Beiträge von SabethFaber

    Was mich persönlich angeht: mir geht das Wetter zur Zeit etwas auf den Senkel :lol: Das beeinflusst meine Stimmung auch durchaus, sodass da gerade eher negativere Posts bei rauskommen würden. Vielleicht geht's anderen ja genauso.

    Oh ja!
    Das Wetter ist definitiv mit schuldig.
    Wir sind hier eh alle ziemlich wetterfühlig und irgendwie sind alle inklusive Hund gerade nicht sonderlich gut drauf.
    Momentan äußert das sich bei Ari mit Unkonzentriertheit und Kläffen und bei uns Menschen mit Müdigkeit und Kopfschmerzen XD

    Aber, Ari ist jetzt endlich umgekippt und schläft wie der Tod.
    So goldig, er seufzt dann immer wenn jemand vorbei kommt und streckt sich gelegentlich um sich kraulen zu lassen und noch mehr zu seufzen :herzen1:

    Heute hat mich Ares wieder überrascht. Er hat aktuell ein tränendes Auge, daher habe ich ihm Augentropfen besorgt. Habe mich schon auf das Schlimmste gefasst gemacht, also Welpe vor mir platziert. Mit einer Hand den Kopf fixiert und das Auge aufgehalten, mit der anderen Hand die Augentropfen.Und was macht Ares? Einfach absolut gar nix. Er hat sich nicht ein bisschen gewehrt. Daher dachte ich beim ersten Mal auch, ich habe das Auge nicht getroffen. Habe ich aber. Es stört ihn nur einfach mal überhaupt nicht. :headbash:
    Habe ihn übern Tag bis jetzt insgesamt dreimal getropft, nicht einmal kam ein Hauch an Gegenwehr. :D

    Ich will das auch!
    Ari benimmt sich immer, als ob wir ihm gleich ein Auge ausstechen wollen |)


    Mir fällt generell auf, dass die Mehrheit hier ziemlich demotiviert und frustriert reinschreibt. Dass es mehr schlechte als gute Erlebnisse zu geben scheint. Woran liegt das?

    Ich glaube ja, dass wir Menschen dazu neigen uns über die schlechten Dinge auskotzen zu wollen und die guten verschweigen.
    Bzw das die schlechten Dinge in dem Moment alles andere überschatten.

    Bei mir ist das so: 90% des Tages ist Ari der beste Hund der Welt und wenn sich dann die restlichen 10% bemerkbar machen nerven die mich so, dass sie länger richtig präsent bleiben und wenn ichs mir von der Seele schreibe geht es mir gleich besser.
    Glücklich bin ich mit dem Hund trotzdem.

    Außerdem suchen viele vermutlich Rat für die schlechten Dinge und für die tollen Seiten braucht man im Normalfall ja keine Hilfe :D


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    Um mal was positives zu sagen.
    Unsere erste Begegnung mit läufiger Hündin hat bei Ari ja doch zu ziemlich deutlichen Reaktionen geführt.
    Heute sind wir der zweiten begegnet und er hat sich praktisch überhaupt nicht anders verhalten wie bei jedem anderen Hund auch. Da war ich schon happy mit ihm.
    Mädels duften nämlich normal so schon verlockend und heute wars nicht extra anstrengend.
    Überhaupt reagiert er momentan immer schneller wieder auf mich, wenn wir an anderen Hunden vorbei gehen.
    Vielleicht kommt bald der Tag wo ich mich nicht erstmal mit vollem Gewicht gegen die Leine lehnen muss.
    Heute war ich auf jeden Fall stolz.

    Und dann kam er noch ganz brav auf den Rückruf zurück gerast. Das klappt momentan eher selten.
    Hat keinen Müll gefressen.
    Ist niemandem fast vors Fahrrad gelaufen.

    Perfekter Spaziergang.

    So ein braver Hund. :herzen1:

    Wahrscheinlich wurde er zu dominant und aufmüpfig.
    Man weiß doch wie Rüden so sind. :fear:

    Das sind die Männerhormone und die muss man abschalten um einen ordentlichen Hund zu kriegen. Sonst sind die immer nur auf Konflikt und Dominieren aus!


    Aber goldig ist der wirklich! Die Mandelaugen :herzen1:

    Was bei Ari Training teils echt erschwert ist, dass er Übungen sehr schnell durchschaut.
    Ich übe Nein oder Liegen lassen oder was auch immer drei Mal und dann weiß er genau, er soll jetzt das liegen lassen/loslassen/wasauchimmer und guckt das Übungsteil nicht mehr mit dem Arsch an, sondern konzentriert sich nur noch auf mich und die Belohnung.
    Ich kann den Übungsgegenstand dann auch wechseln. Macht keinen großen Unterschied.

    Das Problem ist natürlich, dass er das dann noch nicht aufs richtige Leben übertragen hat/kann.
    Ich bin also ein bisschen auf Zufälle angewiesen mit denen ich üben kann. Natürlich kann ich zB den Weg vorpräparieren und mir einen Zufall erschaffen, aber auch hier kann ich die Übung dann nur ein paar Mal machen bis er versteht was ich in dieser Situation von ihm will.
    Er lernt und überträgt das dann schon irgendwann auch aufs Leben und große Ganze, allerdings langsam.

    Bei Ari scheint das so abzulaufen:
    Nebendran
    Frauchen sagt Liegenlassen.
    Ari erinnert sich an die Übung, lässt liegen (weil Frauchen lässt ihn das eh nicht fressen) schaut mich an (weil er weiß, Alternative ist mindestens so gut) und kriegt seinen Keks.

    Weiter weg
    Frauchen sagt Liegenlassen.
    Ari erinnert sich an die Übung, schaut hoch, Frauchen ist nicht in nächster Nähe - aha, dann kann ichs ja fressen, sie kann mich jetzt eh nicht dran hindern

    Mein Einfluss Radius hat sich inzwischen vergrößert. Allerdings war das harte Arbeit ihn von direkt daneben auf etwa 2 Meter Umkreis zu erhöhen und hat in etwa 5 Monate gedauert.
    Alles weiter weg ist Glückssache.

    Bevor die Gefahr besteht, dass er etwas aufnimmt (Glassplitter oder sonstiges), was ihm echt nicht gut tut, würde ich ihn nicht von der Leine lassen.
    Draußen könnt ihr dich auch Umorientieren üben, wenn zB eine Strecke mit Brezel präpariert wird und ihr dann durchlauft. So üben wir in der Hundeschule.

    Komplett von der Schleppleine darf Ari nur ganz selten (sprich: wenn ich sie vergesse :hust: )

    Das mit dem Präparieren haben wir so auch in der Hundeschule gelernt :)
    Aber das macht man ja auch nicht gleich 10 Meter entfernt, sondern nahe da, wo man gerade vorbei läuft. Dann klappt das übrigens bei uns zumindest auch schon recht ordentlich.
    Wir haben nur ein Problem bei Entfernung.
    Aber ganz auf jeglichen Freilauf möchte ich eigentlich nicht verzichten, vor allem weil das bei meinem beratungsresistenten Hund noch länger dauern kann bis das sitzt |) :pfeif:

    Bei Ari zumindest sieht man richtig das Gehirn rattern, wenn er etwas findet, dass für ihn lecker erscheint, und ob wir weit genug entfernt sind, dass er es sich noch rein stopfen kann oder nicht.
    Glücklicher Weise hat bisher eigentlich nur Schafskacke den Cut geschafft, es tatsächlich zu riskieren.

    Glasscherben würde er zB (Gott sei Dank) ziemlich sicher nicht aufnehmen. Plastik an sich interessiert ihn überhaupt nicht.
    Für ihn sind in erster Linie Schafskacke (und zwar außschlißlich, Pferde- und Hundeoutput interessieren ihn gar nicht), Stoffe und Plastikbecher wo vorher Essen drin war interessant (und halt Essen/tote Tiere).
    Und Stoffe bringt er meist nur als Tauschgegenstände an :tropf:
    Mein Hund hat einen komischen Geschmack - sehr speziell :roll:

    Wieso kriegt Finley so oft die Möglichkeit dazu?
    Ich würde da nix tauschen, sondern möglichst vorher noch ein zuverlässiges Nein erarbeiten (und durchsetzen) und eben nur frei laufen lassen, wenn ich permanent einen Blick auf den Hund haben kann, um ihm die Sachen vorher zu verbieten.
    Was vom Boden fressen ist hier in der Stadt strikt nicht erlaubt. Auch nicht lange Rumschnüffeln an öffentlichen Mülltonnen und dergleichen. Das kleine Was zieht sich dann wirklich was aus der Mülltonne. Sie klaut wie ein Rabe. Vor allem aber Socken :ugly:

    'Nein' wir hier auch noch geübt :hust:

    Bei 'Gib' weiß Ari, dass er eine Alternative angeboten bekommt, bei 'Nein' weiß er, dass das nicht unbedingt der Fall ist.
    Letztendlich schaufelt er sich trotzdem alles rein was geht :headbash:

    Wenn er an der kurzen Leine ist hab ich allerdings schon einen sehr guten Einfluss auf ihn, da kriege ich ihn dazu bei Nein/Liegenlassen schon gut 90% auch tatsächlich nicht aufzunehmen.
    Vor allem in der Stadt ist zumindest bei uns das Aufheben ein kleineres Problem.

    Sobald er weiter weg ist wird es halt schwieriger. Und ich hab das Gefühl, da ist Tauschen einfach oft die Lösung, die er besser annimmt.
    Er kann halt auch recht exakt abschätzen, wann ich nah genug dran bin ihn zu stoppen und wann nicht. Auch mit Schleppleine. Viel zu schlau das Plüsch |)
    (Genau das erschwert uns auch das Nein Lernen. Daheim und in Reichweite klappt es schon recht ordentlich, draußen - not so much)