Ich wurde gerufen und da bin ich.
Hier lebt ein 4 jähriger, unkastrierter KHC Rüde namens Loki.
Sie erzählte erstmal, dass Ihre zwei so sensibel waren, dass, wenn sie zB mal kurz wg irgendwas fluchte, sofort den Raum verlassen haben und beleidigt waren.
Charaktersache und auch Bindungssache, finde ich. Loki ist sehr auf mich fixiert und ja, wenn ich fluche oder schimpfe, geht er weg oder beschwichtigt. Schimpft oder flucht mein Mann oder jemand anderes, ist es ihm wurscht. Bei ihm ging es schlicht um die "Mama".
Es gibt von super sensibel bis zum Büffel alle Ausprägungen bei den KHCs. Ich kenne einige, die in Kinderheimen/Krankenhäusern Besuchshunde sind und die haben ein Nervenkostüm wie ein Panzer.
Ihre waren beide sehr empfindlich, was den Magen anging und haben, wenn sie nüchtern waren, ständig gebrochen.
Jain.
Bei den KHCs sind Magen-Darm-Geschichten schon verbreitet aber mit dem passenden Futter durchaus ohne Probleme. Also ständiges Erbrechen bei Nüchternheit höre ich jetzt das erste Mal.
Rasante Futterumstellung verträgt Loki nicht, genau wie einiges an Softfutter. Aber sonst, keine größeren Probleme.
Der Rüde hat sich gar nicht anfassen lassen, von der Familie wollte er auch nicht gestreichelt werden.
Charaktersache.
Es gibt Kuschelhunde und es gibt keine Kuschelhunde. Loki liegt bei mir nur Kontakt, ruhig neben mir liegen ohne großes Antatschen ist super. Wenn ich ihn ständig streichel oder anfasse, geht er auch weg.
Bei meinem Mann liegt er am liebsten quer über den gesamten Körper. 
Die Hundeschule musste sie abbrechen, da der Geräuschpegel und die Leute die Hunde nur gestresst haben.
Erziehungssache. 
Ich habe Loki auf Ausstellungen ausgestellt, ich bin im Verein und laufe sogar Turniere mit ihm. Gar kein Problem. Wenn man es von vorne herein richtig aufbaut, ohne Probleme machbar. Ich kenne viele KHCs im Sport - nie ganz oben dabei aber immer solide Leistungen - und noch mehr Hunde aus der Show und da ging es an unserem Ring immer sehr ruhig und entspannt zu. Mal ein Kläffer dabei, klar, aber sonst, eher sehr entspannte, konzentrierte Hunde.
Der KHC ist halt ein Hütehund light. Nicht vergleichbar mit einem Border Collie aber dennoch noch Hütehund. Er soll sensibel - nicht huschig oder ängstlich - sein, er soll auf seine Menschen reagieren und er soll schnell und leicht motivierbar sein. Es liegt in der Aufgabe des neuen Halters die ganzen Anlagen in die richtige Richtung zu lenken.
Ich empfinde die Kurzen als "einfache" Rasse wenn man mit dem Hütigen klar kommt. Wenn man vorher Molosser gewöhnt war, könnte die Umstellung schwierig werden.
Es sind "immer mit dabei" Hunde, die wollen bei ihren Menschen sein und machen eigentlich jeden Scheiß mit wenn man es ihnen richtig verkauft. Sie vertragen keine harte Hand, da machen sie zu und weichen aus. Wie die meisten Hunde, liebevolle Konsequenz und es klappt. 
Sie meinte, sie wären schon häufiger schwierig im Training und hätten oft mehr Probleme mit dem Jagdtrieb (v.a. im Vergleich zu den langhaarigen Vertretern).
Ja, der Jagdtrieb ist höher als beim durchschnittlichen LHC aber durchaus trainierbar wenn man es frühzeitig anfängt. Wenn man es natürlich lustig findet wenn der 4 monatige KHC einem Vogel hinterher läuft und nicht dagegen trainiert, darf man sich nicht wundern wenn der 2 Jährige dann dem Reh nachgeht. Das ist jetzt nicht auf Lucky Paws bezogen sondern das sehe ich oft auch bei anderen Rassen.
Der KHC ist - bis auf wenige Ausnahmen - schon etwas spritziger als der LHC aber wenn man das mag, ist es eine tolle Rasse. 