Alles anzeigenWürde sie jung, blauäugig und schwer verliebt in die erste Ehe starten, wäre das auch was ganz anderes. Bin auch der Meinung, unwissend Fehlentscheidungen darf jeder machen.
Das ist aber nicht der Fall.
Das macht das ganze noch zusätzlich kompliziert.
Ausheulen und ausweinen darf sich jede Freundin bei mir, immer, egal welchen Mist sie gebaut hat. Aber grad wenn man psychisch nicht auf der Höhe ist, so eine Entscheidung zu treffen, und dann noch so schnell umsetzen….
Ich würde mir so große Vorwürfe machen.
Obwohl ich “nur” standesamtliche Trauzeugin wäre, es gibt keine kirchliche Trauung und auch keine richtige Feier.
Die Entscheidung ist ja noch nicht gefallen. Es ist ein ziemlicher Loyalitätskonflikt mit mir selbst.
Es gibt kein richtig oder falsch, glaube ich. Beides ist irgendwie kacke.
Ich würde es auch nicht machen. Wenn ich hinter der Entscheidung nicht stehen kann, dann bringt es auch nichts, wenn ich am großen Tag gute Miene zum bösen Spiel mache. Das heißt ja nicht, dass du deine Freundin nicht trotzdem unterstützt und für sie da bist. Aber ich als Braut würde auch nur eine Trauzeugin wollen, die mich voll und ganz unterstützt. Wenn sie eine gute Freundin ist, dann wird sie auch verstehen, warum du diese wichtige Position nicht annehmen willst. Eine gute Freundschaft sollte daran eigentlich nicht zerbrechen, sondern vielleicht sogar wachsen - mit der Message "Ich lüge dich nicht an und spiele dir nichts vor, aber ich bin trotzdem für dich da, auch wenn ich deine Entscheidungen nicht gutheiße."
Wenn du Bauchschmerzen dabei hast, dann höre drauf. Ich schätze mal, hier geht es auch um mehr als nur "Der Typ ist mir nicht sympathisch", umso wichtiger ist es, dass du zu deinen Bedenken stehst.