Beiträge von Gersi

    Wie bringt ihr das alles unter einen Hut und was macht ihr mit euren Hunden, gerade wenn es mal wieder ein paar Stunden mehr auf der Arbeit sind?

    Ich guck mir nicht die einzelnen Tage an sondern die Woche oder andere etwas längere Einheiten.

    Natürlich bekommt der Hund Bewegung, Auslauf etc. - aber "Auslastung" ist ja deutlich was anderes. Und wenn der Hund zweimal die Woche wirklich geistig gefordert/angestrengt wird, habe ich kein schlechtes Gewissen bzgl. der Auslastung.

    Das war in der letzten Zeit einmal ein kleiner ÖPNV-Marathon - da war er gut gefordert, das hat ihn angestrengt. Ein anderes Mal eine Party mit anschließendem Zelten im Garten.... Das sind alles Sachen, die den Hund so anstrengen, dass danach ein paar Tage wirklich nur "normale Spaziergänge" völlig reichen.

    Uns bitte unbedingt informieren, was es wird! (Und evtl. Fotos....)

    Für mich (das muss bei euch aber nicht der Fall sein) kann noch ein Faktor sein, welche Geschlechter wie bei potentiellen Hundesittern vorhanden sind.

    Haben die Schwiegereltern, die hin und wieder aufpassen sollen, einen Rüden? Dann eher zu euch eine Hündin. Allgemein (ja, es gibt Ausnahmen, ich weiß) gilt wirklich: gegengeschlechtlich ist einfacher.

    Webcam zeigt euch ja "nur" das physische Verhalten, nicht aber die "Psyche".

    Wenn der Hund psychisch leidet, Stress hat, sieht man das ja auch am physischen Verhalten.

    Die allermeisten Hunde finden es natürlich unschön stundenlang alleine zu sein - aber kommen damit klar. So lange der Hund nicht zeigt, dass er wirklich leidet (und ich bin überzeugt davon, das sieht man, wenn man ihn filmt), muss er lernen damit zu leben. Ich würde mir da bei etwas über 6 Stunden an zwei Tagen die Woche wirklich keinen Kopf machen.

    Beim ersten Familienhund war es sehr ähnlich wie bei @Beaglebine:
    Demenz, Orientierungslosigkeit - aber dabei über einen langen Zeitraum zufrieden in seiner eigenen Welt. Bei Raudi waren es am Ende auch die Anfälle, weswegen wir ihn einschläfern mussten.

    Ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen würde, wenn mein Hund aufgrund der Demenz Angstattacken bekäme, ich die schwere Entscheidung getroffen habe - und mir dann der Tierarzt (ist ja immer irgendwo auch Vertrauens- und Autoritätsperson) sagt, ich würde zu früh einschläfern lassen wollen. Wäre für mich sehr schlimm, denke ich.

    Bei Oskar, unserem letzten Senior, haben wir am gleichen Tag den Tierarzt noch auf dem Abendspaziergang getroffen. Da sagte er, dass er es immer noch für sich persönlich schlimm findet, Hunde einschläfern zu müssen und dass er deswegen oft lange damit warten möchte. Fand ich imponierend ehrlich.