Nur so. Ich bin mir nicht sicher, ob meiner das auch macht....
und wenn ja, warum...
Fiddlen ist eine Konfliktlösungsstrategie - die "nette" aber nervige. Also so nach außen hin für den Unwissenden.
(die anderen sind: Fight =Angriff, Flight =Flucht, Freeze =Erstarren. Das sind die, die leicht(er) zu erkennen sind, im Normalfall auch für Laien)
Das heißt, es kann in allen Situationen vorkommen, in denen Hund nicht sicher ist wie er diese jetzt am Besten lösen soll. Allen voran sind das meist Situationen mit Begegnungen - Hund wie Mensch - in denen Hund sich unwohl fühlt.
Anstatt sich zu entziehen, oder kummunikativ klar zu stellen, dass Hund etwas nicht möchte etc, fängt Hund meist an "zu spielen". Im Prinzip ist es ein "schau, tu mir nichts, ich bin so lieb und spaßig".
Viele fremde Hunde finden es ziemlich nervig (verständlicherweise, da hibbelt ständig so ein unerwünschter Hund in ihrem Gesicht herum und verbreitet Aufregung) und das sind dann gern auch mal Situationen in denen der andere Hund dann ne Ansage macht und dann vom unwissenden Mensch eine drüber bekommt "weil aus dem Nichts und der arme andere Hund, der wollte doch nur spielen".
Retriever sind tatsächlich prädestiniert dafür. Denen fehlt halt häufig die Fähigkeit des deutlichen "Nein" sagens weil sämtliche Aggression rausgezüchtet wurden und sowas gleich mit.
Insgesamt machen das aber viele Rassen.
Ein Beispiel:
Mein Rüde mag keine Menschen. Findet er völlig überflüssig und will auch nicht angefasst werden. So richtig "sagen" kann er das aber auch nicht.
Als anstatt einfach wegzugehen, oder sich hinter mich zu setzen (zumindest nicht von alleine, ich musste ihm das beibringen und teilweise immer noch durchsetzen), fängt er an super aufgeregt um sie herumzuschlawenzeln, sie anzuspringen, abzulecken. Er drängt sich auf. Alles was ein Laie als 'der freut sich so mich zu sehen' ansieht.
Ich sehe aber nur einen Stress-überdrehten Hund, der keine Ahnung hat wie er sich verhalten soll und es dadurch nicht schafft einfach souverän wegzugehen.
Wenn er sich tatsächlich freut - zB wenn er uns sieht. Sind seine Bewegungen weich, er hat ein entspanntes Gesicht und kein Stresshecheln.
Der ganze Hund, der ganze Körper ist einfach komplett anders. Nicht so angespannt.
Bei anderen Hunden ist es ein bisschen ähnlich. Da kommen noch andere Faktoren dazu, aber das Grundschema - angespannt und überdreht anstatt weich und entspannt ist dasselbe.
Wenn ich ihn aus so einer Situation nehme bzw dafür sorge, dass solche Situationen möglichst gar nicht aufkommen, dann merkt man ihm richtig an wie froh er ist, dass er da eine Leitlinie hat.