Ich habe von Schutzhundearbeit garkeine bis wenig Ahnung, möchte aber auf die Sache mit dem alleine bleiben nochmal eingehen, weil dir das auch sehr wichtig zu sein scheint.
Pablo (Langhaarcollie) konnte mit 16 Wochen sehr sehr gut 4 Stunden allein bleiben. Er hätte sicher mehr gekonnt, aber die Zeit war durch seine Blase begrenzt. Wir haben ihn mit 10/11 Wochen bekommen und von Tag 1 geübt. Das heißt, es wurden Türen geschlossen, er war nicht 24/7 im Mittelpunkt, wir haben den Müll öfter raus gebracht als sonst und nach ein paar Tagen schon kurze Einkäufe erledigt. Die Züchterin hat ebenfalls gute Vorarbeit geleistet, da war am Ende auch nicht mehr dauerhaft ein Mensch verfügbar. Das hat bei uns also gut geklappt. Aber mit ungefähr 9 Monaten hatten wir einen Rückschlag. Pablo wurde zu dieser Zeit anhänglicher und die Bindung zu uns merklich intensiver. Er fing an wie ein Wolf zu heulen, wenn wir nicht da waren, schlief kaum noch. Ich konnte ihn zumindest per Ansprache über die Kamera abbrechen, aber die Zeit war hart für alle Beteiligten. Der Spuk dauerte um die zwei Monate an und war von einen auf den nächsten Tag wieder Geschichte. Heute mit knapp 14 Monaten bleibt er problemlos bis zu 7 Stunden allein und so lange ist es auch nur ausnahmsweise.
Lange Rede, kurzer Sinn, es kann klappen, es kann sein, dass das völlig daneben geht und es kann Rückschläge geben. Fakt ist, ihr braucht Plan B und C, falls das nicht geht. Ich persönlich hätte kein Problem mit Fremdbetreung, das hätten wir auch gemacht.