Beiträge von Marabea

    So, das Wanderbuch habe ich durch (Und Marx stand still in Darwins Garten) und es hat mir wirklich gut gefallen. Die Autorin Ilona Jerger zeichnet in ihrem Debütroman ein liebevolles Porträt der beiden alten, kranken Männer, die - jeder auf seine Art - so großen Einfluss haben werden. Die fiktive Begegnung der beiden, jenes imaginäre Dinner, ist das Zentrum des Buches. Darwin als Person wurde mir sympathisch und sein Forscherdrang trotz der Mühen des Alters bewegt. Dass seine Schlussfolgerungen (die ich nicht teile) entscheidende Konflikte zwischen Kirche und Wissenschaft auslösten, wird ebenfalls glaubhaft dargelegt - die akribische Recherche der Autorin merkt man einfach. Dass Darwin gelitten hat, als „derjenige, der den Schöpfergott abgeschafft hat“ in die Geschichte einzugehen, dass er mit Etikettierungen wie „Agnostiker“, „Theist“ oder gar „Atheist“ (letztere lehnte er ab) nur widerwillig eingeordnet werden wollte, ist wohl korrekt aufgrund der Quellenlage. Viele Details über seine Arbeiten, seine diversen Krankheitssymptome, seine Begegnungen mit Kritikern und „Fans“, seine Diskussionen mit seiner gläubigen Frau in den letzten Jahren werden in eine Romanhandlung eingearbeitet. Über Marx erfährt der Leser wesentlich weniger, obgleich das verbindende Element, der beide behandelnde Arzt, auch Einblicke in dessen letzte Lebensphase ermöglicht.
    Die Sympathie der Schriftstellerin scheint eher dem großen Naturforscher zu gehören als dem Revolutionär Marx - was ich gut verstehe.

    Da ich gerade den Film gesehen habe, bleibe ich bei einer religiösen Thematik, die allerdings völlig anderer Art ist: Ich lese nun „Die Hütte - ein Wochenende mit Gott“ von William Paul Young.

    Als abzusehen war, dass Blancas Leben zu Ende ging, begann ich, mich in verschiedenen Tierheimen umzusehen - erst einmal online. Eigentlich wollte ich wieder einem erwachsenen Hund ein schönes Zuhause bieten. Auf den Seiten eines griechischen TH sah ich sie: Gilda, eine bildschöne, reinrassige weiße Schäferhündin, die als dominante Rudelanführerin halbwild mit anderen Hunden auf einem riesigen Areal lebte, das von Tierheimmitarbeitern mit betreut wurde.
    Nach so manchen Überlegungen beschloss ich dann, dass mir das Risiko zu groß wäre, diese Hündin aus dem Ausland einfliegen zu lassen, ohne sie vorher kennenlernen zu können und ohne zu wissen, ob aus Gilda ein guter Haushund werden würde. Aber inzwischen hatte ich mich in diese Rasse verliebt und sah mich auf der jeweiligen Homepage deutscher Züchter von Weißen Schweizer Schäferhunden um, telefonierte mit einigen, informierte mich über diese Rasse und bestellte Fachbücher. Nun war es Zeit, mit meinem Partner zu reden und ihn in die Recherche einzubeziehen. Zu meiner Erleichterung war er (der nie einen Schäferhund im Haus haben wollte) einverstanden, einen Termin mit einem Züchter zu vereinbaren - „nur so zur Information“ und um einige Vertreter dieser Rasse „unverbindlich“ kennenzulernen.

    Aber nach dem ersten Besuch, bei dem wir die zukünftigen Elterntiere sowie die „Oma“ erleben konnten, war alles klar: meine Begeisterung sprang über. :cuinlove: