Beiträge von Selkie

    Was versteht ihr denn unter: hat mein Hund mir verziehen?

    Ich verstehe darunter, dass der Hund zwar durch meine Fehler erst in eine völlig falsche Richtung geschubst wird oder sogar unfair behandelt wurde aber dass das weder das Verhalten des Hundes noch unsere Beziehung nachhaltig schädigt. Also dass der Hund bereit ist sich auf mich und meine Wünsche einzulassen, sobald ich das angemessen kommuniziere.

    Welche Fehler mir meine Hunde verziehen haben? Alle! :herzen1:

    Habt ihr auch mal einen falschen Trainingsansatz gewählt, der euch hättet ihr ihn weiter durchgezogen viel Ärger bereiten würden? Habt ihr Dinge in der Erziehung gemacht, die im Nachhinein betrachtet mega blöd waren für den Hund und er es trotzdem "verziehen" hat?

    Aber sowas von. :tropf: :see_no_evil_monkey:

    Als meine erste Hündin einzog, hatte ich mich monatelang gründlich vorbereitet, viel gelesen und viel gelernt. Dass ich mir aus den Büchern nur Unbrauchbares rausgezogen hatte und von genau den falschen Menschen gelernt hatte, musste die Motte mir dann mühsam beibringen. Und gerade weil ich so gründlich vorbereitet war, hat es lange gedauert, bis ich begriff, dass ich vor allem gelernt hatte, wie es nicht geht. :verzweifelt:

    Sie war so geduldig mit mir und hat mir wirklich den ganzen Mist verziehen. Was heißt "verziehen", sie hat den Mist komplett ignoriert und sich voll und ganz auf die hilfreicheren Ansätze konzentriert. Klar, an ihren beiden Schwachpunkten hätte ein weniger fehlgeleiteter Anfang vielleicht mehr erreicht. Wer weiß.

    Nun sollte man meinen, dass ich mit dieser Vorgeschichte bei Dina weniger Fehler gemacht hätte. OK, weniger als mit Motte waren es wohl. Aber immer noch mehr als genug und trotzdem hat das ungeduldige Hibbelfaultier sich genauso so toll in mein Leben eingefügt.

    Oh. Autonomiephase ist bei KI noch schwieriger als bei Kindern? Dann will ich mich damit lieber nicht näher befassen.:fear:

    Ich kenne KI nur in der frühesten Embryonalphase, da löst man Probleme auf eher drastische Art. :pfeif:

    Egal, wie ausführlich ich promte. ChatGPT ist heute sehr ungehorsam :skeptisch2:

    Und wenn du die KI an die Hand nimmst und sie Schrittchen für Schrittchen da hin führst?

    1. Zeig mir einen Kackhaufen. (Evtl nachbearbeiten, wenn der Haufen nicht passt.

    2. Mach eine Schleife drumrum. (Nachbearbeiten!)

    3. Durchstreichen. (Du weißt schon... nachbearbeiten)

    Wenn die KI sich benimmt wie ein Kind in der Autonomiephase, muss man sie möglicherweise auch so behandeln. :pfeif: |)

    Die einzige mir bekannte Alternative ist das Körperband aus dem TellingtonTouch. Aber das wirkt anders (eher für bessere Körperwahrnehmung durch leichte Berührung) und es ist vermutlich noch schlechter mit dem Geschirr kombinierbar als das Thundershirt.

    Vorsicht Klugscheißerle

    das mit tun ist halt auch regional.

    Bei uns ist das absolut üblich, wurde uns in der Schule verboten, man tut nicht tun!.

    Halt ist auch regional, im Norden hiesse es eher eben

    Das bezieht sich aber auf "tun" als Hilfsverb. Das gibt es im Hochdeutschen nicht, nur in Regio- und Soziolekten. Tun als Hauptverb ist aber auch im Hochdeutschen völlig OK.

    Sprich: man kann das tun. ("Tun" ist Hauptverb) Aber man tut nicht dürfen. ("Tun" ist Hilfsverb).

    Möglicherweise ist das Wort genau deshalb fast völlig verschwunden: weil wir im normalen Sprachgebrauch nicht erst nachdenken wollen, ob das jetzt die ein Hilfs- oder Vollverb ist und es deshalb lieber gleich ganz weglassen. Irgendwie ist es witzig, dass der "falsche" Gebrauch sich hartnäckiger hält als der "richtige".