Beiträge von Gersi

    Allerdings bin ich mir trotzdem immer unsicher, ob es gut ist, wenn zum bereits "angedauten" Futter dann nochmal frisches Futter in den Magen kommt (wegen den unterschiedlichen Verdauungszeiten...)

    Ich habe darauf noch nie geachtet, bei keinem Hund. Ich habe das auch noch nie gehört. Nastro hat oft Futter zur Verfügung (wenn er seine Portion nicht aufgefressen hat z.B.) und ich füttere ihn auch morgens wenn ich das Haus verlasse - keine Ahnung wie er sich das einteilt.

    Ich würde mich jetzt nicht an den 6-7 Stunden aufhängen. Das öffnet eine Nebendiskussion zu der es ganz gegensätzliche Meinungen gibt. Und diese Problematik tritt bei ganz vielen Leuten auf.

    Die Hauptprobleme in diesem speziellen Fall dürften sein: Wie soll das in der ersten Welpenzeit funktionieren?

    Und: Wie wirst du später im Alltag den oft ganz unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht? (Spielplatz vs lange Spaziergänge)

    Irgendwann kannst du das Futter nicht mehr bedeutend besser machen, und dann wird es wirklich gefährlich, wenn er immer, immer, immer auf was Besseres wartet.

    In diesem Fall sehe ich das tatsächlich genauso.

    Es gibt sicherlich Ausnahmen, der Monk von @02wotan gehörte wohl dazu, Arren von @Aoleon auch.

    Aber in aller Regel gehst du mit dem Vorgehen: "Wenn es dir nicht schmeckt, gebe ich dir was anderes" das Risiko ein, einen wirklichen Mäkler zu schaffen. Und das kann echt ins Extrem gehen.

    Ich mag es, dem Hund hin und wieder was anderes zu geben - freut mich, wenn er begeistert ist, freut mich, wenn Essensreste nicht weggeschmissen werden, beruhigt mich (da ich irgendwie davon ausgehe, dass es seinem System gut tut - mehr als EIN Futter zu bekommen und zu vertragen.) Und wenn es mittags rohes Fleisch gab, lässt er das schnöde Trockenfutter abends auch stehen. Manchmal hungert er einen Tag. Aber das sitze ich dann aus.

    Du hast jetzt einen gesunden Hund, der nicht untergewichtig aussieht. Ja, der Tierarzt findet, er könne ein klein wenig mehr haben. Aber ganz ehrlich? Vielleicht hat dein Hund auch einfach SEIN Gewicht gefunden - und das ist dann eben minimal unter irgendwelchen Kurven. Gut möglich, dass er gar nicht mehr fressen MUSS.

    Ich würde mir jetzt keine Sorgen machen, dass der Hund vom Fleisch fällt. Nimm für dich Druck raus ("aber er MUSS doch heute zumindest ein bisschen fressen!") und versuche das ganze entspannt zu sehen. Denn dieser Problemfokus macht es echt nicht besser.

    "Kann der Traum wahr werden?". Wahrscheinlich ist das irgendwie möglich.

    Aber es besteht das ganz reelle Risiko, dass es zum Alptraum wird.

    Ich würde es mir nicht antun/zutrauen.

    Hast du schon mal einen Welpen gehabt? Welche Rasse soll es werden? Habt ihr nah (!) bei euch zuverlässige Menschen, die den Hund bei Bedarf auch mal längere Zeit abnehmen können?

    Ich kann nicht mehr als einen Hund blocken.

    In ähnlichen Situationen habe ich bisher immer meinen Hund losgelassen. Der kann ohne Leine besser kommunizieren, sich viel besser wehren und evtl. (aber das ist das worst-case-Szenario, hatte ich noch nicht) versuchen zu fliehen.

    Passt definitiv nicht auf jede Situation und auf jeden Hund - ist aber eine Option. Denn wenn du deinem Hund nicht helfen kannst, behinderst du ihn nur.