Beiträge von Enterprise

    Ich könnte mir zwei Dinge vorstellen: 1. ungewohnte Umgebung (so lange war sie ja vorher nicht bei euch und hat daher vor allem bei euch gelernt, sich entsprechend zu verhalten) und 2. Stress, weil ihr nicht da seid.

    Seid ihr denn jetzt schon in Urlaub? Warte doch einfach, wie es bei deiner Mama läuft. Ich würde der Hündin jetzt nur nicht allzuviel hin und her zumuten.

    Klar hat es auch früher und in den vergangenen Jahren schon heiße Sommer und Naturkatastrophen - zum Teil auch bedingt durch El Nino - gegeben. Aber es ist doch eine klare Tendenz in der durchschnittlichen Erwärmung feststellbar und auch für die kommenden Jahrzehnte prognostiziert - selbst wenn wir jetzt alles mögliche tun, um dem Klimawandel doch noch in Maßen zu mindern.

    Mir fällt vor allem auf, dass es in den vergangenen Jahren nur noch zwei Jahreszeiten gibt: Sommer und Winter. Ein Dazwischen ist entweder sehr kurz oder gar nicht mehr groß spürbar.

    Wie wäre es denn, wenn du jemand suchst, der zu dir nach Hause kommt? Dann hättest du die FAhrerei nicht, könntest es steuerlich absetzen und Hund wäre in bekannter Umgebung. Müsste ja eigentlich nur zum Gassi gehen sein, möglicherweise kann euer Hund den Rest der Zeit allein bleiben?

    Jo. Katzen sind für Nemo auch Wild in extreme. Aber nur dann, wenn sie sich bewegen und/oder er sie bemerkt. Das ist das Gute bei Katzen: Die Freigänger laufen hier natürlich auch in der Stadt rum und meist seh ich sie weit vor Nemo, sodass ich einfach andere Wege gehen oder ablenken kann.

    @Mia2015 Federvieh interessiert Nemo schon sehr stark (wäre ja bei seiner Art auch eher merkwürdig, wenn nicht). Bei Enten, Gänsen und anderem Geviech muss ich stark mit ihm arbeiten. Ich glaube in dem Momemt war es eine Kombination aus Überraschung (bei Nemo), Glück (bei mir) und ein ganz klein wenig Trainingserfolg. Es war eben relativ zu Anfang eines Spaziergangs und wie hier mal eine Fori erklärte: Die Impulskontrolle verringert sich Stück für Stück, je länger man geht. Hat man da ganz gut sehen können.

    Wildgehege funktioniert bei Nemo auch nicht. Da hat er entweder Angst (Rehe, die sind ja auch ganz schön groß, wenn man ihnen so gegenübersteht) oder aber er hat kein Interesse. Das zeigt er auch nicht an.

    In Gebieten, wo ich allein mit ihm unterwegs bin und was er (noch) nicht so gut kennt, ist er eh an der Schlepp. Ich werde mal versuchen, das Training in einem Wald aufzubauen, wo er prinzipiell freilaufen darf. Wobei ich da nicht weiß, ob dort überhaupt Wild wäre - eher sind da Vögel.

    Und das mit der kurzen Leine im Wildgebiet und dann einfach mal abwarten ist auch keine schlechte Idee. Wobei die Rehe immer dann kommen, wenn ich nicht damit rechne. Wenn ich jemandem zeigen will, wie viel Wild da rumläuft, verstecken die sich frecherweise immer ;-)


    Aber da waren schon eine Menge gute Tipps dabei, vielen Dank!

    Also, wenn ich das richtig verstehe, suchst du im Prinzip so eine Art Nachbarschaftshilfe, jemand, der das "privat" macht - bzw. aufgrund deiner Anzeige darüber nachdenkt, das privat zu machen. Hmh. Ich würde mal bei einer der klassischen Dienstleistungsseiten (betreut.de etc.) schauen. Da kannst du dann wesentlich einigermaßen sicher sein, dass die Leute schon etwas Erfahrung haben. Bei solchen Vermittlern gibt es in aller Regel auch Auskunft darüber, ob man die Leute z.B. als Minijobber anmelden kann/muss.

    Also, soweit ich weiß, muss der- oder diejenige, die das dann gewerblich macht, doch auch bestimmte Sachkunde-Nachweise und Versicherungen nachweisen, oder? Köln wäre zu weit für euch? Ich komme ursprünglich aus der Ecke und könnte mich bei befreundeten Hundebesitzern gern mal erkundigen, was in eurer Nähe noch so zu finden wäre.

    Für mich würde es darauf ankommen, bei wem der Hund denn da nun genau bleibt: Handelt es sich um jemand, der das professionell anbietet, auch mit der entsprechenden Ausstattung der Unterkunft, Beschäftigung des Hundes, ggf. gemeinsam mit anderen Hunden? Oder ist es jemand, der das "nur" nebenbei macht und sich aus Hundefreundlichkeit um andere Hunde kümmert? (wobei das sicher auch eine Versicherungsfrage sein dürfte)

    Wir haben Nemo immer mal wieder in einer Betreuung untergebracht, wo noch andere Hunde sind, Haus und Garten sehr hundefreundlich sind und die Hunde auch gruppenweise ausgeführt und ausgelastet werden. Die Kosten variieren dort nach Größe des Hundes, wir zahlen pro Tag 35 Euro. Wir wohnen übrigens in einer Großstadt.

    Die steuerliche Frage verstehe ich nicht ganz: Willst du denjengien denn anstellen, als Minijobber? Oder meinst du, ob du das steuerlich absetzen kannst? Hundebetreuung ist als haushaltsnahe Dienstleistung steuerlich abzugsfähig, allerdings nur innerhalb deines Haushalts (und wenn von dort die Gassirunden unternommen werden).

    Ihr Lieben,

    vielen Dank für euren Input - ich merke, dass ich womöglich schon einige richtige Ansätze verfolge. Wahrscheinlich heißt das einfach für mich: In diesen Gebieten, wie auch dort erbeten, weiterhin Schlepp dran und am Waldrand noch mehr achtgeben. Vielleicht, vielleicht habe ich doch etwas übersehen gestern, womöglich war es aber tatsächlich auch das Ausnahme-Reh, das frecherweise mittags um halb zwei über den Feldweg gesprungen ist (und ich hab es wegen der Kurve nicht richtig sehen können).

    @miamaus2013 Das mit dem "ernstnehmen" bei Vögeln habe ich spätestens seit dem jüngsten Urlaub "drauf". Man sieht einfach, dass er in eine ganz andere Körperhaltung verfällt, das haben wir hier in der Stadt nur ganz selten (anfangs vielleicht noch bei Amseln und Eichhörnchen, das hat sich aber inzwischen gelegt). Ich bedanke mich trotzdem für jedes Anzeigen, also auch für das Anzeigen einer Amsel auf der Hundewiese, weil man ja in der Tat kleinschrittig anfangen und die Verknüpfung zwischen "Anzeigen und dann zu mir orientieren ist super" herstellen muss.

    Er schafft da auch schon einiges, neulich hatten wir bei einem Spaziergang am Flussufer auf der anderen Seite des Weges - also in nur wenigen Metern Entfernung - minimum 10 Wildgänse :shocked: . Die saßen bzw. liefen da einfach rum und ich dachte nur "ohgottohgottohgott". Nemo zeigte an, ich hab ihn dann absitzen lassen, er durfte kurz und ruhig gucken (war ja auch angeleint) und dann sind wir tatsächlich an lockerer kurzer Leine an den Wildgänsen vorbeigegangen. Da hat es natürlich Super-Leckerli geregnet.... :applaus:

    Aber auch hier die Frage: Wie genau hast du das mit Mia trainiert - "einfach" das Umorientieren belohnt oder noch etwas on top?

    @pauline31 Auch Nemo darf - aus den unterschiedlichsten Gründen - nur auf Wegen gehen. Die sind natürlich mal breiter, mal schmaler und mal nur schlecht zu erkennen. Aber einfach in den Wald reinstürmen darf er nicht, dann wird er zurückgerufen. So ist zumindest die gewünschte Theorie. Es gibt aber natürlich auch praktische Beispiele, wo das mal nicht funktioniert und er nicht beim ersten Ruf zurückkommt... Dann gibts die gelbe Karte und wenn es noch mal vorkommt, SL.

    @Lucy_Lou Das mit dem Abbruch für Alternative sehe ich genauso. Ein schlichtes Abbruchsignal, ohne die Möglichkeit, etwas anderes zu tun - also zum Beispiel sich zu mir zu orientieren, halte ich dauerhaft nicht für sinnvoll. (Um-)Orientierung belohne ich generell, auch da glaube ich, dass das kleinschrittige Aufbauen langfristig zum gewünschten Erfolg führt. Sprich, schaut der Hund mich beispielsweise an und geht an kurzer lockerer Leine neben mir, wird das belohnt. Bei Hundebegegnungen sind wir inzwischen soweit, dass er sich oft von alleine hinsetzt und mich im besten Fall anschaut. Ich bau dann immer mal wieder auch eine Mini-Target-Übung ein, um die Konzentration auf etwas anderes zu lenken. Das funktioniert in der Stadt, ob es auch in Wald und Wiese funktionieren würde, weiß ich noch nicht.

    @Rotbunte Jau, Wienerle und noch mehr Käse ziehen bei dem jungen Mann. Zufällig habe ich heute im Netz etwas über einen Super-Rückruf gelesen, wo als Kommando "Kääääse" benutzt würde. Richtig aufgebaut, würde das vielleicht auch bei Nemo (=GR) funktionieren :lachtot:

    @naijra Da hab ich wahrscheinlich doch noch Glück. Ich würde mal vermuten, dass das Rennen Nemos tiefste Passion ist (also natürlich ohne Wild) und dass das Jagen etwas ist, was wir im schlechtesten Fall managen können und im besten Fall trainieren können. Hoffe ich mal.

    Ich gehe mit entsprechend veranlagten Hunden (wobei ich da von Hütehunden rede und nicht von Vollblutjägern!!) ganz gezielt in der Dämmerung morgens/abends an Stellen spazieren, wo mit sehr viel Wild zu rechnen ist. Und übe ein, was ich an Verhalten erwarte. Damit fange ich beim sehr jungen Hund an, so dass das bestenfalls nie groß diskutiert wird. Ziel ist: Hund sieht Reh und kommt selbständig (!!) zu mir. Ist der Hund zuverlässig genug, darf er auch alternativ auswählen, zu glotzen.


    Grundlage ist Umorientierung mit klarem Ja-Nein-System, Impulskontrolle und ganz früher Beginn dieses Trainings beim Hund. Ich sehe es so: es ist viel schwerer, den Hund abzurufen, wenn er erst mal durchgestartet ist, voller Adrenalin und mit klarem Ziel, als den ersten Impuls zu ändern. Zudem übersehe ich Rehe auch leicht mal, da finde ich es sehr angenehm, die Hunde tun "von selbst" das richtige. Zur Not gehe ich aber auch täglich mit dem Junghund in Wildgebiete, bis das funktioniert (und noch mal: ich rede nicht von selbständigen Jägern, sondern in dem Fall von stark auf Bewegungsreize anspringenden Hütehunden). Hier funktioniert es jedenfalls so sehr gut.

    Die Bilder sind toll :cuinlove: :herzen1: So eine Art Training ist für uns leider nicht machbar, wir wohnen ja in der Großstadt und sind nicht täglich mit Wild konfrontiert (zumindest nicht diese Art :hust: ). Sprich wir haben so etwas nur am Wochenende und da sind die Rehe zeitlich "unberechenbar", wie bereits beschrieben. Die kommen unverschämterweise den ganzen Tag lang xD .

    Trotzdem würde mich interessieren: Wie trainierst du das denn? Spazierengehen zu diesen Zeiten mache ich ja auch, aber irgendeinen Trainingsansatz muss ich ja haben. Einen selbstständigen Jäger habe ich hier ja auch nicht, sondern ebenfalls einen Hund, der auf bewegliche Reize "anspringt".

    1mm die Nase höher... :D in die Luft schnüffeln ist oft schon zu spät. Im Zweifelsfall immer Leine dran, wenn es unübersichtlich ist.L. G.

    In dem Gebiet ist Leinengebot. Aber auch einen Hund, der an der 15-Meter-Schlepp Usain-Bolt-mäßig durchstartet, will man ja auch nicht wirklich haben. Da ich seinen Antritt kenne, konnte ich zumindest darauf noch reagieren.