Beiträge von Gersi

    Und ich glaube, dass sehr viele die hier im Rasse-Beratungs-Thread landen genau das suchen - aber eben nicht so formulieren (können).

    Ich glaube, dass die wenigsten einen Hund wollen, der "gar keinen Trieb" und "gar keine Ansprüche an Auslastung" hat... ich denke, die allermeisten wollen (wie sie auch sagen) einen Hund, dessen Bedürfnisse im normalen Alltag befriedigt werden können.

    (Will ich übrigens auch immer ;))

    Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Für viele, sehr viele gerade Ersthundehalter bedeutet "Familien-" bzw. "Begleithund" eben wirklich, dass der Hund ohne weitere Umstände in der Familie funktionieren soll. Und zwar ohne, dass man die andere Seite "und was braucht der Hund um glücklich zu sein" da weiter differenziert einbeziehen würde.

    Ich finde das wirklich interessant. Ich nehme das überhaupt nicht so wahr. Eher im Gegenteil.

    Ich glaube zwar nicht, dass Hundehaltung im Allgemeinen per se "artgerechter" geworden ist - ich sehe die Entwicklung aber eher in dem "Mein Hund, mein Augapfel, jeder Wunsch wird ihm von den Augen abgelesen"-Trend. Vor 25 Jahren waren nach meiner Einschätzung die Menschen (im Allgemeinen) viel weniger gewillt, sich zu informieren, sich beraten zu lassen und auf die Bedürfnisse des "Familienmitglieds" einzugehen.

    Und ich glaube der oft geäußerte Wunsch nach einem "einfachen Begleithund" kommt auch daher: Reflexion darüber, was man dem Hund "bietet" und dann der Wunsch einen Hund zu finden, der damit glücklich wird.

    Ich finde einen Plan B eigentlich immer wichtig - unabhängig vom Alter.

    Wenn der steht (das gilt für 30jährige Singles wie für 75jährige) dann entscheidet für mich nur, wie fit die Person im Moment ist. Und 75 ist für viele heute kein Alter mehr. Wenn ich mir überlege wie gebrechlich meine Oma war - und das jetzt mit meinen Eltern vergleiche...

    Mit hungrigem Kind würde ich dann (sofern meine Hunde sich vorbildlich verhalten und nicht provozieren) dann garantiert nicht gehen, weil anderer Leute Hunde nicht erzogen sind. Soweit kommt es noch.

    Nee. Täte ich dann auch nicht.

    Aber wenn es die Möglichkeit gibt, andere Leute, deren Hund nicht damit klar kommt, wenn meine zu nah sind, zu entlasten - dann tue ich das.

    Wie alles hier: Muss ich mit einem haarenden Neufundländer, der gerade im Tümpel war in ein 5-Sterne-Restaurant? Darf ich mit meinem Chi in der Handtasche in den Biergarten? Alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

    Genauso das mit dem pöbelnden anderen Hund. Muss ich mit meinem ruhigen Hund 50 Zentimeter weiter Platz nehmen, wenn ich's entspannt verhindern kann? Nein. Muss ich mit hungrigen Kindern die einzige Wasserstelle auf einer langen Wanderung ignorieren, weil ein anderen Hund bellt? Ebenfalls nein.

    Angenommen, ihr kommt mit eurem braven ruhigen Hund in ein Restaurant und dort ist aber schon einer. Der findet euren Hund jetzt total blöd und kläfft sich den Arsch ab und pöbelt rum, soweit es die Leine zulasst.

    Von Hunden, die in Restaurants sind, erwarte ich, dass sie andere Hunde im gleichen Raum still ertragen können - WENN ein gewisser Abstand eingehalten werden kann.

    Falls der einzig freie Tisch direkt neben einem Hund ist, der damit nicht klar kommt, dann gehe ich wieder. Erziehung und Restauranttauglichkeit hin oder her - bei weniger als zwei (?) Metern ist es zu eng. Wenn das nicht funktioniert, kann ich es voll nachvollziehen und suche mir eine andere Möglichkeit zur Einkehr.

    Scheint dieses Jahr ein sehr guter Hasen-Jahrgang zu sein. Wahrscheinlich war es in den entscheidenden Wochen trocken und mild.

    Gestern Abend hat Nastro was angezeigt - und war sichtbar unter Strom. Ich habe (in der Dämmerung, da ist er immer besonders interessiert) dann irgendwann weiter hinten auf einer frisch gemähten Wiese einen Hasen gesehen und war echt irritiert, dass der Hund so heftig anzeigte.

    :pfeif: Als ich dann aufgeschlossen hatte, sah ich etwa 25 Meter vor dem Hund vier (!!!!) junge Hasen spielen. Der Hund stand wie eine Eins.:cuinlove:

    Um mal bei Titel hier zu bleiben: Gerade eindeutig Dr. Jekyll.

    Ich unterscheide da schon nach Lokalität. Wenn die Tische Tischdecken haben (= eher feines oder zumindest gediegenes Restaurant), bin ich tatsächlich lieber ohne Hund.

    Kneipe, Café, Bistro etc. nehme ich den Hund oft mit - wenn ich draußen sitze ist er fast immer dabei. Ich bin gerne mal abends unterwegs, oft ist der Hund schon tagsüber alleine, dann widerstrebt es mir, auf die Alleinbleibzeit noch was drauf zu packen.

    Nastro ist genauso wie sein Vorgänger tatsächlich gerne dabei und unauffällig.

    Das klingt doch super - keine 24 Stunden seit deinem ersten Beitrag zu dem Thema.

    :respekt:

    Nastro war am Anfang auch schissig und sehr zurückhaltend. Er ist mittlerweile ein wirklich völlig entspannter Hund.

    Macht euch keine zu großen Sorgen - natürlich gibt es die ganz extremen Angsthunde - aber sehr, sehr oft zeigt sich, dass Hunde überaus anpassungsfähig sind und sehr schnell begreifen wo es Futter, Wasser und Ruhe gibt.

    :doh:

    Entschuldigung.

    Ja, mein Vater ist beim Tierarzt vorbeigegangen. (Ist der Nachbar, also einfach ein Stopp auf der Hunde-Runde).

    Tierarzt hat gewogen. Hund wiegt 15,3 Kilo.:pfeif::pfeif:

    Wir müssen uns verwogen haben (zweimal in Folge). Oder die Waage spinnt.

    So oder so: Der Hund war augenscheinlich auf komplett normalem Wachstumskurs. So ungefähr, plus-minus ein Kilo die Woche. Aufs Gramm kommt's beim besten Willen nicht an.

    Danke noch mal für all die Infos, die ich hier abgreifen konnte - und sorry, ich war davon ausgegangen, dass die Faktenlage belastbar ist.