Vielleicht interessiert dich ja noch unser Bericht.
Ari ist ja auch ein Spitz.
Er hat den Chip jetzt seit ca 3 Monaten.
Ich hab neulich erst in einem anderen Thread einen Bericht dazu geschrieben:
Ich will auch mal berichten.
Wir hatten nach der Prostataproblematik, die zusätzlich zur ursprünglichen Überlegung kam den Chip zu versuchen, uns dann entschieden ihn setzten zu lassen.
Inzwischen sind es glaube ich gute drei Monate.
Und was soll ich sagen, es war eine wirklich gute Entscheidung und Herr Spitz wird wohl in etwa zwei Monaten oder so kastriert, solange die Wirkung noch voll da ist.
Wir hatten am Anfang auch eine ziemlich ätzende Erstverschlimmerung, aber nach ziemlich exakt 6 Wochen (viel schneller als ich eigentlich erwartet hatte) hat die Wirkung dann eingesetzt.
Ari ist seit dem etwas ruhiger, etwas konzentrierter, etwas weniger gestresst und einfach insgesamt mehr da und ausgeglichener. Die Sicherung knallt ihm deutlich später raus als früher um nicht zu sagen, fast gar nicht mehr.
Zudem kommt noch dazu, dass er jetzt sogar mit anderen Hunden (deutlich besser) umgehen kann. Bis zum Chip haben ihn Begegnungen mit Hündinnen und Kastraten immer völlig überfordert. Das ist inzwischen fast weg und wir können völlig problemlos aneinander vorbei laufen. Auch bei läufigen Hündinnen, womit ich gar nicht gerechnet hatte.
Insgesamt scheint er einfach viel besser mit der Welt klar zu kommen. Selbst unsere Physio hat gesagt, dass er deutlich grundentspannter ist. Der Unterschied ist also sogar für Außenstehende in hohen Stresssituationen merkbar.
Negative Seiten hat es natürlich auch, aber die sind im Verhältnis gut zu managen.
Er ist verfressener und nimmt schneller zu.
Er scheint mir etwas unsicherer geworden zu sein. Allerdings noch völlig im Rahmen. Seltsame Geräusche und unbekannte Menschen die sich mit mir unterhalten werden unterwegs jetzt eher mal verbellt, aber ich denke das kriegen wir mit ein bisschen Übung auch wieder raus.
Er jagt auch ein bisschen mehr, wobei sich das inzwischen auch schon wieder etwas relativiert hat. Und Leinenknast wegen jagen hatte er eh schon, da hat sich also so oder so nichts geändert.
Nicht verändert hat sich seine Einstellung zu intakten Rüden, aber das hatte ich eh nicht erwartet.
Auch das Fell ist - bisher - noch schön. Wie sich das im Laufe des nächsten Jahres entwickelt werden wir sehen.
Insgesamt ist er auch immer noch mein geliebter Stinkstiefel, nur, dass er eben etwas besser mit der Welt umgehen kann.
Insgesamt sind die Auswirkungen um Welten besser als wir uns erträumt hatten.
Mit so viel merklichem Unterschied hatten wir wirklich nicht gerechnet. Definitiv nicht damit, dass es sich auch auf sein Verhalten gegenüber anderer Hunde auswirken könnte.
Alles anzeigen
Unsere Probleme waren ein bisschen anders (außer die Sache mit der Prostata). Ari hatte zwar früher auch einen sehr nervösen Magen, aber das ist ein Problematik, die durch den Chip/Wegfallen der Sexualhormone auch besser wurde, aber nicht ursprünglich daher kommt, sondern nur verstärkt wird.
Er ist halt trotzdem ein besonderes Schneeflöckchen.
welchem Alter kann man diesen Schritt wagen? Franz ist 15 Monate alt und ich finde ihn zu jung...
Ja, er ist eigentlich auch noch zu jung und ich würde das auch vermeiden wollen.
Aber ganz ehrlich, wenn es ihm so schlecht geht... Er hat zumindest einen Großteil seines Wachstums schon hinter sich. Das ist auch schonmal was. Magenschleimhautentzündung auf Dauer ist vermutlich schädlicher.
Im schlimmsten Fall kann man den Chip immer noch auslaufen lassen. Im Prinzip geht danach die Entwicklung wieder "von vorne los". Also zweite Pubertät.
Mit welchen Veärnderungen ist zu rechnen?
Ist ein bisschen abhängig vom Hund und den Problemen.
Wenn die Ärzte Recht haben wird sich das Magenproblem verbessern und er wieder mehr zur Ruhe kommen und weniger gestresst sein.
Ich kann dir das Buch "Kastration und Verhalten beim Hund" von Strodtbeck/Ganßloser sehr empfehlen. Ich fand das wirklich informtativ und für Laien gut verständlich geschrieben. Und es hat mir ein ganz gutes Verständnis dafür gegeben, was passieren kann und wie es zusammenhängt.
Was körperliche Veränderungen/Ablauf angeht:
Der Chip fängt zwar sofort an zu wirken, die eigentliche Wirkung tritt aber im Durchschnitt erst mit 6-8 Wochen ein.
Vorher gibt es die Erstverschlimmerung. Bei uns war die furchtbar, ätzend und zum kotzen 
Ging etwa nach anderthalb Wochen los und hielt fast exakt bis zur 6. Woche. Und er hat alles abgespult was er vorher noch nie gemacht hat: Zähne klappern, sabbern wie ein Tollwütiger andere Rüden (und generell Hunde) auf 100 Meter entfernung schon anpöbeln wie ein Geistesgestörter....
Waren anstrengende Wochen. Hat sich am Ende aber gelohnt.
Gewicht? Er ist ein Spargeltarzan, aber sowas kann ja sehr schnell gehen..
Ari nimmt jetzt schon schneller zu und wir mussten sein Futter anpassen. Wenn man damit aber rechnet sollte das kein Problem sein.
Er ist eher ein unsicherer und nervöser Hund. Wird das schlimmer?
Kann definitiv passieren.
Das ist die eine Nebenwirkung im Moment, die bei uns definitv Arbeit erfordern wird.
Ari war nie selbstsicher, tendenzell eher unsicher, aber eher im Bezug auf andere Hunde. Schnell gestresst von seiner Umwelt, aber halt nie überfordert durch Unsicherheit, nur durch Reizverarbeitung. Ist schwer zu erklären. Ich hätte eher gesagt (von Hunden abgesehen) er ist weder selbstsicher, noch unsicher.
Jetzt ist er definitiv unsicher. Er kläfft auch viel mehr, weil ihm öfter mal was ein bisschen gruselig vorkommt. Vor allem Geräusche irritieren ihn jetzt öfter, aber auch Menschen, die mit mir reden oder so.
Wie ist es mit dem Fell (Spitz - Langhaar)? Womit muss ich rechnen?
Du hast im Prinzip eine etwa 50:50, vielleicht 60:40 Chance auf nichts passiert:Kastratenfell.
Falls das passiert ist das bei etwa 2/3 massives Unterwollwachstum und fluffiges Fell das zum Filzen neigt und beim letzten Drittel weniger und dünnes Fell. Funktionalität geht bei beidem flöten.
Es gibt auch noch ein paar Abstufungen dazwischen, aber meistens ist es entweder oder.
Ari hat "toi, toi, toi" noch schönes Fell.
Er ist jetzt schon oft mobbingopfer, weil er sich nicht wehrt. Werden andere Hunde das noch mehr ausnutzen?
Kann passieren. Wobei es für ihn wahrscheinlich eh nicht viel ändern wird, wenn es jetzt schon so ist.
Bei Ari war es ein absoluter Gewinn.
Gut, er ist auch schon 4 Jahre, aber es hat ihm auf jeden Fall mehr geholfen als geschadet.
Deswegen finde ich die Testmöglichkeit durch den Chip auch super. Falls man sich doch irrt kann mans wieder auslaufen lassen und hat dann wieder den Status von vorher.
Und gerade bei so einem jungen Hunde ist das vielleicht auch noch ne Möglichkeit es danach nochmal ohne Chip zu versuchen, falls er dann - mit hoffentlich wieder besserem System doch noch ohne Kastration kann. Würde ich mir zumindest als Option auch nochmal offen halten/überlegen (auch wenn ich bei euren Problemen auch keine Bedenken hätte wenn ihrs - wenn es hilft - währenddessen noch "offiziell" macht. Ihm geht es so ja ganz offensichtlich wirklich nicht gut).