Beiträge von DarFay

    Wird jetzt auch über das Probewohnen gemeckert??

    Die TE hat den guten Tipp angenommen, warum man da jetzt automatisch von einem "Alibi Probewohnen" ausgeht verstehe ich nicht.

    Liebe Blubberl ich drücke dir fest die Daumen für Mittwoch. Bitte berichte weiter :)

    Glaub das war gar nicht böse gemeint. Eher dass die Entscheidung beidseitig eigentlich schon gefällt ist, sollte nicht was mega krasses passieren.

    Entsprechen kann man schonmal den bürokratischen Part angehen.

    Es gibt kaum ein zeitaufwändigeres Thema als Alleinsein beibringen (besonders mit Hund, der das schlecht verknüpft hat). Denn man muss ständig außer Haus und "sinnlos" Zeit totschlagen. Ja, anfangs geht es noch, wenn man auf Klo die Tür schließt. Aber irgendwann geht man ja tatsächlich außer Haus. Wenn man dann jeden Tag mehrmals für 5 Minuten rausgeht, summiert sich das extrem schnell. Irgendwann 10 Minuten, dann 15, dann 30. Und das komplett ohne Hund und das mehrmals die Woche, am besten täglich. Ich empfand Alleinseintraining als das blödeste Training mit Hund, denn man macht es quasi ohne Hund und gerade im Winter kann man sich eben nicht mal eben auf die Bank nebenan setzen. Da wirds schnell echt kalt.

    Ich empfehle dir übrigens eine Kamera, falls du das Thema Alleinbleiben überhaupt angehen möchtest. (Man kann es natürlich auch lassen und immer auf Betreuung setzen.)

    Bin sehr gespannt wie es mit dem Hundchen dann während der Probewoche läuft. Hoffe du berichtest. :nicken:

    Hund mitnehmen

    Und was machst Du, wenn der Hund am Arbeitsplatz mal alleine bleiben muss?
    Weil Du z.B. in eine Besprechung musst? Oder eine Aufgabe außerhalb Deines Arbeitsplatzes erledigen musst?

    Auch am Arbeitsplatz müssen die Hunde immer mal wieder alleine bleiben können, ohne sich in Panik zu lösen oder zu zerstören.

    Und wenn da ein Terrier drin ist, kann mangelnde Bewegung und Auslastung einen ganz wesentlichen Teil der Probleme beim Alleinsein verursachen. Wenn die keine Aufgabe haben, suchen sie sich eine. Unabhängig davon sind Hunde deutlich entspannter und das Alleinsein fällt ihnen leichter, wenn sie richtig ausgelastet sind.

    Da reicht schon, dass man selbst auf Klo muss. Kenne wen, der nimmt seinen Hund mit rein ins WC. Das ist schon eigenartig...

    Hast du ein Foto? Manche Chis haben ja so Glubscheaugen.

    Ansonsten bleibe ich bei meiner Meinung, die ich schon einmal in einem deiner Threads geschrieben hatte: Tu dir keinen Hund an, der nicht alleinbleiben kann! Stell dir doch mal vor, du lernst durchs Hundedasein neue Freunde (Gassikumpels) kennen.

    • Hey, man will in einen lustigen Hundekinofilm gehen. Nur 2 kleine Stündchen, bisschen Popcorn, lustiger gemeinsamer Nachmittag. Ach ups, ne, geht nicht. Dein Hund blockiert jegliches Leben, was hundefreie Zone ist (Einkauf, Kino, Arzt, Krankenhaus etc.).
    • Wie gehst du so eigentlich Essen einkaufen? Also ich würd sterben, wenn ich wüsste, dass mein Hund Höllenängste leidet, nur weil ich mal fix 30 Minuten weg muss. Spontan abends noch nen Snack kaufen? Phu, ne lieber nicht... der arme Hund. Mist, zum Kochen ist was ausgegangen. Fix noch dies und das holen... ach ne, auch nicht.Das schlechte Gewissen kann richtig fies reinhauen, glaub mir.
    • Man lernt wen kennen, der keine Tiere bei sich will. Gibt es sehr oft. Tierfreundlich, aber bei sich zuhause eben sehr reinlich. Oder sein Hund mag keine fremden Hunde in seiner Wohnung. Tja, die Bekanntschaft ist so gut wie hin, nur weil man nicht mal eben vorbekommen kann. Denn zuhause zerlegt der Hund derweil die Wände.

    Das sind nur paar kleine Beispiele. Die vielen Situationen, die dann auf einmal entstehen, merkt man erst, wenn sie nicht mehr klappen. Und das für 10 Jahre? Will man das? 2 Monate länger suchen und wahrscheinlich hat man das Problem nicht und findet einen passenderen Hund.

    Tu es dir nicht an. Das klingt so easy, aber es ist wirklich sehr, sehr, seeeeehr anstrengend! Isolierend. Besonders, wenn man wirklich allein lebt.

    Wenn du im Forum querliest, wirst du immer eins finden:

    Bei einem neuen Familienmitglied ist Prio 1 immer, dass die, die vorher schon da waren, "wichtiger" sind. Sie haben ein Recht auf Ruhe, Sicherheit, Ressourcen etc. Denn die Alteingesessenen wollten den Neuling nicht. Das wollte der Mensch.

    Du machst gerade nur eins, deinem Hund vermitteln, dass er schon jetzt als Kleinding und Neuling eh Anrechte vor allen anderen hat. Wenn das dein Ziel ist, weiter so. Wird dann im Alter noch lustiger. Spannende Rassewahl übrigens, wenn du Katzen hast. Da war der Stress quasi vorinstalliert.

    Blubberl Hab ich das richtig verstanden, dass du aus dem Berliner Raum kommst?

    Ich mach dir ein Angebot... wir können uns treffen, ich bring zwei meiner Hunde mit, und dann gehen wir zusammen Gassi. Du darfst dabei meine nette, kleine Hündin an der Leine führen, während ich meinen schwierigen Rüden (übrigens auch von eBay Kleinanzeigen) an der Leine habe

    Die nette, kleine Hündin ist mit 15,5 nicht mehr die jüngste, inzwischen recht langsam unterwegs, und ich glaube, dass so ein gemeinsamer Spaziergang vielleicht eine gute Möglichkeit für dich wäre, um mal richtig in die Hundehaltung reinzuschnuppern, inkl. aller Probleme, die man mit einem Hund an der Leine haben kann. Ich erzähl dir dann auch gerne, mit welchen Problemen ich schon zu tun hatte - ich bin jetzt beileibe nicht super erfahren, aber ich glaube, nach grob fünf Jahren Hundehaltung kann ich dir dann doch ein bisschen Wissen und Erfahrung vermitteln.

    [...]

    Am Sonntag treff ich mich voraussichtlich auch mit einer Freundin zum Gassi gehen im Norden Berlins, sie hat seit kurzem auch Hunde und kann dir vielleicht noch mal aus Perspektive eines Anfängers schildern, mit welchen unerwarteten Problemen sie zu tun hatte. Da kannst du auch gerne mitkommen, wenn du möchtest.

    Das finde ich super hilfreich. Erfahrungen, wie "blind" man als Ersthundsucher teils war und welche Aspekte man überhaupt nicht richtig einschätzen konnte. Selbst gut vorbereitet ist die Praxis eben doch welten entfernt. :D Ich bin ja mal gespannt, ob eine PN kommt. Das Angebot ist ja quasi perfekt und genau das, was sie sucht.

    Ja ich liebe es auch. :herzen1: Sie schaut auch so entspannt aus. Wir warten aktuell noch auf die restlichen Fotos, das waren nur die schnellen "damit man schonmal was hat" Bilder.

    Die Fotografin hat selbst Hunde, das hat man auch direkt gemerkt. Eigentlich wollte ich Sunny erst gar nicht mitnehmen, aber dann fand ich es doch wichtig, sie auf ein paar Fotos zu haben. Happy. :mrgreen-dance:

    Eins, maximal 2, wenn beide easy Doggos sind. =) Mit meiner Krawallnudel bleib ich definitiv auf 1. Mal schauen, wie das Leben mit gut aufgewachsemen Züchterhund einer netten Rasse zukünftig aussieht. Aber meine kampferprobte Straßenhund Wutwurst muss ich eng führen können. Da ist kein Nerv für Hund 2. (Extra mal mit Pflegehund getestet, der als ebenfalls Straßenhund aus Shelter-Direktimport auch zügig seine Ticks ausgepackt hatte - nein, nein... da altere ich vor Stress zu schnell :hust: ).

    Tatsächlich kenne ich kein Tierheim und keine Organisation, wo ein Hund bei 7-8 Stunden Alleinsein vermittelt wird. Das allein ist ein großes KO-Kriterium.

    • entweder du bietest Bürohund
    • oder teilweise Homeoffice
    • oder eine Hundetagesstätte

    Sehr, sehr viele Tierschutzhunde haben eine Alleinseinproblematik. Kläffen oder Zerstören. Das stört die Nachbarn und den neuen Besitzer. Zack muss der Hund SOFORT wieder weg. Was glaubst du wie oft Tierschützer sowas erleben. Retten in allen Ehren, aber leider bringt das garnichts, wenn dann 70% aller "geretteten" Hunden wieder abgeschoben werden. Da spricht auch einfach die Erfahrung der Vermittelnden, was viele Interessenten nicht nachvollziehen können (weil sie die ganzen Backrounds und Probleme nicht kennen).

    Oft sitzen zudem komplizierte Hunde im Tierheim. Die einfachen werden häufig nicht abgegeben oder unter Familie/Bekannte bereits vermittelt. Die finden ihren Weg gar nicht erst ins Heim. Auslandstierschutz ohne Garten und Ersthund finde ich fast tierschutzwidrig (Direktvermittlung, Pflegestelle ist wieder was anderes). Wir hatten letztens hier erst wieder so eine Direktvermittlung. Der Hund lag über eine Woche auf der selben Stelle und hat unter sich gepinkelt - Gassigehen keine Chance. Du merkst sicher beim Lesen, dass wirklich mehr dahinter steckt. Aber das merkt man eben leider erst mit etwas Erfahrung und auch Einsatz im Tierschutz.

    Also wie fängt man an? Mit viel Geduld oder teilweise auch Änderung der eigenen Lebensumstände. Gassigänger war ja schon eine Idee, da bekommt man auch schneller mit, wenn ein passender Hund reinflattert und wird gleich bedacht.

    Ich schaue schon ewig verschiedene Rassen und Züchter (Collie, Schäfer, Aussi, Husky). Wenn was übrig bleibt, sind das tatsächlich immer die Rüden. Keine Ahnung ob es bei kleineren Rassen auch so auffällig ist.

    Sieht bei Katzen übrigens ähnlich aus. Die Kater bleiben übrig (wegen der Tendenz des Markierens in der Wohnung).