Beiträge von Monstertier

    Theoretisch dürftest du es auch aus den Büchern nicht weiter verkaufen, weil das alles nur zun eigenen Gebrauch dient (übrigens ist es da auch irrelevant, ob du für die Anleitung was gezahlt hast oder nicht, das Urheberrecht greift in jedem Fall).

    Das ist eigentlich ein typischer Fall von "Wo kein Kläger...". Wenn du was strickst/häkelst, dafür ne Anleitung kaufst und das dann auf dem Flohmarkt oder bei Ebay Kleinanzeigen verkaufst, wird kein Hahn danach krähen. Der Aufwand, nachzuweisen, dass das Design eigentlich nicht zur freien Verfügung steht, wäre zu hoch. Wenn du das aber beispielsweise über ein Kleingewerbe im größeren Stil machen würdest, könntest du da ordentlich Ärger kriegen, weil es ne Urheberrechtsverletzung ist. Es sei denn, du hast dir vorher die Erlaubnis eingeholt, dies im kommerziellen Rahmen zu nutzen.

    Ich hab mir für Januar direkt mal was ganz Schnelles ausgesucht - Jonathan Strange &. Mr. Norrell von Susanna Clarke. Hat ja nur fast 1000 Seiten :wallbash: Aber das Cover passt perfekt und es ist mir als erstes in die Hände gefallen (der größte Rest meiner Bücher ist noch in Kartons...). Na, hoffentlich schaff ich es |)

    Weils mir grad beim Suchen nach Anleitungen mal wieder aufgefallen ist... Ne Rechtsfrage.

    Anleitung für etwas zum Häkeln, ich stelle es also auf eigene Kosten und in eigener Arbeit her. Die Anleitung ist gekauft.

    Kann der Verkäufer der Anleitung mir wirklich vorschreiben das ich meine von mir selbst gefertigten Produkte nicht verkaufen darf?

    Ich finde das total strange und es geht mir echt gegen den Strich, irgendwie.

    Ja, da er die Anleitung erstellt hat, würde er Lizenzgebühren erhalten dürfen. Bzw er darf einschränken, dass die Anleitung nicht zu kommerziellen Zwecken genutzt werden darf. Das ist Urheberrecht und eigentlich in allen Bereichen so, wo man eine Anleitung/ein Muster kauft (beispielsweise 3D-Druck). Es sei denn, der Urheber gibt es explizit auch für die kommerzielle Nutzung frei.

    Dass du dabei eine eigene Arbeitsleistung erbringst, ist irrelevant, da du diese ja auf Basis der Anleitung machst.

    Ach die Insider und Flops noch... Da pack ich mal ein bisschen YA dazu, das ist hier noch etwas unterrepräsentiert :D Jeweils der erste Band, für gewöhnlich finde ich aber die gesamte Reihe empfehlenswert

    Insider:

    Robin Wasserman - Skinned

    Libba Bray - Der geheime Zirkel

    Laura Halse Anderson - Wintermädchen

    Flops:

    Ursula Poznanski - Erebos (jaja, steinigt mich :p)

    V. E. Schwab - Das geheime Leben der Addie LaRue

    Für mich kann deshalb gleichzeitig alles stimmen: buy used not produced, wenn du (für dich) gute Gründe hast, dass es doch etwas Produziertes sein muss, dann mach's halt so. Aber denk halt vorher ein mal intensiv und kritisch drüber nach.

    So sehr ich dir insgesamt bei deinem Beitrag zustimme, ist dieser Teil und der Teil der Twingo-Uschi - wenn vielleicht auch unbeabsichtigt - wieder sehr wertend und "von oben herab". Warum soll ich nur dann intensiv darüber nachdenken, wenn ich "produced" kaufe? Sollte ich das nicht generell tun? Passt ein Hund in mein Leben? Wenn ja, welcher? Was brauch ich, was will ich, was kann ich händeln, was kann ich stemmen, was kann ich bieten? Aus welcher Quelle und warum?

    Und ebenso dein Twingo-Uschi-Beispiel. Da wird wieder der Böse SUV-Fahrer gegen die gute Twingo-Uschi ausgespielt - und natürlich soll sich die Twingo-Uschi dann rechtfertigen, warum sie nicht noch mehr Uschi ist als ohnehin schon. Du benutzt hier leider direkt Klischees, die bei mir persönlich direkt die Abwehrhaltung (oder, auf hündisch, den Beißreflex) auslösen. Warum ist der SUV-Fahrer der Böse? Warum werden ihm automatisch egoistische Gründe unterstellt? Und die Twingo-Uschi ist das arme Opfer?

    Genau dieses Schwarz-Weiß fördert halt die Vorbehalte gegen Tierschutz und "Tierschutzuschis". Keiner sagt was, wenn es heißt "Überleg doch mal, ob du deinen nächsten Hund nicht aus dem Tierschutz holen willst, ich kenn einige, die zu dir passen", aber wenn es heißt "Also, dass du nen Hund vom Züchter holst, solltest du schon kritisch hinterfragen. Bist du dir sicher, dass das sein muss?", klingt das schon ganz anders.

    rinski

    Mir geht es nicht darum, ob ein Tierheim Gewinn macht oder nicht. Sondern, dass man es sich zu einfach macht, wenn man prinzipiell gleiche Vorgänge einmal als Kaufpreis und einmal als Verwaltungsgebühr bezeichnet, nur weil unter Umständen Gewinn oder kein Gewinn gemacht wird.

    Aber wenn explizit um Rat fragt, gehe ich irgendwie davon aus ( bei den meisten zumindest), dass eine Antwort gewünscht ist.

    Für gewöhnlich wird aber um Rat gefragt, nicht um Bashing und herablassende Vorwürfe. Und das ist das Problem, wo die meisten dann zu machen.

    Rat kann man deutlich formulieren, ohne den anderen wie ein fünfjähriges Kleinkind dastehen zu lassen oder Nebenschauplätze aufzumachen.

    Und das ist es, was mir hier häufig fehlt: Den Respekt, eine Antwort so zu formulieren, dass sie zwar kritisch, aber nicht beleidigend ist. Einfach die eigene Empörung rauszuhauen ist halt einfacher, als den eigenen Ton zu reflektieren.