Ich hatte 6 Jahre lang eine TWH-Hündin, auch wenn ich sie sehr gern hatte, wird hier vermutlich nie wieder ein Wolfhund einziehen.
Serij war dabei gar nicht so "schlimm",sie konnte halbwegs allein bleiben, hat eigentlich nie großartige Zerstöranfälle gehabt und im Alltag war sie Recht unauffällig und konnte auch gut ohne Leine existieren.
Dafür war sie ein totaler Einmann-Hund, mein Freund hat Jahre darum gekämpft, dass sie sich von ihm betreuen hat lassen und sie hätte ihre Argumente dagegen auch mit den Zähnen durchgesetzt.
Fremdbetreuung war bis zum Ende nicht möglich, entweder sie wäre geflüchtet und wenn das nicht gegangen ist (Zwinger) hat sie geheult. Und glaub mir, die können irrsinnig laut heulen und sehr ausdauernd, der Hundepensions-Besitzer hat mir nahe gelegt, sie bitte, bitte doch nur niemals wieder zu bringen, wenn es kein absoluter Notfall wäre.
Zum Thema Artgenossenunverträglichkeit brauch ich dir bei drei Dobis eh nichts erzählen, wobei ich mich schon Frage, warum du einen Wolfhund haben möchtest, wenn du aus der Gebrauchshundeecke kommst.
Auch wenn es ein paar TWH gibt, die mehr oder weniger gut im Sport geführt werden (richtig liegen tut ihnen eigentlich mantrailing) kannst du auch einen TWH wie meine Serij erwischen, die auf Hundeplatz gar keinen Bock hat.
Gesundheitlich gibt es bei der Rasse durchaus auch einige Probleme (Epi), ich denke auch, dass der Trend zu immer größeren Hunden sich sicher auch negativ auf die Gesundheit der Gelenke auswirken wird.
Ich würde mich aber an deiner Stelle auch beim Tamaskan umsehen, ja, ist keine anerkannte Rasse, aber ich finde, da steht ein recht fundiertes Zuchtprojekt dahinter und wenn mein Herz für nordische Hunde schlagen würde, wäre vermutlich jetzt ein Tamaskan eingezogen.
Ich möchte die Jahre mit Serij nicht missen, sie war ein toller Hund und ich hätte mir so gewünscht,dass wir noch sechs Jahre zusammen gehabt hätten, aber wenn ich ehrlich bin, mein Leben ist ohne sie definitiv unkomplizierter geworden.