Mich in Ö betrifft die GOT ja nicht und aufgrund einiger beruflichen und privaten Umstände sind meine Tierarztkosten - Ausgenommen ganz spezielle Sachen wie MRT oder Zuchtröntgen - immer auf der minimalistischen Seite. Das und der Umstand, dass ich keine für mich passende Versicherung gefunden habe - ähnlich wie tinybutmighty sehe ich bei den Vertragsbedinungen durchaus ein Kündigungsrisiko bei Schadensfällen - haben meine Hunde keine Versicherung.
Drei (große) Hunde finde ich nun mit den sonstigen Kostensteigerungen auch nicht optimal und werde wohl in Zukunft eher nur mehr zwei haben.
Ich habe zusammen mit meinem Lebensgefährten durchaus besprochen, welche Behandlungen wir für welchen Hund (nicht) machen würden und da ist nicht nur allein der Kostenfaktor ausschlaggebend. Meinen Nextic würde ich niemals in einen Rolli stopfen, der wäre da nicht glücklich.
Beruflich muss ich sehr oft Entscheidungen über Tierleben treffen, durchaus auch mit dem Kostenfaktor im Hinterkopf, weil ja noch andere Tiere da sind. Das ist nicht schön und manchmal schwer zu verarbeiten. Ist es aber auch für den Tierarzt und ich bin dankbar, wenn man das ehrlich ansprechen und drüber reden kann. (Und da geht es nicht um Kleinigkeiten, aber durchaus behandelbare Sachen: Beckenbruch-Katze. Operieren oder Euthansie? Parvo-Kitten in schlechtem Zustand: Euthanasie oder probieren wir es? FIP-Katze: Theraphie ja/nein, Zahnkaninchen mit Abszess - OP oder Euthanasie?)
Und ja, ich freu mich, wenn "meine" Tiere dann eher kostendeckend abgerechnet werden als gewinnbringend, erwarten tu ich es aber nicht.
Geärgert hab ich mich tatsächlich nur einmal - über die 128€ Katzeneuthanasie in der regulären Sprechstunde, für eine Katze, die wir sterbend in die Praxis gebracht haben auf behördliche Anweisung.