Alles anzeigenDa gibt es inzwischen immer mal wieder Reportagen drüber, hab auch mal einen sehr interessanten Artikel gelesen. Gibt auch mindestens eine Studie dazu (die das bekannt(er) gemacht hat), inzwischen aber vermutlich mehr.
Das ist kein ausgedachtes Thema, sondern tatsächlich so. Wird es auch schon immer gegeben haben.
Aber es ist so ein unheimliches Tabu Thema in Deutschland, dass das so gut wie niemand offen zugeben würde. Der negative Rückwind dazu ist viel zu groß.
Deswegen sind die meisten Interviews mit solchen Müttern/Beispiele in Reportagen etc auch anonym.
Es ist aber inzwischen durchaus ein bewiesener Fakt und gibt vermutlich viel mehr als man denkt.
Ich verstehe, dass das ein Tabu-Thema ist.
Wenn das bei mir so wäre, würde ich auch nicht wollen, dass Außenstehende das wissen.
Einfach, weil ich es schlimm finden würde, wenn mein Sohn das (wenn es so wäre) irgendwie mitbekommen würde.
Wenn man das später zu einem erwachsenen Kind sagt, ist es das eine.
Aber ich glaube, ein Kind belastet so eine Aussage in der Kindheit schon - wie soll z.B. ein 7jähriges Kind das einordnen können?
Vor allem, da es ja im Laufe der Kindheit immer wieder mal zu Reibereien zwischen Kind und Mutter kommen wird… da kommt dieses „ich bin ja gar nicht gewollt“-Gefühl dann vielleicht unweigerlich wieder hoch
Ich würde das deshalb wirklich nur richtig, richtig guten Freunden sagen.
Glücklicherweise kann ich es mir nicht vorstellen, denn ich glaube, viele Dinge, die ich jetzt gerne mache oder von denen ich mir zumindest denke „gut, da muss ich jetzt durch“ würden mich wahrscheinlich viel mehr belasten, wenn ich die Entscheidung bereuen würde.
Ich weiß nicht, ob ich dann wirklich die gleiche Liebe empfinden könnte oder ob das dann eher eine Art „Job“ wäre.
Total schwieriges Thema…
Mir war bisher nicht bewusst, dass das so viele Eltern betrifft
Der Begriff Tabuthema betrifft nicht das Gespräch mit den Kindern. Das ist nochmal ein anderes Thema.
Das man sowas kleinen Kindern nicht sagen sollte, weil das sonst durchaus psychische Probleme nach sich ziehen kann, ist ein anderes Thema. Und definitv auch ein Problem, was die ganze Situation dann zu einer furchtbaren Zwickmühle werden lässt.
Den meisten Kindern geht es aber durchaus gut und sie werden sehr geliebt und die wenigsten Mütter würden sowas ihren Kindern einfach mal so vor den Latz knallen. Die kümmern sich im Normalfall ganz normal und den Kindern fehlt es an nichts, auch nicht an Liebe und Zuneigung.
Ob und wie man das seinen Kindern irgendwann beibringt ist ein ganz eigenes Thema und sollte natürlich sehr vorsichtig gemacht werden.
Mit Tabuthema ist aber tatsächlich die Gesellschaft gemeint. Also nicht mal die engere Familie/Freunde, sondern auch wildfremde Menschen - Gesellschaft als ganzes halt.
Wenn man schon bedenkt, was man alles zu hören bekommt, weil man.. noch keine Kinder hat, nur ein Kind hat, zwei Kinder oder mehr hat, keine Kinder will (und bei allem womöglich noch 1+ Hunde hat) etc. dann braucht man sich nur vorstellen, wie die Leute urteilen, wenn man sagt, dass man es bereut Kind(er) bekommen zu haben.
Also es geht darum, dass Müttern die sowas (in theoretisch neutralem Raum) zugeben im besten Fall nur ganz viel Unverständnis, im schlechtesten Fall richtig aggressiver Hass entgegenschlägt.
Gibt natürlich auch normale Menschen, die sowas akzeptieren können, aber halt leider auch viel zu viele, die der Meinung sind, dass sie allein Recht haben.