Nino wurde schon öfter angegriffen. Er und ich sind gleichermaßen traumatisiert. Ich merke das ich an Sicherheit gewinne, weil ich schon 3 Hunde abwehren konnte und zwei meinten es bitterernst.
Der Angriff der Schäferhunde (Erwachsener und Junghund von 9 Monaten) war aber der Schlimmste. Die haben sich ohne Leine sofort auf Nino gestützt. Es war die lange Einfahrt zu 5 Reihenhäusern wo ein Hundekumpel wohnt, die Schäferhunde leider auch. Ich weiß nicht wie ich es gemacht habe, mein Schock macht irgendwie die Erinnerung so verschwommen.... Ich hatte den älteren Schäfi irgendwann am Halsband. Man wächst anscheinend über sich hinaus. Der Hund wiegt 45 kg, ich 55kg und man hatte mir zwei Wochen zuvor ein Netz in Briefumschlaggröße in den Bauch operiert, ich konnte nicht mal aufrecht gehen. Ich weiß nur wie Nino schreiend da hing und nicht weg kam, ich mittendrin die Hunde am treten, wegdrücken und Josie die erst flüchten konnte und dann zurück kam, sich dazwischen schmiss mit ihren 7 kg. Die Umstände das dem Schäfi der halbe Unterkiefer wegen Krebs fehlt, mein Eingreifen und das Dazukommen von Josie, dieses ganze Gewusel muss Nino gerettet haben. Nino konnte flüchten als ich den großen am Halsband hatte, zeitgleich kam Herrchen. Da bin ich los Nino hinterher, der hinten immer wieder weg klappte. Ich dachte das war es. Habe ihn eingesammelt, Josie kam mitgerannt und ab in die Klinik. Ich muss gefahren sein wie irre, Elmshorn-TK Quickborn- 20 min. Wir hatten Glück, nur Bisswunden am Hals aber nicht mega heftig. Kurze Zeit danach erbrach er Blut im Urlaub, akute Pankreatitis und dieser Gerinnungstest war erst so: ihr Hund kommt nicht durch, oh doch, ab an Tropf. Vermutlich wurde die Pankreatitis durch die Wucht der „Stöße“ des Angriffs ausgelöst. So von der TK vermutet, vorher war nie was.