Ich lese schon die ganze Zeit mit, und mir ist zu dem Aspekt von "ich frage meinen Hund, ob er sich hinsetzen kann" noch was eingefallen. Nämlich, dass es vielleicht ja weniger darum geht, sprachlich eine Frage zu formulieren, sondern um eine Geisteshaltung dahinter, die einfach mitdenkt, dass es SItuationen gibt in denen der Hund das nicht KANN, und ich ihn somit nicht in ein Sitz befehle und erwarte, dass das nun klappt. Zum Beispiel wenn die Erregungslage zu hoch ist, und/oder die Situation zu bedrohlich, oder das Gras zu nass oder Schmerzen oder oder. Und von dem Aspekt her find ich das total sinnvoll. Ich würde das nur trotzdem nicht als Frage formulieren, ich würde sie einfach nur im Hinterkopf mitdenken :)
Das finde ich zwar durchaus lobenswert, aber in gewisser Weise auch problematisch.
Zum einen sollte ich wissen, wann mein Hund das kann und wann nicht. Wenn er es nicht kann, gebe ich den Befehl erst gar nicht. Oder ich führe einen Befehl ein, der eine Einladung ist (bei uns ist es zum Beispiel "Down" - ein Befehl - und "Leg dich hin" - eine lockere Aufforderung).
Zum anderen sollte der Hund - optimalerweise - immer den Befehl ausführen, egal wie die Gesamtsituation ist. Wenn da dem Hund die Wahl gelassen wird, dann weiß ich nicht, ob er mal falsch wählt, obwohl es gefährlich ist (Beispiel Stopp und er rennt grad auf die Straße).
Ich frage diesbezüglich meinen Hund nicht, ob er es kann. Wenn ich glaube, dass er es nicht kann, gäbe ich den Befehl nicht. Wenn ich ihn gebe, hat er zu können (es sei denn, da kommt irgendwas ganz unvorhersehbares um die Ecke).
Schmerzen sind in dem Fall nochmal was anderes, aber da gehe ich davon aus, dass er auch in anderen Situationen den Befehl verweigern würde.