Meine Frage also eher, da ich für mich selbst immer hadere, ob Präsens stimmig sein kann: wie fühlt sich das bei euch an? Oder völlig Buch- und Erzählstil-abhängig?
Präsenz fühlt sich für mich immer richtig an, wenn gezeigt wird statt erzählt. Dann wäre jede ander Zeit unlogisch. Wenn mehr erzählt als gezeigt wird (was ich aber oft mühsamer zu lesen finde, weil es so viel Abstand zum Geschehen schafft), finde ich es oft besser, wenn die erzählten Teile wirklich im Nachgang erzählt werden und so die Ebenen klar getrennt sind.
Oder anders gesagt: es kommt darauf an, wie der implizite Leser die Geschichte sieht. Erlebt der Leser das Geschehen mit (quasi als lesender Beobachter), dann Präsens. Präterium/Perfekt schaffen dagegen zusätzlichen Abstand.