Beiträge von Cinderella1987

    Naja es gibt von den Gemeinden hier vorgaben, wann die Tiere zum Landschaftsschutz auf die Weide dürfen. Und bei der Witterung zur Zeit ist es einfach untersagt. Macht aus landwirtschaftlicher Sicht auch SInn, die Weiden müssen für den Sommer ruhen und die Pferde, gerade mit Eisen würden wahnsinnig viel kaputt machen.

    Mal davon abgesehen würde ich wegen Atypischer Weidemyopathie und später dem einschiessenden Grases mein Pferd eh nicht auf die Weide stellen wollen. Vom Rutschen im Matsch und daraus resultierende Unfälle kann ich auch verzichten. Ganztägig Bewegen sollen sie sich, dazu immer Fressen haben, damit die Darmperistaltik nicht aussetzt, kann die Motivation also verstehen. Für mich ist nur die Wiese nicht das Allheilmittel.

    Unsere Pferde stehen tagsüber gemeinsam aufm Paddock mit Heu und nachts in der Paddockbox. Zum Teil auch in Laufställen zu zweit oder viert oder im Offenstall. Wieviel Bewegung das eigene Pferd hat, liegt ja am Besitzer. Nur ganzjährig Weide, wäre nicht mein Mittel der Wahl. Schön spritzig ist (war) meiner immer, das leigt aber nicht an der Haltung. Und er konnte auch gut mal ein paar Tage stehen. Hatte ja Bewegung!

    Meiner Meinung nach muss ein Pferd in seinen Grundbedürnissen befriedigt werden (Bewegung, Futter und Wasser und Artgenossen) und das am besten 24 Stunden. Deshalb käme für mich eine Haltung mit Box nicht in Frage, wenn es nicht sein muss. Hengste sind im Deckeinsatz nunmal nicht anders zu halten.

    Ein verschwitztes Pferd gehört im Schritt bewegt bis der Schweiß nicht mehr auf der Haut ist sondern nur noch die oberen Harre Bass sind. Bei milden Temaperaturen kann es auch mit der Abschwitzdecke Auf eine Auslauf oder eine Wiese.

    Ein verschwitztes Pferd so hinstellen das es sich nicht bewegen kann sprich in die Box ist nicht gut ob nun mit türauf oder ohne.

    Genauso hab ich es uach gelernt.

    Meine verschwitzten Pferde und auch die Hengste auf Station wurden OHNE Decke bewegt, bis sie auf der Haut trocken waren und danach wurden sie mit Decke hingestellt wohin sie auch gehören. Egal ob Zug oder nicht. Ich hab noch NIE irgendwo gehört, dass ein Pferd so geschützt werden muss. Ist in einem Stall mit Paddockboxen ja auch nicht machbar. Aber gut, jeder wie er mag!

    Dann lieber wälzen lassen und angeschwitzt raus stellen. Ich hatte aber auch nie Pferde in der Box. Selbst unsere Hengste hatten immer große Paddockboxen.

    Ich seh das wie Lionn, hier kommt erstmal kein neues Pferd. Reiten kann ich überall und die Kosten möchte ich nicht nochmal haben. Genauso wie die Verantwortung.

    Und als nächstes sind die äußeren Umstände für mich ein Thema. Immer schlechtere Ernten machen unbezahlbare Heupreise. Je nachdem wo man wohnt, wäre für mich der Wolf ein Thema. Immer mehr Flächen werden zu Feld, klar die Ernten werden auch da geringer. Dazu kommt, dass mein Bedürfnis nach sinnvoller Pferdehaltung teuer ist. Ich hab locker 600 Euro im Monat gezahlt, all inklusive. Und das wird ja eher mehr als weniger. Aber da möchte ich keine Kompromisse machen. Das Tier lebt ja nunmal so und ich bin nur täglich ein paar Stunden da.

    Und auch wenn Du sagst, Du möchtest nur tüddeln und machen: Mach mal ein paar Winter ohne Halle, am besten noch ohne Licht und fliessend Wasser. Oder im Matsch. Viele Offenställe sind gut befestigt, genauso viele aber nicht. Und Matsch hört sich nicht schlimm an, ist es aber.

    Also lieber mehr investieren und ein glückliches gesundes Pferd haben! Das ist ja nunmal Deine Freizeit und die möchte man sich ja nicht durch äußere Umstände ruinieren lassen.

    Ich hab mein Pferd jetzt 20 Jahre. In der Zeit stand ich im Offenstall, im Pensionsstall mit Vollpension oder Mithilfe und jetzt zum Schluss im Selbstversorgerstall. Wobei wir uns die Arbeit teilen. Ich kenn tatsächlich also alles. Auch zu allen Preisen.

    Ich kann Dir nur raten, Dir genau zu überlegen was Du willst und wieviel Zeit und Geld Du investieren magst.

    Also willst Du reiten und bezahlen oder willst Du versorgen und weniger reiten. Im Pensionsstall, mit Vollpension oder selbst misten, reitet man deutlich mehr, oder hat mehr Zeit mit dem Pferd. Die Infrastruktur ist besser. Man bezahlt halt Betrag X und dafür muss man aber auch Vertrauen haben. Wenn hier in unseren Ställen einer anfängt mit Heuanalyse oder Bodenproben und ich nenn es mal "nervig" werden, wird er sich über kurz oder lang einen neuen Stall suchen müssen. Dafür hat kein Stallbetreiber Zeit und hier sind die Ställe voll. Also ist er auch auf den einzelnen nicht angewiesen. Ich denke man nimmt viel hin, den Pferden geht es hier in der Regel in den Ställen aber auch sehr gut. Und den perfekten Stall gibt es nicht. Dann muss man es selbst machen.

    Jetzt im Selbstversorgerstall reite ich nicht mehr soviel. Das Pferd ist 24. Er steht in der Gruppe und wir haben das "ordentlich" Reiten aufgegeben. Wir haben einen kleinen Platz, da wird er fit und flexibel gehalten. Also gesund geritten. Aber er muss nichts mehr lernen und der Trainigszustand ist ein anderer. Aus 6 Tage die Woche was tun, ist max vier Tage bummeln geworden. Und er ist so glücklich. Ich dafür hab jetzt Arbeit. Misten, Zäune ziehen, Wasser fahren, Mistentsorgung und Heulieferung planen usw. Zum Glück bin ich nicht allein und ich mach eher nur die täglichen Sachen. Dafür ist es echt günstig, also preislich gesehen. Wir haben Strom, aber kein fliessend Wasser.

    Also mein Tipp:

    Überleg Dir, was Du willst und was Du zahlen kannst. Je nachdem stehen Ställe zur Verfügung und du benötigst Wissen.

    Mit größerem Budget sind es Vollpensionsställe. Dann lernst Du im täglichen Umgang und musst einfach vertrauen. Ändern kann man eh nicht viel. Du hast aber die Chance mit der Zeit Dir Wissen anzueigen und zu erlernen, was genau Du Diir für euch vorstellst.

    Ist das Budget kleiner, dann bist Du viel näher an der Versorgung und wirst von dem Alltag und Deinen Mitmenschen wahrscheinlich am meisten lernen. Trotzdem brauchst Du dann ein Vorwissen um das leisten zu können, was dann gemacht werden muss.

    Und davon ganz ab, die Theorie ist eh immer anders als Dein Pferd es sein wird.

    Es gibt soviele Kurse und Bücher und und und. Das sieht jeder anders und jeder macht es anders. Ich behaupte, jeder muss seinen Weg dabei finden!

    Ich krieg das mit dem zitieren mit dem Handy nicht hin.

    Verklebter Vinyl liegt fest,man kann aber Teile rausschneiden wenn man muss. Klickvinyl kann in alle Richtungen rutschen, es ist nicht dicht bei Flüssigkeiten und wenn sich Hohlräume bilden,kann es knacken und das macht mich wahnsinnig. Also wenn man drüber läuft und man hört es knirschen.

    Man kann das verkleben selbst machen, haben wir auch und es war nicht besonders anspruchsvoll

    Hier heißt es „und lauf“ wenn er aus dem Fuß freigegeben wird.


    Am Pferd haben wir andere Kommandos.

    Es heißt Bleib bei mir, statt Fuß. Er darf selbst entscheiden auf welcher Höhe vom Pferd er läuft. Zwischen Schulter und Schweif ist alles ok. Im Schritt darf er sein wo er will. Beim Antraben kommt das Kommando „aufpassen“ und er sortiert sich hinter dem Pferd ein und das ist die oberste Regel. Schnalzen und Brrrr geben Geschwindigkeit an. Sind wir durchpariert gibt es ein weiter und er darf wieder laufen wo er mag.

    An der Leine ist er nur wo Leinenpflicht ist oder wir andere Hunde treffen. Ich leine bei Sicht immer an und dann wieder ab. Am Pferd läuft er immer frei. Das ist mir zu gefährlich. Klappt aber auch zu 100%. Selbst bei unschönen Begegnungen.


    kann das gern mal filmen wenn es wen interessiert :smile:

    Ich find es total spannend, dass es soviel Gedanken zum Freilauf gibt. Bin da total naiv dran gegangen. Hab ihn halt abgemacht und gut war’s. Ist es wirklich so, dass der Hund nicht vor dem Halter laufen soll? Wegen irgendeinem Rudelding? vielleicht hatte ich einfach Glück und habe einige Dinge intuitiv richtig gemacht, mir war nicht bewusst, dass Freilauf soviele Regeln hat. Ich lese jetzt mal nach, wieviele dieser Regeln wir haben, ohne es zu wissen und welche Regeln wir vielleicht noch brauchen.