Puh ... wo fange ich an?
Ich sag mal so: Wenn ich das Scheitern nicht vorher schon gut gekonnte hätte, mit Dina hätte ich es gründlich gelernt. 
- Rückruf.
Das Prinzip hat Dina schnell verstanden, sie ist ja nicht dumm. Was ich ihr nicht beibringen konnte, ist, dass dieser Rückruf das Wichtigste auf der Welt ist. Wenn sie grad was angefangen hat, dann macht sie das fertig. Basta. Insbesondere, wenn es sich um möglicherweise Fressbares handelt, was zu Punkt 2 führt:
- Fressbares liegen lassen oder sich gar auf Aufforderung davon abwenden.
Kann Dina nicht. Hält sie für physiologisch unmöglich. Fressbares ausspucken geht gar nicht. Ich kann sie nur körperlich wegholen oder ihr im Zweifel alles aus der Schnauze holen - das hat sie gelernt, obwohl ich das anfangs für das viel größere Problem hielt. 
- Stubenreinheit. Also zuverlässige Stubenreinheit.
Da war ich mit meiner ersten Hündin sowas von verwöhnt. Die hat nur in die Wohnung gemacht, wenn es gar nicht anders ging, also nur, wenn ich nicht erreichbar war und ein Durchfall explosionsartig raus musste. Ich kann mich tatsächlich nur an einen einzigen derartigen Unfall erinnern. Wie unendlich wichtig ihr das war, habe ich erst begriffen, als ich ihr wegen einer Inkontinenz ein Höschen anzog und an Tag 2 größere Einlagen kaufen musste, weil es keineswegs nur um ein paar Tropfen ging, wie ich dachte. Die hat sich solche Mühe gegeben, nur ja keinen Tropfen Urin in die Wohnung laufen zu lassen.
Dina ist da anders. Was muss, das muss und wenn ich ihre leisen Hinweise nicht beachte, dann macht sie halt. Das hat zwar dafür gesorgt, dass Dina endgültig nicht mit zu anderen Menschen in die Wohnung kommen kann, weil ich dort ihre allgemeine Aufregung nicht von "ich-muss-mal"-Unruhe unterscheiden kann. Aber wenn ich daran denke, was meine Motte sich selbst abverlangt hat wegen "bloß nicht ins Haus machen", dann finde ich Dinas relativ entspannte Einstellung zu dem Thema tatsächlich besser.
Kekse fangen kann sie auch nicht. Apportieren sowieso nicht. Schwimmen hat sie erst recht nicht gelernt, Wasser ist eh nicht ihr Element. Also eigentlich habe ich Dina fast nichts beigebracht, jedenfalls nicht die Dinge, die ich eigentlich vor hatte... Wir hatten anfangs viel mit Impulskontrolle, Ruhe lernen und "Alltag im Haus" zu tun und dann hatte ich begriffen, dass Dinas Hobbies sich weitgehend auf Fressen und Schlafen (in der Reihenfolge) beschränken. 