Wenn die Stressoren zu dicht aufeinander folgen und das Nervensystem (und der Hormonhaushalt) keine Zeit hat, dazwischen komplett runter zu fahren, löst der Hund immer früher und immer schneller aus
Das stimmt absolut. Ich würde noch ergänzen: "löst der Hund immer früher und immer schneller und immer heftiger aus"
Den absoluten worst-case hatte ich vor etwa drei Wochen als ich beim Pilzesammeln in ein Gebiet geraten bin, wo gejagt wurde. Wir haben ständig kleine Gruppen von Hirschen teils 10 Meter neben dem Weg getroffen. Als uns klar wurde, dass dort offenbar seit den frühen Morgenstunden gejagt wird, das Wild erschöpft, aufgescheucht und deswegen so super nah ist, mussten wir immer noch zurück zum Auto.
Die ersten drei Begegnungen gingen noch irgendwie. Spuren waren natürlich die ganze Zeit da - aber ab der vierten Sichtung wurde es jedes Mal schlimmer. Am Ende hing selbst Nastro in der Leine und jankte dem Wild hinterher (so einen Kontrollverlust kenne ich von ihm sonst gar nicht.) Der Junghund meines Vaters? Völlig gaga, der konnte offenbar kaum noch denken. (Und hatte danach auch zur Sicherheit noch zwei Tage Leinenknast).