Beiträge von DarFay

    Wollte hier nur noch final aufklären, was ich nun gemacht habe: Aufgrund auffälliger Blutwerte habe ich die MMK im großen Profil noch nachgetestet. Babesiose positiv. Blutwerte passen auch dazu.

    Bei Dino (auch ein Rumäne) hab ich auf Anraten der TÄ nur mal auf Verdacht prüfen lassen, weil er komische Hautläsionen an der Nase und einen Knubbel am linken Hinterlauf hatte. Sie musste dabei und aufgrund seiner Herkunft direkt an MMK denken, also haben wir das testen lassen.

    Ergebnis: er hatte irgendwann mal Kontakt mit den Babesiose-Erregern, sonst weiter nix. Behalten wir im Kopf und ist auch bei all unseren TÄ in seiner Akte hinterlegt, falls doch mal was sein sollte.

    Ich (!) würde nicht unbedingt auf MMK testen lassen, wenn der Hund symptomatisch unauffällig ist. Wenn es Symptome oder Anzeichen gibt, die man nicht sofort zuordnen kann und/oder dabei an MMK denkt, dann würd ich testen lassen.

    Natürlich spricht nix dagegen, einfach mal gucken zu wollen.

    Was genau habt ihr dazu besprochen? Rein vom recherchieren bin ich trotz keiner akuten Symptome für eine Behandlung. Weil es spontan recht fies kippen kann und die Viecher einmal da, dort bleiben. Hast du Infos für mich, was ihr da besprochen habt? Nach Silvester besprech ich das Ergebnis erst in meiner Klinik.

    Ich werfe mal die klassischen Empfehlungen hier rein:

    • Welpenauslauf, in dem er nix kaputt machen kann (mit Ruheplatz, was zum Kauen und sonst nix)
    • Welpe sein lassen, also auch mal toben mit anderen Hunden und nicht nur Regeln, Regeln, Regeln
    • gefrorener Kong zum Schlecken und danach Ruhe (z.B. sowieso im Auslauf)
    • Routinen, wo er merkt, wann immer Ruhe folge (z.B nach jedem Kong im Auslauf)
    • positiver Tagesablauf, viel loben. Selbst mal zählen, wie oft man lobt und wie oft man schimpft oder etwas verbietet: Gute Laune und Lob sollte also stets überwiegen - entsprechend den Tag gestalten, um auch viel Gutes zu erzeugen (sonst entsteht die Frustschleife)

    Mit 13 entstand der Wunsch. Da ich aber MEINEN Hund wollte, wartete ich bis zum Auszug. Fing dann recht zügig an zu suchen (Tierschutzhund) und 3 Monate nach Auszug war sie da.

    Überfordert war ich trotzdem, denn meine Theoriesammlung nach vielen, vielen Jahren stellte mir eher ein Bein. :lol: Natürlich lief es nicht wie im Bilderbuch, was Verzweiflung brachte und das innere Bauchgefühl ausschaltete. Erst als ich das alles Beiseite schob und mehr nach Gefühl und mit Trainer vorging, lief es dann gut.

    Darum würde ich, wenn der Moment passt, eher nicht zu lange warten. Und nicht zu viel planen. (abgesehen von Themen wie "Alleinbleiben" mit Plan A, B und C sowie ein grober Plan, welche Rassen in etwa passend sind, um keinen extremen Wachhund oder HSH in einer Mehrfamilienwohnung zu halten.)

    Schade, dass die Freude dann wegen sowas getrübt wird. Ist doch verständlich, wenn man feste Rituale mit der Familie hat und die dann bei sowas nicht toll reagieren, dass das erst mal runter zieht. Wenn euer Verhältnis gut ist, glaube ich aber, ihr bekommt das hin und der Hund gehört irgendwann einfach mit dazu. Ein Welpe wird allerdings trotzdem nicht ganz einfach (und pinkelt vielleicht mal bei Mutti in die Bude oder beißt was an). Selbst wenn er später ein ruhiger Geselle wird. Da geht man dann leider gleich mal mit Druck in den Familienbesuch, anstatt sich gemeinsam zu freuen. Ich versteh dich gut.

    Mein Hund war auch spontan da und meine Eltern waren sofort sehr neugierig. Trotz ihrer Katze im Haus (die keine Hunde kannte) waren wir herzlich eingeladen. Ruckzuck waren meine Eltern verliebt und wollten sogar selbst einen Hund (blieben dann aber doch bei neuen Miezen und "borgen" sich meine Maus immer mal für einen Tag aus). Ich hoffe, das wird bei euch genauso schön.

    Meine Rumänin ist auch sehr terretorial. Die lässt da nichts anbrennen und ist auch stets hellwach und wäre in der Ruhe von 0 auf 100, wäre auf einmal was Fremdes los.

    Aber (!) es gibt Besuch und es gibt "Besuch". Menschen die man kennt und die öfter kommen sind langfristig kein Problem. Die erkennt sie irgendwann und hat sie als ok Besuch notiert. Der "Besuch" hingegen sind einmalige Kontakte wie Handwerker oder wechselnde Postboten. Die sind leider nie ok und hier heißt es Hund muss weg, falls die rein kommen.

    Also falls ihr eher Leute habt, die immer die gleichen sind, möchte ich euch Mut zusprechen. Das lässt sich langfristig sicher einigermaßen etablieren.

    Das ist ein guter Plan.

    Dann reduzieren wir die Dauer der Spaziergänge für die nächsten Tage.

    Ich weiß, es ist ein kleiner Schritt aber ich habe ihn vorhin in seinen Korb geschickt und bin mehrmals aus dem Zimmer und wieder rein gegangen und er liegt weiterhin ganz ruhig da.

    Das freut mich so!

    Viele Hunde stalken anfangs vermehrt nach einem Besitzerwechsel. Sie wollen alles mitbekommen und einschätzen (was lohnt sich, was nicht, was ist gefährlich etc.). Oft lässt das immer mehr nach. Einfach auch mal die Tür hinter dir schließen. Wiederkommen irgendwann und ihn nicht mal anschauen. Alles ganz normal eben. Das wird schon.

    Ich stelle immer wieder fest, dass Hunde (auf Pflegestellen) ganz anders sind, als wenn sie dann allein leben. Im Rudel sorgt allein schon die feste Struktur unter den Hunden meist für einen Rahmen, der begrenzt ist und den neuen Hund fast schon automatisch führt.

    Allein sieht die Welt ganz anders aus. Der Rahmen ist weg und wird vom Mensch gebaut. Hunde aus dem Ausland sind mit Menschen aber meist weniger vertraut als mit anderen Hunden. Schon das macht es komplexer. Der Hund muss meist erst lernen, sich auf Menschen zu verlassen.

    Habe hier auch meinen rumänischen "Anfängerhund" :lol: Sie hasst fremde Menschen und fremde Hunde. Würde in die Waden beißen, um den Fremdling wegzubekommen. Trotzdem habe ich es hinbekommen, dass sie Bürohund ist (in ihrer Ecke bei mir, Sichtschutz zu Besuch, keine Chance im Raum Kontrollpunkte zu bewachen, sie ist ganz unwichtig und ab vom Schuss - hat nichts zu bewachen da drin). Es geht, solange sie den Besuch nicht sieht oder ran kommt. Sonst startet sie gern mal die Aufgabe des Vertreibens.

    Bei Handwerkern zuhause gehe ich entweder Gassi und mein Freund klärt das mit dem Handwerker oder sie landet im anderen Raum (TV lauter an). Das Thema haben wir leider nie komplett wegbekommen. Sie kam erst mit 2 Jahren zu mir. Rumänen plus schlechte Sozialisierung = Management gefragt.

    Fremde Hunde verprügelt sie auch gern, falls diese aufmüpfig werden oder ihr was klauen wollen. Hier heißt es auch aufpassen.

    Ich selbst empfinde mein Wuttierchen mittlerweile als einfach. Wir haben unseren Weg gefunden. Sie hat ganz viele tolle und einfache Seiten, die ich sehr schätze. Ich würde sie wieder und wieder adoptieren. Unser Anfang war schwer, aber man wächst rein ins neue Leben.

    Rumänen sind meist einfach etwas anders. Misstrauischer, Lösung nach vorn gehend und dickköpfig. Kein Everybodys Darling. Aber glücklich in ihrer Familie. :herzen1: