Beiträge von *Sascha*

    Jeder kennt wahrscheinlich diese Situation, der Hund fühlt sich irgendwie nicht wohl und irgendwas scheint nicht zu stimmen. Bei manchen Dingen kann man noch abwarten, bei anderen ist möglichst sofort der Tierarzt aufzusuchen ...

    Dabei stellt man sich immer wieder die Frage, reagiere ich jetzt über und störe unnötiger Weise den TA am Wochenende mit dieser Lapalie, hat der Tierarztbesuch noch bis morgen Zeit oder muss ich mir dringend heute noch frei nehmen?

    Ganz Wichtig!
    Im Zweifel lieber 10x zu früh, als dieses eine Mal zu spät!
    Häufig hilft dem besorgten Hundehalter auch schon ein kurzer Anruf, der dem TA bei Fehlalarm relativ wenig Zeit kostet, dem Hund aber vielleicht im Ernstfall das Leben rettet.

    Immer wieder sieht man auch hier im Forum wie unsicher sich viele Hundehalter bei der Einschätzung der Symptome sind und häufig die Gefährlichkeit falsch einschätzen.
    Also bei welchen Symptomen sollte man aufpassen, welche Symptome zeigen einen echten Notfall an?
    Ich habe mal versucht eine kleine Liste aufzustellen.
    (Ergänzungen und Korrekturen werden jederzeit dankbar angenommen ;) )


    Was ist ein Notfall

    - blutende Verletzungen, die größer als 2cm sind und nach 10 Minuten immer noch bluten

    - plötzlicher stark wasserartiger Durchfall

    - Erbrechen oder Durchfall länger als ein Tag

    - oftmaliges Erbrechen und seit Stunden kein Kotabsatz

    - plötzliches Würgen ohne Erbrechen

    - plötzliche Atemnot oder eine pumpende oder röchelnde Atmung

    - plötzliche und starke Lahmheit, die nach 2 Std. nicht besser wird, Schmerzen bei der Berührung der Pfote oder des Rückens

    - plötzlich auftretende Schwächezustände

    - starke Bauchschmerzen (harter, druckempflindlicher Bauch, gekrümmter Rücken), eventuell zunehmend ruhiger oder gar apathisch.

    - Krampfanfälle

    - Verbrennungen

    - Augenveränderungen

    - Lähmungen

    - Befall mit Fliegenmaden

    - Verklebungen des Fells mit diversen Stoffen wie Öle, Teer etc

    - Entzündete, sehr schmerzhafte Ohren , Kopfschiefhaltung

    - Fremdkörper in den Körperöffnungen, Ohren, Nase, Augen oder zwischen den Zehen

    - akute Schmerzen

    - schwankender Gang

    - bei Verdacht der Aufnahme giftiger Substanzen

    - bei Verdacht der Aufnahme von einem Fremdkörper (Ball, Quietschpupperl, Kastanie, Wolle, Garn, Nadeln, ...)

    - jeder Unfall (auch dann, wenn keine Verletzung zu sehen ist)

    Zitat

    Maulsperre ist für mich etwas anderes – Beißen und nicht mehr loslassen


    Und das würdest du sagen, macht kein Hund?
    Mir oder sagen wir lieber meinem Hund ist das auch mal passiert mit einem Jagdterrier ... hm
    Oder kann ich mich nur nicht mehr daran erinnern, dass sie da was verhakt hat :???:

    Zitat

    Haha, wenn Du davon ausgehst, dann kann meine Hündin ja noch gaaanz wenig, da Leckerlies zu unserem Alltag gehören. :D

    Finde ich aber auch völlig o.k., warum den jungen Hund nicht in allen Situationen belohnen (und sei es sogar mit Wiener Würstchen-Stückchen). Absetzen bzw. reduzieren kann man Leckerlies noch in den nächsten Jahren bzw. macht es ja ganz selbstveständlich nach und nach. ;)


    Belohnen, ja klar! Aber nicht mehr locken oder helfen ;)
    Wenn der Hund sicher auf ein Zeichen/Wort mit einer Handlung reagiert, dann "kann" er das Kommando, so sehe ich das :D

    Zitat

    Aber genauso sehe ich spielerisches Erlernen von Kommandos in diesem Alter. Der Anspruch an die Art und Weise der Erfüllung sollte, wie Du schon sagtest, auf später verlagert werden.


    Dann sind wir ja auf einer Linie ;)

    Ich vermute und beobachte nur, dass viel zu häufig, viel zu früh eine exakte sofortige Ausführung erwartet wird und man dem welpen eben dieses Probieren gar nicht zugesteht bzw. gleich unbedingt solange an jedem Kommando arbeitet bis es "sitzt".

    Naja, und wenn mir einer sagt sein Hund kann Sitz, dann gehe ich davon aus, dass er sich auf Zeichen/Wort sofort setzt und nicht erst noch das Leckerlie bzw. den Finger über dem Kopf braucht oder erst noch die Pfote gibt und sich kurz hinlegt :D
    Deswegen finde ich die Frage nach Kunststückchen und Kommandos bei einem Welpen auch so schwierig.

    Zitat

    Sehe ich genauso, aber dann mach doch mal einen auf. ;)


    Ich hab doch gar keinen Welpen mehr ... :D
    (Mein Interesse an einem solchen Thread also auch eher gering ...)

    Zitat

    Aber genauso können doch Kommandos die Kreativität in den erstn Wochen fördern. So habe ich es jedenfalls bei meiner erlebt und gemacht; ich sage etwas, versuche ihr auch noch die ein oder andere Hilfestellung zu geben, und es war ihr quasi anszusehen, dass sie intensiv grübelt, um mir mehrere Lösungen anzubieten bis ich endlich Juchhei rufe. :D


    Jein, denn Kommandos sollen ja dann irgendwann auch grundsätzlich befolgt werden, also dauert der Aufbau eines verlässlichen Kommandos doch verhältnismäßig lange und ich muss immer wieder an der gleichen Aufgabe arbeiten.
    Kleine Kreativitätsübungen kann ich dagegen jederzeit einflechten und fordern den Welpen jedesmal aufs Neue, ohne dass ich da einen Anspruch an die Art und Weise der Erfüllung haben muss. Er hat also viel häufiger die Möglichkeit an Problemlösungen zu arbeiten, weil das Ziel ja nicht die exakte Erfüllung der Aufgabe auf Kommando ist. (Natürlich kann man aus vielen dieser Übungen dann später ein Kommando entwickeln, darauf sollte aber nicht schon in der Welpenzeit hingewirkt werden, sonst wird es für den Welpen zu viel)

    Ich finde es ja gar nicht so schlimm, wenn der Welpe das ein oder andere Kunststückchen eben spielerisch schon erlernt hat.

    ABER:
    Was bitte soll ein Thread a'la "Wessen Welpe kann die besten und tollsten Kunststücke?"

    Nee, in dem Alter gibt es wirklich andere viel wichtigere Dinge. Warum immer diese Threads in denen es um Kommandos oder sogar Kunststückchen geht? :gott:

    Warum nicht mal ein Thread, in dem es um Umweltgewöhnung, Sozialisation (Hunde), die Benimmregeln in der Wohnung bzw. gegenüber Menschen oder den Bindungsaufbau geht?
    DAS ist wichtig in dem Alter!

    Ob der Welpe nun schon Pfötchen gibt ... was soll es, das bringt man einem erwachsenen Hund an einem Tag bei.

    Wichtig sind kurze Übungseinheiten, die die Konzentration beim Welpen verbessern und ihm innere Ruhe vermitteln und dafür finde ich Sitz und dann später Platz völlig ausreichend und geradezu ideal.
    Weiter finde ich Übungen wichtig, die die Kreativität des Welpen fördern und ihn geistig fordern, das kann das Suchen von Leckerlies sein, kleine Problemlösungen wie Leckerlie eingewickelt, Leckerlie unterm Schrank und muss mit der Pfote herausgeholt werden, Leckerlie unter Dose etc.

    Mein Welpe war mit diesen Dingen jedenfalls völlig ausgelastet.
    Zu viel zu machen bringt da meist nur Wirrwarr und verunsichert den Welpen. Lieber ein/zwei Dinge, die wirklich schon gut klappen als 10, die alle nur so halbverstanden wurden.

    Das stimmt.
    Deswegen hab ich ja auch in meinem ersten Beitrag schon geschrieben, dass man die Spaziergänge anpassen sollte, also lieber häufiger und kürzer. ;)
    Und ich habe geschrieben, dass es sinnvoller ist einen empfindlichen Hund einzupacken anstatt ihn zitternd und frierend stundenlang durch den Schnee zu jagen :D

    Trotzdem bleibe ich bei meiner Aussage, dass auch der Sofahund vor dem Kamin im Normalfall mit den Temperaturschwankungen gut zurecht kommt und die Witterungseinflüsse notwendig sind um seine "Widerstandsfähigkeit" zu erhalten bzw. zu stärken.

    Zitat

    Aber so ein dünnes Regencape für den Hund ist für mich dann doch noch etwas anderes und ich kann die Aufregung darum immer noch nicht ganz nachvollziehen. :D


    Es sollte halt ab und an mal (oder auch häufiger) Regen ans Fell kommen ;) :D

    Nein ernsthaft, es sollte halt wirklich die Ausnahme bleiben.