Beiträge von *Sascha*

    Ob es in der Hundeschule "dran kommt" kann ich dir nicht beantworten, weil das natürlich von Hundeschule zu Hundeschule anders gehandhabt wird und sich in dieser Beziehung die Hundehalter auch nicht einig sind.

    Wie ich es handhabe habe ich schon in meinem ersten Beitrag geschrieben. Jedes ernsthafte Verteidigen einer Ressource führt unweigerlich zu ihrem Verlust. Knurren oder brummen ist dabei natürlich erlaubt und spätestens hier bin ich als Halter gefragt einzugreifen und den anderen Hund auf Abstand zu halten, denn das Schweineohr, welches mein Hund da kaut, das ist meins und somit bin ich auch in der Verpflichtung meinen Besitz zu verteidigen.
    Es erfordert allerdings ein bißchen Fingerspitzengefühl zu erkennen, wann ein Verteidigungsverhalten noch in Ordnung war und wann der Hund tatsächlich zu extrem reagiert. Wie gesagt, brummen und knurren würde ich nie mit einer negativen Konsequenz belegen, denn Knurren ist eine Warnung und Warnungen sind grundsätzlich positiv zu bewerten. Trotzdem sollte im Endeffekt darauf hingewirkt werden, dass der Hund auch das Knurren aus freien Stücken unterlässt Das darf und kann ich aber nur erreichen indem es für ihn keinen Grund mehr zum Knurren gibt, d.h. er muss lernen, dass er sein Schweineohr nicht verteidigen braucht, weil ich es für ihn tun werde.
    Eigenständige Verteidigung führt dagegen immer zum Verlust der Ressource.

    Zitat

    Hätte ja auch sein können, dass hier einer dabei ist, der die Ansicht vertritt, dass die Situation zwar in erster Linie durch die Schwester verschuldet war aber das Beissen nicht zwangsläufige Folge und daher vielleicht zu beobachten wäre.


    Ich z.B. :D
    Ich denke nicht, dass das Verhalten von Finn in erster Linie darauf zurückzuführen ist, dass er das Schweineohr für die Hündin vorkauen musste und sie es dann bekam. Ich denke eher, er wollte sein neues Schweineohr vor der Hündin verteidigen, die ihm beim Fressen bedenklich nahe kam. (Wahrscheinlich eben auch noch "mitbedingt" durch das gerade erlebte Wegnehmen des ersten Schweineohrs)
    Natürliches Verhalten ja, aber ein Verhalten an dem man arbeiten kann und sollte. Also ist es in der Konsequenz natürlich schon weiter zu beobachten und entsprechend entgegenzuwirken.

    Zitat

    Zur "Verteidigung" der Schwester sollte man vielleicht noch sagen, dass sie das mit dem Vorkauen immer so handhabt, aber eben sonst mit Ihren eigenen Hunden - da kaut dann der Schäferhund vor, der in diesem Fall nicht im Raum anwesend war. Und da gibt es auch keinerlei Probleme.

    Ich denke mal, dass sie das ganze Macht der Gewohnheit gemacht hat.


    Auch damit hätte ich persönlich kein Problem, aber der Hund muss eben bereits gelernt haben, das Mensch die Ressourcen besitzt und entsprechend verteilt und solange das nicht klar ist muss eben mit einem entsprechenden Verteidigungsverhalten des Hundes gerechnet werden.
    Wäre bei meinem Hund übrigens auch kein Problem, das mit dem Vorkauen ....

    Zitat

    Ich kenne Trainer, die fuchsteufelswild werden
    wenn man in der Gegenwart anderer Hunde seinem
    eigenen Wuff ein Leckerchen zusteckt.


    Das war ja der Aufhänger meiner Aussage.

    Ich definiere sicherlich auch keine Hundeschule nur über das ja oder nein der Leckerliegabe, wobei ich es natürlich schon als sinnvoll empfinde, wenn ich die Bestärkung für meinen Hund frei wählen kann und nicht schon durch gewisse Regeln da eingeschränkt bin.

    Womit ich mich aber trotzdem nicht abfinden kann ist diese obige Aussage. Ein Hundetrainer, der mir erzählt, dass man seinen Hund nicht in Anwesenheit anderer Hunde füttern darf (dabei auch noch fuchsteufelwild wird, d.h. es ist etwas wirklich Schlimmes ...), dem unterstelle ich, dass er seine bzw. die Hunde seiner Kunden eben nicht in diese Richtung erzieht und um so dem Problem entgegenzuwirken, sondern es als normal hinnimmt.

    Vielleicht interpretiere ich auch zu viel in diese Aussage hinein, aber normal fände ich einen Hinweis, dass es bei einigen Hunden damit Probleme geben könnte, wenn man den eigenen Hund füttert und man deswegen bei fremden freilaufenden Hunden vorsichtig sein sollte. In der Hundeschule bzw. im Kurs gehe ich davon aus, dass die anwesenden Hunde damit kein Problem haben bzw. der Trainer sonst darauf aufmerksam machen würde.

    Und zum Training: Na klar korrigiert man einen Hund mit starkem Futterneid nicht einfach nebenbei auf dem Hundeplatz. Deswegen muss natürlich auf dem Platz in der Gruppe auf einen solchen Hund hingewiesen werden und die anderen Halter müssen entsprechend ihr Verhalten anpassen.

    Dann verstehe ich das Problem jetzt aber auch nicht so ganz :???: , wenn sie sich gut abrufen lässt, dann ruf sie doch einfach ab, wenn sie mit ihren "Marotten" anfängt.

    Zum Umrennen im Spiel. Da bleibt dir nichts anderes übrig als immer wieder dazwischen zu gehen, wenn sie zu grob wird. Einfach kurz trennen und dann aber wieder zum Spielen entlassen.

    Zitat

    och Jana, bei mir gibts auch keine Leckerli. Da bin ich Konsequent. Und die Hunde wissen das erste mal um was es wirklich geht (ihn wird der Blick für das Wesentliche nicht "getrübt" :D ).

    Mache allerdings auch keine klassische UO.


    :D
    Ich hab doch kein Problem damit, wenn ohne Leckerlies gearbeitet wird.

    Aber die Aussage im Zusammenhang mit Futterneid :irre:

    Das kann doch nicht sein, dass ich meinem Hund kein Leckerlie geben darf, weil andere Hunde ihm das dann streitig machen und es deswegen dann Stress gibt! Wenn ein Trainer ein solches Verhalten unter Hunden auch noch unterstützt, indem er nicht daran arbeitet und es quasi als gegeben hinstellt, dann läuft da meiner Meinung nach etwas grundlegend falsch.
    Sicher ist es ein natürliches Verhalten, aber ein Verhalten an dem man arbeiten kann und muss.

    Wie lastet du sie denn sonst aus?

    Die Schleppleine ...
    Ich würde sagen: Jein.
    Sie kann euch sicherlich auf dem normalen Spaziergang und im Training helfen, da du mit ihrer Hilfe das Anspringen unterbinden kannst und den Hund damit zwingst alternatives Verhalten zu zeigen.

    Bist du deinem Hund körperlich noch gewachsen? Auch wenn er mit Anlauf in die Leine rennt?

    Schleppleinentraining würde ich dir auf jeden Fall empfehlen, denn nach deinen Schilderungen scheinst du Probleme damit zu haben, im Freilauf die Aufmerksamkeit deines Hundes zu bekommen um ausreichend auf ihn einwirken zu können.
    Den Thread von Fluffy zum Schleppleinentraining kennst du?

    Das Problem ist allerdings, dass du die Schleppleine beim Spiel mit anderen Hunden nicht nutzen kannst, weil dabei die Verletzungsgefahr zu groß ist. Das heißt, du solltest dann darauf achten kontrollierte Spielsituationen zu schaffen in denen dein Hund sich nicht zu sehr aufheizt. Auch solltest du vor dem Spiel mit den Haltern der anderen Hunde das Vorgehen für den Fall, dass dein Hund jemanden anspringen sollte, besprechen.

    Doch, das machen recht viele Welpen in dem Alter, ist eigentlich nicht weiter schlimm und sollte auch auf gar keinen Fall überbewertet werden.
    Die Kleinen probieren halt aus und entwickeln ihre Verhaltensweisen im Spiel.

    Trotzdem, das Aufreiten auf den Menschen oder auch einen anderen Hund ist auch unter Hunden eine Frechheit und sollte möglichst im Ansatz unterbunden werden. Also sollte der Welpe versuchen aufzureiten, sofort dazwischengehen und trennen, das ist als Reaktion völlig ausreichend und angemessen.

    Zitat

    Hier zum Beipiel !

    Gruß Jan


    Da ging es nicht um Staffs oder Pitts, sondern um alle Hunde, egal welcher Rasse. Meine Aussage war, dass Hunde sich im "Beuterausch" tatsächlich "festbeißen" und nicht mehr loslassen wollen bzw. können. Nichts rassespezifisches also ;)

    Und die Quelle? Eigene Erfahrung :D

    Zitat

    Anzuraten ist auch nicht, dem Hund einmal zu gestatten, das Bett oder die Couch zu benutzen, ein andermal aber nicht.
    Ein Hund braucht klare Linien und kann mit dem ständigen Hin und Her absolut nichts anfangen.
    Unsere Denkensweise ist dem Hund fremd!


    Für meinen Hund gibt es genau eine klare Linie:
    Was ich sage ist Gesetz und darüber wird nicht diskutiert.

    Und genau aus dem Grund habe ich auch keinerlei Probleme meinem Hund Privilegien zu geben und sie ihm ebenso auch jederzeit wieder zu nehmen.

    Ein Hund wird nicht "dominant", weil er auf das Sofa oder ins Bett darf, sondern nur, weil er es als sein RECHT ansieht.