Insbesondere bei Aspekten wie "Wohnen" ("Gesundheit" wäre ein anderes Beispiel) kommen Marktmechanismen an ihre Grenze. Rein marktwirtschaftlich geregelt, würde eine außerordentliche hohe Miete dazu führen, dass mehr Häuser gebaut werden ... geht aber wenn überhaupt, dann nur begrenzt.
Der Bericht von Vriff zeigt ja, dass es nicht nur bei Touristen so ist. Innerstädtische Viertel, die plötzlich in sind, wären ein anderes Beispiel.
Dementsprechend müssen dann Regeln her - wobei die teilweise unerwünschte Effekte haben. Ist beispielsweise der Mietpreis zu stark gedeckelt, lohnt sich das Schaffen von neuem Wohnraum nicht mehr und es wird weniger gebaut bzw. selbst-genutzt statt vermietet.
Sozialer als einzelne Ferienwohnungen wäre tatsächlich der Neubau von größeren Hotels in den beliebten Touristenorten. Aber das bringt andere Nachteile mit sich.
Was ich aber tatsächlich immer wichtig finde im Kopf zu behalten: Die Probleme in deutschen, österreichischen oder schweizerischen Touristenhochburgen sind sowohl sozial als auch ökologisch klein wenn man sie mit anderen Touri-Hochburgen, bspw. auf Mittelmeerinseln oder im nicht-europäischen Ausland, vergleicht. Global betrachtet ist zwei Wochen Familienurlaub in den Alpen einer Flugreise ans Mittelmeer eindeutig vorzuziehen.