Kommt ein bisschen auf den Hund und vor allem auf das Alter an.
Anfangen würde ich immer in folgenden Schritten:
1. Komfortzone schaffen (Körbchen/Box mit allem, was der Hund braucht)
dort würde ich den Hund mehrfach am Tag hin schicken (Mensch ist zwar körperlich anwesend, aber nicht ansprechbar) und er soll auch da bleiben; erst wenn das klappt und der Hund entspannt bleibt, dann weiter machen, dass man den Raum verlässt, aber noch in der Wohnung bleibt
2. erst wenn der Hund es gut toleriert, dass der Mensch körperlich nicht anwesend ist, kann man das Haus verlassen. Hund in die Komfortzone schicken und ggf. gewisse Rituale nutzen, die man vorher mit aufgebaut hat (Radio an, Hund bekommt einen Kong)
3. die Zeitdauer variieren und nicht linear einfach steigern; der Hund soll nur lernen, dass der Mensch immer wieder kommt und sich nicht auf erlernte Zeiten verlassenJe nach Alter des Hundes die Zeiten anpassen und sich am Hund orientieren, wie viel er leisten kann in der jeweiligen Situation.
1.) Klappt bereits super.
2.) Sie bekommt ein getragenes Kleidungsstück und das Radio läuft mit klassischer Musik.
3.) Ok, daran wird noch gefeilt. Momentan beginnt das Winseln, sobald der Schlüssel sich im Schlüsselloch dreht... dann kommen wir erst rein, wenn sie pausiert. Allemein ist sie der Typ: Heulen wie ein Wolf, kein Bellen.
Sie ist wohl 2 bis 3 Jahre alt und stubenrein. Wurde aber erst im Sommer von der Straße aufgelesen. Dann kam sie nach einer Weile zu einer Pfegestelle und dann zu uns. Also schon viele Wechsel in den paar Monaten.
Ich glaube, da scheiden sich die Geister.
Wir haben auch Rituale. (Ich mag Rituale, auch für mich selber.)
Ich lege die Hunde ab (so sie nicht sowieso schon liegen), nehme ihnen die Halsbänder ab, gebe ihnen ein Bussi aufs Kopfi () und manchmal ein kleines Lecker (wenn sie was zu kauen bekommen, bleibe ich noch in der Tür stehen, bis sie fertig sind, damit keiner dran erstickt), sage "Bis bald, meine Mäuse." und gehe.
Ich habe das Gefühl, dass sie dann (noch) entspannter alleine bleiben.
Wenn ich sie nicht verabschiede, kommt es schon mal vor, dass sie hinter der Haustüre auf mich warten. So nach dem Motto "Wo ist sie nur? Die wird doch nicht gegangen sein?"
Wenn ich mich verabschiede, wissen sie wohl, dass ich eine Weile weg bin, aber irgendwann wiederkomme und es sich gar nicht rentiert, mich zu suchen.
Es hieß ja immer: Nicht so viel TamTam beim Gehen. Aber ich habe jetzt oft gelesen, dass Hunde mit solchen Abschiedsritualen irgendwie besser zurechtkommen. Momentan geben wir ihr vorm Gehen auch ein Leckerchen im Hundebett. Dann "Bis später" und dann Tür zu.