Beiträge von DarFay

    Tatsächlich kenne ich kein Tierheim und keine Organisation, wo ein Hund bei 7-8 Stunden Alleinsein vermittelt wird. Das allein ist ein großes KO-Kriterium.

    • entweder du bietest Bürohund
    • oder teilweise Homeoffice
    • oder eine Hundetagesstätte

    Sehr, sehr viele Tierschutzhunde haben eine Alleinseinproblematik. Kläffen oder Zerstören. Das stört die Nachbarn und den neuen Besitzer. Zack muss der Hund SOFORT wieder weg. Was glaubst du wie oft Tierschützer sowas erleben. Retten in allen Ehren, aber leider bringt das garnichts, wenn dann 70% aller "geretteten" Hunden wieder abgeschoben werden. Da spricht auch einfach die Erfahrung der Vermittelnden, was viele Interessenten nicht nachvollziehen können (weil sie die ganzen Backrounds und Probleme nicht kennen).

    Oft sitzen zudem komplizierte Hunde im Tierheim. Die einfachen werden häufig nicht abgegeben oder unter Familie/Bekannte bereits vermittelt. Die finden ihren Weg gar nicht erst ins Heim. Auslandstierschutz ohne Garten und Ersthund finde ich fast tierschutzwidrig (Direktvermittlung, Pflegestelle ist wieder was anderes). Wir hatten letztens hier erst wieder so eine Direktvermittlung. Der Hund lag über eine Woche auf der selben Stelle und hat unter sich gepinkelt - Gassigehen keine Chance. Du merkst sicher beim Lesen, dass wirklich mehr dahinter steckt. Aber das merkt man eben leider erst mit etwas Erfahrung und auch Einsatz im Tierschutz.

    Also wie fängt man an? Mit viel Geduld oder teilweise auch Änderung der eigenen Lebensumstände. Gassigänger war ja schon eine Idee, da bekommt man auch schneller mit, wenn ein passender Hund reinflattert und wird gleich bedacht.

    Ich schaue schon ewig verschiedene Rassen und Züchter (Collie, Schäfer, Aussi, Husky). Wenn was übrig bleibt, sind das tatsächlich immer die Rüden. Keine Ahnung ob es bei kleineren Rassen auch so auffällig ist.

    Sieht bei Katzen übrigens ähnlich aus. Die Kater bleiben übrig (wegen der Tendenz des Markierens in der Wohnung).

    Nur Hündin. Ich mag Bauchi kraulen, ohne Piepmatz am anderen Ende. xD Mir graut es vor Rüden, die sich die Vorderpfoten anpinkeln. Und ich werde so oft gefragt "Rüde oder Hündin"? Weil der andere Hund keine Rüden mag, Hündin ist immer ok. Alles spricht für Hündin(für mich).

    Meine Hündin ist aber sowieso eine Rüdine. Markiert mehr als jeder Rüde. Immer schön Beinchen hoch. Mein Mannsweib. :lol:

    Dann stelle ich halt keine Hunde mehr rein, die ich beim gucken entdecke.

    Ja, aber seit 2003 im Tierheim.

    Ich glaube das ist ein Tippfehler, soll bestimmt 2023 heißen. Sonst wäre sie ja seit 20 Jahren im Tierheim, das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

    Nur als Tipp: Die ganz einfachen, süßen, freundlichen, genügsamen Hunden landen nicht auf Webseiten. Die sind zu schnell vermittelt. Darum immer direkt und vor Ort fragen, reden, schauen. Das Berliner Tierheim ist allerdings für Kaliber und Langzeitinsassen bekannt. Ich würde eher kleinere Tierheime ringsum ansteuern. Tierheim am See ist extrem zu empfehlen. Wenn auch nicht direkt ums Eck. Aber die kennen ihre Tiere und machen wirklich eine super Arbeit.

    PS: Hab meinen Hund auch mit starkem Übergewicht adoptiert, in einer Zeit der Beziehungskrise. Mein Hund hat mir meine beste Freundin beschert (Gassibuddy, gefunden nur wegen unseren Hunden), 45 Kilos weggeschmolzen (wir waren dann einfach irgendwann Stunden im Wald) und meine Wuffeline war mein Seelentröster in der krasseten Mistzeit meines Lebens. Nur mal als Gegenbeispiel zum zahlreichen Negativdenken. Kein Muss, aber ein Kann. 3 Monate habe ich meinen Ersthund intensiv gesucht. Trotzdem war vieles anders als vorher gedacht (sie mag keine Fremdhunde, Hundewiese wäre Nogo). Sie kann 5 Stunden täglich wandern oder wochenlang 30 Minuten tingeln. Ist ihr komplett Wurst, sie lebt fürs Wachen und Revier im Blick halten (Bank sitzen und Welt anschauen macht ihr also auch Spaß). Fremde Menschen mag sie entsprechend auch nicht. Aber Fremde kann man zu Bekannten machen, dann passt es wieder. Auto hatte ich übrigens auch keins, im Berlin ist das nicht wirklich so wichtig. Tierärzte gabs innerhalb von 5 Minuten 3 Stück. Geld auch nur etwas, direkt nach dem Studium (Eltern hätten zur Not geholfen). Du erinnerst mich ein wenig an mich. Ich war zwar noch beweglicher als was du schreibst, aber Rest ist doch sehr vertraut.

    Aber ganz wichtig: Hund kann nicht allein bleiben ohne Hilfe ist ultra Shit! Adoptier so einen Hund bitte nicht. Das schränkt massiv ein und ist psychisch Horror. Meine konnte das anfangs auch nicht. Furchtbar. Das hat mich emotional sehr mitgenommen.

    Ich kann ja mal auflösen, wie es letztendlich ablief. :lol:

    Hund kam mit ins Hotel. Dort wurden ich, meine Mum und meine Trauzeugin gestylt. Sunny konnte die Stunden in ihrem Bettchen rumliegen. Dann hat meine Mama sie mitgenommen zur Trauung gegenüber. Meine Hundine war die Ringträgerin. =) Ich hab mir das lange überlegt und dann doch gemacht. Sie hat es super gemacht! Aber mit Begleitung. Meine Trauzeugin hat sie an der Leine geführt und es lief mega.

    Nach der Trauung ging es sofort zurück zum Hotel (Sektempfang). Ein kurzes Shooting mit Familie und mit Sunny. Sie wurde recht zügig entlassen und ein Kumpel ging mit ihr Gassi. Mein Ehemann hat sie dann schnell Heim gefahren um 17 Uhr (Trauung war 15 Uhr) und bis 2 Uhr früh blieb sie dann allein zuhause (wurde von meiner Mama abgeholt und mit zu sich genommen) und hat den spannenden Tag verschlafen. Wir hatten dann Essen und Party ohne Hund.

    Hat 1A geklappt, weil sie auch einfach super toll war. :herzen1:

    Die ewig lange Zunge. :herzen1:

    Kauen ist hier unbeliebter. Vielleicht schleckt deine Maus auch lieber. Draußen muss es ja schnell gehen, um keine Sekunde von der Umwelt zu verpassen. :lol:

    Sie wirkt aber auch so sehr happy. Ist toll zu lesen, wie du dich über die kleinen Fortschritte freust.

    Mega :bindafür: Hab damals sogar rohes Fleisch für sie mit mir rumgeschleppt und gekocht und rumprobiert wie verrückt. Es macht doch einiges leichter, wenn man einen tollen Snack findet. Am besten nur noch draußen geben, damit es besonders bleibt. Vielleicht findest du ja noch was. Ich drücke die Daumen.

    Bist du Hundeanfängerin? Ich finde, man redet sich da leider schnell vieles schön, damit die Wunschrasse passt. Es sind dann keine Ausnahmen, sondern dein Leben für vielleicht 15 Jahre. Wer Hunde im klassischen Sinne mag, landet eher nicht beim Akita (die Katze unter den Hunden und wirklich, wirklich speziell!). Rein auf Optik ist leider ein schlechter Ratgeber. Husky ist einfach ein Läufer, da werden nicht grundlos sportliche Menschen für gesucht.

    Ich finde auch Akita und Husky sehr schön und niedlich. Aber das passt hier einfach nicht. Ich empfehle dir im Tierschutz zu schauen. Da gibt es total hübsche Mischlinge, die charakterlich ebenfalls passen. Oder weiterzuschauen, was dir optisch vielleicht noch so liegt. Ich bin beim Tierschutzhund gelandet.

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    Akita und Husky sehe ich bei deinen Bedinungen leider gar nicht. Da wird keiner froh.