ich damals geritten bin... Die Traberstute frisch weg von von der Rennbahn, wenn du da eine falsche Hilfe gegeben hast, ging der Renntrab los und stoppen war schwierig. Die Vollblutaraberstute, die nur gebisslos ging, weil mit Gebiss war sie eine Vollkatastrophe, ohne aber ehrlich gestanden auch. Einmal im Galopp, immer im Galopp. :ugly: (Meine Stürze kann ich aber an einer Hand abzählen: Einmal von der Araberin, weil sie beim Aufsteigen schon loswollte, was dazugeführt hat, dass ich nicht im Sattel angekommen bin sondern gleich auf der anderen Seite wieder runter; einmal vom Vater meiner Stute (Tinkerhengst), ich wollte rechts, er wollte links, so haben sich unsere Wege am Reitplatz vor B getrennt; einmal von meinem eigenen Gaul (damals noch meine RB), als sie gerade erst angeritten war und wir beim Ausreiten in der Gruppe galoppiert sind und sie plötzlich aus ungeklärten Gründen einen gehörigen Satz zur Seite gemacht hat und der Sattel sich halb unter den Pferdebauch verabschiedet hat.)

    Heute such ich doch ein bisschen besser aus, auf welchen Gaul ich mich setze. Mein eigenes Pferd ist da halt echt ein Segen. Wenn irgendwas Schlimmes passiert, bleibt sie halt stehen. Kein hektisches Umdrehen, Herimgespringe oder Durchgehen.

    Der ist ja ein süßer Knuff :herzen1:

    Ich bin mittlerweile auch (bedingt durch einen schweren Sturz) Angstreiterin und sitze kaum mehr im Sattel. Wenn überhaupt und sich die Gelegenheit bietet, dann angespitzt bis zum geht nicht mehr. Meine Nachbarin hat eine ältere Hafistute und meinte beim letzten Spaziergang, als sie mich ohne Sattel geführt hat, ich soll doch bitte wieder atmen, sonst rennt ihr sonst Schlaftabletten-Pony gleich davon. |) Trotzdem fehlt mir die Reiterei vom Boden aus gesehen immer wieder und das positive Gefühl, dass nach dem Sturz verloren gegangen ist.

    Leider war hier auch bislang nichts mehr passendes dabei in Richtung RB und nur Stunden nehmen möchte ich nicht. Im Endeffekt wüsste ich ja, wie man reitet, aber auf braven oder eher stumpfen Schulpferden in der Halle bekomme ich meine Angst auch nicht los.

    Dein Großer klingt jedenfalls ganz toll, ich denke, da würde ich mich auch wohl drauf fühlen. Und er ist wunderschön!

    Es tut mir immer so leid, so etwas zu lesen. :( : Wenn du hier um die Ecke wohnen würdest, würd ich dir direkt meinen Tinker anbieten. Auf der hat sich auch noch nie jemand unwohl gefühlt. Letztens wurde an der Straße neben dem Reitplatz ein Baum gefällt, mein Gaul hat ganz entspannt zugesehen, wie er umfällt und ist dann weitergegangen. (Gangtechnisch ist sie außerdem ein Schaukelpferd und fein ausgebildet wär sie auch...)

    Ich drück dir die Daumen, dass du ein passendes Pferd findest.

    Wir haben hier im Forum doch auch schon hundertmal diskutiert, bei welchen Züchtern man nicht kaufen wollen würde. Z.B wenn die dir irgendetwas vorschreiben wollen zwecks Kastration oder Futter. Die meisten Züchter haben auch nicht die Zeit, um zu jedem Interessenten nach Hause zu fahren, da hält sich dann auch der Zeitaufwand in Grenzen (- Züchter angerufen, ist unsympathisch, Suche geht weiter).

    Was ich mir auch vorstellen könnte, warum einen bezüglich Vergabekriterien Tierschutzvereine mehr nerven wie Züchter: Bei einem Züchter fragt man im Normalfall nicht wegen einem spezifischen Hund an. Zumindest bei mir war es so: Ich will einen Pudel, ich finde Züchter für Pudel, ich warte auf Pudel-Wurf, ich kaufe Pudel. (Ja, ich weiß, es gibt Leute die nur eine bestimmte Verpaarung haben wollen, aber die lasse ich jetzt mal außen vor.) Wenns bei Züchterin A nicht geklappt hätte, weil ihre Vergabekriterien mit meinem Leben unvereinbar gewesen wären, hätte ich mir bei Züchter B einen Pudel gekauft - wäre auch ein Pudel gewesen.

    Bei Tierschutzvereinen hat man doch häufig schon selbst sich informiert, welche Hunde da sind, dann hat man vielleicht DEN EINEN gesehen (oder zumindest glaubt man das), man stellt sich schon mal vor, wie das zukünftige Leben mit dem Hund ablaufen könnte, und dann kriegt man den Hund nicht, weil der Garten fehlt. Einen Pudel kann ich mir woanders besorgen, aber den hübschen schwarzen Mischling mit dem Knickohr gabs halt genau einmal im Angebot.

    Ein ehemaliger Vereinskollege von mir war beruflich Hundetrainer. Zu seinen Kundschaften zählte unter anderem eine sehr reiche Dame, die einen Schäferhund hatte, der beim Spazierengehen wohl Leinenpöbler war. Daher bat sie den Trainer, er möge sich doch mal das Problem ansehen. Allerdings hatte sie keine Zeit und schickte einen Hausangestellten mit dem Schäferhund und dem Trainer auf den Weg. Der Schäfi verhielt sich bei dem Hausangestellten wohl ganz vorbildlich und pöbelte kein einziges Mal. Als man ihr im Anschluss daran versuchte zu erklären, dass das "Training" mit dem Hausangestellten nichts bringen würde, wollte sie davon nichts wissen. Nachdem keiner Lust auf Streit hatte, gingen seither der Trainer und der Hausangestellte regelmäßig gemeinsam mit dem Schäferhund eine Runde Spazieren - das teuerste Dogwalking, dass es weit und breit zu buchen gibt.

    Die Happy Dog Vollkostflocken werden hier auch gern gefressen und super vertragen. Auch wenn due Zusammensetzung wirklich nicht "modern" ist, finde ich es echt klasse.

    Mir wurden noch nie für Passgang Punkte gezogen. Das Traben im Fuß haben wir dennoch geübt: Einerseits mit Cavaletti-Reihen, die der Hund vor der Fußposition überwinden musste, andererseits mit großen Bögen, bei denen der Hund auf der Außenseite laufen muss, um mehr Tempo reinzukriegen. Idealerweise hast du dabei ständig jemanden, der dir sagt, ob die Gangart richtig ist oder ob der Hund passt.

    Ich hab mir in deinem Alter und mit ähnlicher Situation (im Studium) einen Hund zugelegt. Geworden ist es bei mir ein Großpudel. Sportlichkeit bei Hunden ist so eine Sache: Wenn du dir nicht unbedingt etwas mit kaputtem Körper zulegst, kann man mit so gut mit jedem Hund viel Sport treiben. Mein Hund begleitet uns beim Bergsteigen, geht Skitouren mit, liefert sich bei Ausritten Galopp-Duelle mit meinem Pferd. Für 4 Tage/5000 Höhenmeter braucht es keinen Husky, für 30km Laufen auch nicht. Je nach Sportart solltest du allerdings auch auf andere Eigenschaften achten. Ich bin z.B. sehr froh, dass ich meinen Hund am Berg und im Wald frei laufen lassen kann. Dafür benötige ich aber einen Hund mit beherrschbarem Jagdtrieb, ein Husky käme mir also nie im Leben ins Haus.

    Garfield heißt Garfield, weil er war der große dicke Pudelwelpe mit dem roten Fell (auf den Ohren).

    Groß ist er immer noch, aber die Figur sagt eher "Triathlet" als "Lasagne". Gemütlich ist er - solang wir im Haus bleiben. Beim Spazieren und beim Training hat man eher das Gefühl, der frisst einen Clown und einen Mali zum Frühstück.