Beiträge von catsanddog

    dass der Richter sehr streng ist

    (vorausgesetzt, dass der Richter begründete G's verteilt). Eig sind solche strengen, aber wirklich kundigen Richter (bzw deren Berichte) mehr "wert" als andere....

    Genau das ist es ja, es werden - in aller Augen - ungerechtfertigte Gs verteilt weil dem Richter einfach was nicht passt. Ich weiß von einem Richter, der absolut kein Merle mag und da grundprinzipiell nur G gibt. Egal ob man den besten Hund der Rasse hat, wenn er Merle ist, bekommt er ein G. Das hat er ein paar Ausstellungen lang gemacht und wurde dann nicht mehr eingeladen. :ka:

    Genau wie die Richterin, die fast sämtliche Rüden als zu groß abgewertet hat ohne auch nur einen einzigen einzumessen.

    Oder ein Richter, der nur Hunde platziert hat, deren Besitzerinnen Röcke/Kleider anhatten - ja, da hab ich selber mit ausgestellt und hab es live erlebt - egal, wie die Hunde waren. Da habe ich in meiner Klasse gegen einen Rüden verloren, wo alle, wirklich alle, selbst die Besitzerin, gesagt haben, ich hätte den besseren Hund gehabt. Tja, ich trug Hose, sie Rock. :ka:

    Streng, okay, kann ich mit leben auch wenn ich nicht mit der Meinung konform gehe aber unfair, nein, da werde ich fuchsig.

    Es gibt einen Richter, der mag kein Merle aber er richtet extrem fair. Auch wenn zum Schluss immer sable gewinnt, hat man eine sehr faire Beurteilung eines Mannes, der wirklich Ahnung hat. Das finde ich völlig okay.

    Ich hab auf den internationalen Ausstellungen wo ich war aber immer eine immense Spannbreite gesehen bei den Vertretern der Rassen und Grade dort ist die Präsentation doch immens wichtig. Und wenn im Gesamtpaket einfach andere Rassen und ihre handler überzeugen ist das halt so, das muss ja nicht zwangsläufig so negativ sein wie es aufgefasst wird.

    Das es immer mal Entscheidungen gibt die man anzweifeln kann, ja klar. Aber das da ne komplette Rasse prinzipiell runtergerichtet wird klingt sehr subjektiv von außen.

    Naja, gerade in der FCI 1 ist es sehr, sehr auffällig, dass zu 90% die Fellbomben vorne stehen und sämtliche Rassen mit Kurzhaar eher hinten runter fallen. Ab und zu mal ein Corgi, oder ein Schäferhund - weiß oder Belgier - oder eine Zeitlang waren die Wolfhunde sehr beliebt aber die üblichen Verdächtigen sind die Fellbomben.

    Es ist kein Zufall, dass viele Rassen der FCI 1 - nicht nur wir KHC - sagen, dass sie im Ehrenring keine Chance haben weil sie einfach nicht auffallen zwischen dem ganzen Plüsch. Und ich glaube nicht, dass immer die Plüschis die perfekten Hunde samt Handler sind und alle Kurzhaar nicht gut sind. Ich habe mich schon oft genug vor und im Ehrenring mit anderen Leuten von kurzhaarigen Rassen unterhalten und nicht nur meine Rasse geht ohne einen echten Blick auf den Hund wieder raus. Und das waren Aussagen von Leuten, die seit teilweise 30/40 Jahren in der Szene drin sind.

    Ein Fehler sind auch Rüden über 61cm (ohne dich oder deine Hunde persönlich anzugreifen! Wirklich nicht, betrifft ja auch genug andere) oder Weiß in der Decke. Das reicht aber auch nicht, um

    Ich weiß und fühle mich auch nicht angegriffen. Die Giraffe ist zu groß.

    Aber bei den Ohren fällt es halt leichter es abzustrafen. :ka: Wenn jeder Richter jetzt willkürlich sagt, "Hund zu groß" ohne nachzumessen, würde es zum Boykott kommen. Und jeden Hund nachzumessen ob er im Standard ist, macht halt keiner. Die Stehohren sieht man auf den ersten Blick.

    Und gerade die großen Rüden sind ja leider sehr beliebt bei manchen Richtern, immer größer, schwerer. Während die Hündinnen möglichst niedlich und klein sein sollen. :verzweifelt:


    Als Kontext für alle Nicht-KHC-Leute: solange die Ohren kippen und der Hund halbwegs wie ein KHC aussieht (ergo reinrassig ist), wird er für gewöhnlich ein V bekommen. Es gibt halt einfach nicht genug Konkurrenz für wirkliche Abstufungen :ka: Ich würde sagen, deutlich über 2/3 der vergebenen Noten sind Vs, SGs stechen schon richtig hervor. Bei G ist richtig was im Argen und oB ist ein richtig hartes Ergebnis (für gewöhnlich massiv pöbelnde Rüden, Aggression gegen den Richter oder Klebereste)

    Jap, so in etwa. :lol:

    Genügend habe ich bis jetzt bei meiner Rasse nur ein einziges Mal erlebt, war ein Stehohrhund, der sich nicht hat anfassen lassen und gemieden hat wie sonst nichts mehr. Der hat keinen vernünftigen Trabschritt geschafft und stand die ganze Zeit mit Buckel da. Das war das Genügend. :denker:

    Richter, die im Rahmen der weitaus mehr Möglichkeiten richten - werden nimmer eingeladen.

    Jein, es kommt halt drauf an warum die niedrigen Möglichkeiten ausgesprochen werden. Wenn ich eine komplette Klasse - Jugendklasse Rüden - beim Eintreten in den Ring schon mit "Die sind alle zu groß!" anspreche, und dann fast nur G verteile ohne auch nur einen einzigen Hund nachzumessen, darf sich diese Richterin nicht wundern wenn sie nicht mehr eingeladen wird.

    Oder wenn wegen Farbe abgestraft wird auch wenn die Farbe laut Standard zugelassen ist und nur der Richter die Farbe nicht mag. So etwas gibt es halt auch.

    Da wundern einen Aussagen wie "Collies sind hysterisch" eigentlich auch nicht mehr, wenn dann am Ende solche Hunde tatsächlich noch in die Zucht gehen.

    Diese Hündin hat - ich glaube - 2 Würfe. Sagt alles, oder?

    Mir fällt es leider auch wieder vermehrt auf, dass sich manche KHC sehr ängstlich im Ring zeigen. Sehr schade. :verzweifelt:

    Es wird ja auch abgestraft in dem Sinne, dass Stehohrcollies nie ein V bekommen. Dass sie aber SGs bekommen und damit in die Zucht dürfen, finde ich bei der geringen Zuchtpopulation völlig ok.

    Ist auch völlig okay. Bin ich die Letzte, die was dagegen sagt. Ich finde es immer schade wenn ein perfekter Hund mit Stehohren ein G bekommt wegen der Ohren. DAS ist nicht gerechtfertigt. :verzweifelt:

    G ist immer noch ein guter Hund.

    Ein Formwert G ist nur in sehr mittelalterlichen Zuchtordnungen ein Zuchtausschlussgrund.

    Es werden grundsätzlich viel zu viele Vs und Sgs vergeben.

    Dass ein G Abstrafung empfunden (und verwendet) wird, ist komplett absurd.

    Ich kann nur von meiner Rasse berichten aber bei uns ist ein G quasi ein Schlag ins Gesicht. :ka: Als Erstes wird geschaut ob der Hund Stehohren hat - die kriegen öfters ein G - aber wenn nicht, wird schon mal gefragt, was der Richter bemängelt hat.

    Es gab schon Richter auf Clubshows, die sehr viele Gs vergeben haben, die wurden danach nicht wieder eingeladen.

    Naja, ein G ist ja fast ein fliegt raus, das bringt dir gar nichts und gerade bei unserer Rasse ist das ja eher sehr, sehr selten. Stehohren mal ausgenommen.

    Klar, selten ist es. Disqualifiziert wäre aber in solchen Fällen auch laut Ausstellungsordnung eigentlich korrekt. Genau wie Ohne Bewertung für die Hunde, die sich nicht anfassen lassen. Ein G kann man hinterher immer mit "der Richter mochte uns einfach nicht" schönreden. Und ängstliche Hunde bekommen ja oft sogar noch SG. Ich hab schon welche gesehen, die fast auf dem Boden lagen und in alle Richtungen aus dem Ring flüchten wollten. Dazu Stehohren. Ergebnis: SG.

    Damit möchte ich nicht sagen, dass Stehohr-Collies kein SG bekommen sollten, im Gegenteil! Es ist nur eben nicht so, dass Stehohren und / oder Wesensmängel automatisch zu schlechten Bewertungen führen, und im Falle von Wesensmängeln finde ich das nicht richtig.

    Ja, Wesensmängel sollten wesentlich mehr berücksichtigt werden. :verzweifelt:

    Auf meiner allerersten Ausstellung flüchtete eine Hündin 2 mal aus dem Ring und war partout nicht zurück zu rufen. Irgendwann stand sie wieder im Ring, V1 und BOS. :verzweifelt:

    Extrem ängstliche oder aggressive Hunde sollten abgestraft werden, wird es aber wahrscheinlich nie.

    Zu den Stehohren: Auch wenn es die Verfechter nicht gerne hören aber die Stehohren sind laut Standard ein Fehler, der den Ausdruck vom Kopf einfach völlig verändert. Solange der Standard nicht geändert wird, muss das abgestraft werden. Es wissen alle, dass die meisten Ausstellungshunde mit perfekten Ohren irgendwann mal geklebt wurden. Ob das alles sinnvoll ist oder nicht, darüber kann man sich herrlich streiten. :ka:

    Das Thema Leckerlies verwirrt mich :denker: ich war ja nur auf unseren Clubschauen bisher des Windhundverbandes. Leckerlinutzer hab ich da bisher nicht viele im Ring gesehen. Verboten sind die nicht, ich hatte beim ersten mal auch zumindest welche in einer Hand. Ich habe aber von anderen Teilnehmern gehört, dass einige Richter es nicht gern mögen, weil eben doch immer wieder was fallen gelassen wird im Ring z.B.


    Dann scheint es aber allgemein wohl anders zu sein.

    Wie gesagt, ich kenne es nur mit Futter oder sogar Quietschie im Ring. Selbst im Ehrenring bei großen Cacibs.

    Ich bin das Wochenende in Wels, da halte ich mal die Augen offen, vielleicht auch bei den Windhunden. Vielleicht ist das Rasseabhängig. :denker: Muss ich am Wochenende mal schauen, hab ja drei Tage Zeit. :lol:

    Knurren ist so ne Sache.. manche ignorieren es, manche nicht. Wobei ich wenig Malis kenne, die nur knurren :hust:
    Bei uns läuft es aber dafür anders ab was Zahn- und Hodenkontrolle angeht. Bei den Zähnen darf der HF dem Richter die Hundezähne zeigen (die Richter bestehen nicht drauf selbst hinzufassen..aus Gründen :hust: und bei der Hodenkontrolle dürfen wir den Kopf vom Rüden kurz an unserem Bein o.ä fixieren). Aber ja..sie MÜSSEN sich anfassen lassen und dürfen dabei nicht dumm tun. Ob das über Gehorsam passiert oder der Hund eben (wie meine Mädels) ein passendes Grundwesen hat, ist egal.

    Danke für die Erklärung. =) Schon interessant wie unterschiedlich das die Richter bei den Rassen handhaben.