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Die Veränderungen durch Einkreuzen anderer Rassen sind nach wenigen Generationen nicht mehr sichtbar, wenn man das so will.
Ich kann einen LUA-Dalmatiner nicht von einem "normalen" Dalmatiner unterscheiden.
Beim Brüssler Griffon gab ein Einkreuzprojekt mit Australian Terrier.
Obwohl die beiden Rassen sich ja optisch doch sehr unterscheiden, war nach 3 bis 4 Generationen kaum noch was zu sehen.
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Die "Trennschärfe" der Rassen hat aber nunmal durchaus seinen Sinn sowie Berechtigung.
Niemand will nen Labrador Retriever der nach vorn geht , dementsprechend sinnfrei wäre da ne Kreuzung mit "ähnlichen" Rassen weil selbe Kategorie die aber völlig andere Kriterien bei der Zucht unterliegen.
Oder das (ich weiß nicht mehr von wem) gebrachte Beispiel BBS X Mali /DSH X Mali.
Ich finde, es gibt auch heute schon reichlich Labradore mit untypischem Verhalten, ganz ohne Einkreuzungen.
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So weit ich weiß, gingen bei den Großspitzen die ersten Würfe, wo Farben wieder kombiniert werden durften, weg wie warme Semmeln.
Klar, so ein Projekt funktioniert nur mit entsprechender Unterstützung von Welpenkäufern.
Ich bin zwar für solche Projekte (ganz besonders bei meiner Rasse), aber sehr skeptisch, ob das je was gibt. :/
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@Helfstyna
Danke für die ausführliche Erläuterung. Sehr interessant!
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Ja und diese Projekte beweisen doch, wie wichtig eine breite genetische Basis ist und dass man aus einigen wenigen Ausgangstieren keine Rassen züchten kann, in die dann nie wieder Blut zur Auffrischung eingekreuzt werden darf.
Schau dir doch den Dobermann an: Auch nicht allzu viele Gründertiere und nun nach ein paar Jahren enger Linienzucht sind fast alle krank.
Wer traut sich noch einen Dobermann zu kaufen?
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Was hat man denn beim Dobermann versucht mit einzukreuzen?
Die Erwähnung Jack Russell und Parson...also, erstens ist der FCI-Jacky seeehr rar gesäht und hat einer der wenigsten Welpenwürfe im VDH (seit 15 Jahren nur ca. 150 Welpen pro Jahr) Die meisten Jackies müssen daher eher aus Vermehrerzuchten stammen. Zweitens sind der Parson und der Jacky quasi eine Rasse und werden erst seit 20 Jahren wirklich getrennt gezüchtet. Der Ursprung, auch von Krankheiten, ist noch so gleich und eng, dass man daraus gar nicht profitieren könnte.
Und, weil ja so Mischlinge-sind-gesünder rumgeritten wird:
ELO:
Kromfohrländer:
Upsi, doch nicht so gesund die Mischlinge.
Krankheiten lassen sich nun mal nicht wegzaubern. Der Heterosiseffekt ist nun mal keine dauerhaft und garantierte Haltbarkeitmachung von Gesundheit.
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Das sind aber doch keine Mischlinge! 
Sondern Rassehunde, die auf sehr enger Basis mit nur wenigen Ausgangstieren (beim Kromfohrländer 3 , in Worten 3 Augsgangstieren !!!!!!) gezüchtet wurden.
Gerade diese Rassen zeigen ja die Problematik der Genverarmung!
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Hier die Vorgaben vom niederländischen Verband, leider habe ich nicht die deutsche Übersetzung:
file:///C:/Users/martina/AppData/Local/Packages/Microsoft.MicrosoftEdge_8wekyb3d8bbwe/TempState/Downloads/plan_van_aanpak_outcross_checklist%20(1).pdf
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Da es so aufwendig und kompliziert ist, findet sich halt auch kaum ein Züchter, der die Sachen angeht.
So nebenbei funktioniert es nicht.
Ich nehme an, es kostet auch eine Stange Geld und da müssen sich mehrere engagierte Züchter zusammenfinden, die das gemeinsam stemmen.
Schwierig!
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Warum das?
War der neue Hund jetzt Rüde oder Hündin?