Beiträge von Gersi

    Nun führt vieles davon zu sehr wesensfesten und brauchbaren Hunden, die sich dadurch von der Allgemeinheit aber nicht zwangsläufig einfacher führen lassen, ich denke schon, dass sehr viele Menschen mit unsicheren und wesensschwachen Hunden ganz gut beraten sind.

    Mal angenommen, ich hole mir nach Nastro einen Hund vom Züchter und entscheide mich für einen Malteser.

    Meinst du ich wäre mit einem wesensschwachen, nervösem Hund besser bedient als mit einem gefestigten?

    "Brauchbar" bei Begleithunden benötigt meiner Meinung nach Kriterien.

    Als Beispiele: Ein Hund, der vor Stress nicht mehr kann, wenn er anderthalb Stunden durch die Stadt gelaufen ist?

    Ein Hund, der nach einem Restaurantbesuch mit Busfahrt hin und zurück, drei Tage Nichts-Tun benötigt, damit das Stresslevel wieder unten ist? Ein Hund, der keine vielbefahrene Straße überqueren kann, ohne Panik zu kriegen?

    Mögen individuell nette Exemplare sein, mögen ihren Leuten bei Waldspaziergängen auch Freude machen: Aber wäre jetzt nicht das, was ich mir als gutes Elterntier vorstelle.

    Ich habe das Video jetzt zu Ende gesehen (einige Wiederholungen habe ich vorgespult). Irgendwie habe ich mir was ganz anderes vorstellen. Bei Gebrauchshunden, die für die Zuchtzulassung Arbeitsprüfungen ablegen, mag das "ausreichen" aber bei den Rassen, bei denen es wirklich ums Begleiten geht, würde ich mehr oder andere Dinge wollen.

    - Reaktion auf andere Hunde (war drin)

    - Reaktion auf Menschengruppen (ebenfalls drin)

    - Reaktion aufs Verlassen werden (auch drin)

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    aber eben nicht (!!) auf einem Hundeplatz sondern in der Stadt (oder irgendwo im Dorf) - und die Hundehalter sollten dabei die Hunde auch nicht ins Gehorsam nehmen sondern machen lassen.

    Zusätzlich würde ich mir wünschen:

    - Geräuschempfindlichkeit

    - Umgang mit verschiedenen Böden

    - Verhalten im städtischen Verkehr

    - Reaktion auf "ungewöhnliche" Menschen (nicht so dass der Hund berührt wird; aber Betrunkener oder Skateboard-Fahrer schon näher als zehn Meter).

    Im Qualzucht-Thema kam auf, dass etliche Begleithunderassen verzeinzelt/vermehrt(?) Hunde hervorbringen, die unter Unsicherheit, Ängstlichkeit, Nervosität und Stress leiden. Teils so, dass man nicht von Aufzuchts- oder Haltungsmängeln ausgeht, sondern von "vererbter Wesensschwäche".

    Mich interessiert, ob und wenn ja welche Prüfungen (neben Ausstellungen um die ZZL zu bekommen) bei Begleithunderassen abgelegt werden müssen.

    Grinsekatze1 konnte vom DTK berichten (? Deutscher Teckel Klub?), naijra sprach davon, dass es wohl VDH-Vorschläge gibt. Ich bin so frei und markiere auch mal Nefelee und Cassiopeia88 die auch Interesse am Thema gezeigt haben.

    Nein. Soweit ich das noch im Kopf habe, ist Hundefell (und Menschenhaare) überhaupt nicht geeignet, da die Jungvögel sich darin verwickeln und strangulieren können.

    Ich weiß, dass man das an mehreren Stellen liest. Wir haben mehr als zehn Nistkästen und lassen seit Mitte der 80er Jahre Hundefell (zuerst Hund- und Ponyfell) für die Vögel liegen. Keine ausgekämmten Haare aus Mähne (analog dazu aus der Schürze von Hunden) - aber halt die Unterwolle.

    In keinem Kasten haben wir jemals verhedderte Jungvögel gefunden.

    Ist natürlich nur anekdotisch und keine wissenschaftliche Studie - aber ich persönlich glaube, dass das in die gleiche Kategorie gehört, wie das man Vögel nur im Winter füttern darf... oder als es früher hieß, man dürfe im Winter kein Wasser anbieten.

    Ich finde immer, man muss aufpassen, dass man Qualzucht nicht zu weit definiert, damit die wirklich krassen Auswüchse nicht dadurch relativiert werden.

    Aber diese Unsicherheit, Ängstlichkeit bei einigen Begleithunden finde ich auch wirklich erschreckend.

    Dann sagt man Anfängern: Geh zum VDH-Züchter, nimm einen klassischen Begleithund - und wenn die Pech haben, ist das Tier ein nervöses Wrack.

    Was mir überhaupt nicht einleuchtet: Wenn Begleithunde vorwiegend den Job haben, den Menschen *zu begleiten* - warum gibt es da nicht ebenso standardisierte Prüfungen, die sie ablegen müssen zur Zuchtzulassung?

    SavoirVivre Danke. Das Dingen ist doch nicht schwarz-weiß. Natürlich trage ich die Verantwortung für meinen Hund - auch für das was er auf dem Grundstück tut. Je nach Hund, muss ich da unterschiedliche Vorsichtsmaßnahmen ergreifen.

    Ändert nix an der Tatsache, dass jeder auch Verantwortung für sich selbst trägt. Und dazu gehört, Warnungen zu beachten und auch solche Selbstverständlichkeiten wie geschlossene, nicht verschlossene Tore und Türen zu respektieren.

    Zugangstor zum Grundstück absperren, dann kommt auch kein Zusteller rein, der mangels Sprachkenntnisse das Schild nicht lesen kann.

    und/oder in der Sendungsverfolgung nachschauen und den Hund rechtzeitig sichern.

    Sendungsverfolgung ist zumindest hier def. kein wirklicher Indikator dafür wann die Sendung auch eintrifft. Absperren? Ich weiß nicht - ich finde von einem geschlossenen Tor, einer geschlossenen Pforte kann man Respekt haben, auch wenn man das Schild nicht lesen kann.

    Natürlich (!!) muss es eine Möglichkeit für Zusteller geben, das Haus zu erreichen. Aber die aus welchen Gründen nicht zu nutzen, das Tor zu öffnen und hinten ums Haus zu gehen? Ist bei uns einmal passiert; die Hunde waren not-amused, haben gestellt - der Paketbote ist eingefroren, wurde gerettet, nix passiert. Aber gehörig dumm von ihm fand ich das schon.