Beiträge von Gersi

    Ich kenne deutlich mehr Mixe (Typ "kleiner Wuschel") als wirklich reinrassige Tiere - da eigentlich nur einen Malteser und einen Bichon. Die beiden waren mit Bedacht ausgesucht und kamen tatsächlich von VDH-Zuchten.

    Das ist natürlich nur anekdotisch - aber ich würde wirklich gucken, dass das Nervenkostüm passt. Da waren die Mixe eigentlich genauso wie erhofft: Hohe Reizschwelle, offen - nur mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen war da mancher Rüde etwas größenwahnsinnig unterwegs.

    Die reinrassigen Hunde waren nervös bis hysterisch.

    (Ja, ich weiß "zwei" ist jetzt keine große Menge... Aber wenn ich in die Richtung gehen wollen würde, wären meine Augen absurderweise insbesondere bei "richtigen Züchtern" ganz weit offen.)

    Zumindest statt Box eine große (!) Kiste o.ä. die oben offen ist, direkt neben dem Bett steht und wo ihr im die Hand reinhalten könnt?

    Dass der Hund so oft "muss" hängt damit zusammen, dass er so oft wach wird. Und da ist wahrscheinlich die Box Ursache (entweder zu wenig Möglichkeit für ihn den Platz zu wechseln, wenn es bspw. zu warm wird - oder zu großer Abstand zu euch).

    Der allererste Familienhund wurde in hohem Alter dement.

    Wir haben eingeschläfert (mit 17 Jahren) als er neben der Orientierungslosigkeit angefangen hat, Ängste zu entwickeln und das Wandern (noch) zwanghafter, getriebener wurde. Zunächst stand er einfach häufiger freundlich-entspannt wedelnd vor einer Wand und war nach Ansprache/Berührung dann wieder "da". Als das nicht mehr zuverlässig funktionierte, wurde er zusehends gestresst.

    Würde ich jederzeit wieder so machen. Obwohl man oft im Nachhinein hyperkritisch ist - das war für mich der richtige Moment.

    Das immer längere Zeit, habe da gelesen. Kann da das DF empfehlen :D

    Das finde ich übrigens das Entscheidende: Den Fokus weg vom Hund.

    Candy-Crush, Computerspiel, Insta-Feed, Dogforum, spannendes Buch, neue Folgen der Lieblingsserie.... Was auch immer für dich passt.

    Mit den Gedanken *nicht* beim Hund sein sondern woanders. Möglich, dass das deutlich leichter fällt, wenn der Hund einen sicheren, abgesperrten Bereich hat. Dann mach das so. Aber viel wichtiger ist, dass deine Gedanken nicht mehr um den Hund kreisen.

    Zweitmeinung werde ich mir noch holen,

    Das wäre auch mein Weg - irgendwohin wo die Orthopädie einen richtig guten Ruf hat.

    Frage ist ja nicht nur, ob sie jetzt damit gut klar kommt - sondern auch wie sehr diese Stelle in sechs, sieben Jahren die "Schwachstelle" für Arthrose wird.

    Und dann wirst du wahrscheinlich abwägen müssen: OP-Risiken (inkl. Heilungsverlauf mit Schonen) vs Aussicht auf besseres Ergebnis mit weniger Beschwerden im Alter.

    Ich brauche mal einen Vergleich: Gibts hier Hunde, die nur 2mal am Tag pinkeln? Mehrfach auf einem Gassigang pinkeln als eins gezählt. Also Hunde, die einfach nur alle 12-20h müssen und alle Angebote dazwischen nicht nutzen?

    Ich hatte mal so einen. Pudelmix, der irgendwann im Alter Aufenthalte im Freien bei Regen nicht mehr eingesehen hat. Den musste man bei schlechtem Wetter wirklich zwingen, rauszugehen. Zweimal täglich war mein Minimum, meistens habe ich auf dreimal bestanden.

    Keine Ahnung wann er von selbst gewollt hätte. Der konnte ganz entspannt zwölf Stunden einhalten. War er dann mal wirklich draußen und hat sich in sein Schicksal gefügt, hat er markiert.