Beiträge von Sventje

    Eine einfache Lösung ist die Abgabe eines Tieres nicht. Das stellt sich hier auch garantiert niemand vor. Und die Entscheidung liegt ja zum Glück auch alleine bei dem Besitzer des Tieres, egal welcher Tierart.

    Gleichzeitig muss sich aber auch jeder klarmachen dass er alleine für das Wohl seines Tieres verantwortlich ist und sonst niemand.

    Ich hab seit ein paar Wochen so ein Beispiel von Hund als Gesellschafter einer älteren Person ohne angemessene ärztliche Versorgung bei mir. Lange wärs wohl nicht mehr gut gegangen. Mit bissel Glück hat er noch ein paar muntere Jahre ohne Einschränkung vor sich.

    Ich gehe selbstverständlich davon aus dass jeder landwirtschaftliche Betrieb eine Betriebshaftpflichtversicherung hat die die Schäden ausbrechender Tiere abdeckt. Stand aber nicht weiter oben dass die Betriebshaftpflicht im Wolfsgebiet nicht gezahlt hätte? Welche Versicherung hätte dann den Schaden übernommen?

    Wenn man sich nicht mal eine Basis-KV leisten will/kann, dann sollte man um mögliche eigene Hunde/Katzen einen großen Bogen machen.

    Nicht leisten will heisst ja nicht, nicht leisten kann.

    Warum soll ich mir eine KV leisten wenn ich sicher weiss dass ich die Versorgung auch ohne KV stemmen kann?

    Bei einer Mehrhundehaltung kann es je nach Anzahl der Tiere schon gut sein dass eine KV für alle die schlechtere Alternative ist.

    Wer noch nie in wirklicher, länger dauernder Not war oder einsamer Rentner mit geliebtem Einzeltier ist (da denke ich immer an die Oma mit ihrem Mops, die gemeinsam stuuuundenlang auf einem Kissen am Fensterbrett hängen, um die Welt aus ihrer kleinen Bude heraus ein bisserl mitbetrachten zu dürfen, um überhaupt noch was mitzubekommen, und sei es nur still betrachtend) kann das alles gar nicht beurteilen *find*

    Du würdest den Kreis der hier mitschreibenden Tierbesitzer sehr verkleinern wenn nur noch Leute, die diesen Kriterien entsprechen, mitdiskutieren sollten.

    Eigentlich ist doch fast einhellige Meinung: die eigene Lebenssituation realistisch einschätzen und dann danach handeln.

    Für schwer vermittelbare Tierheimhunde wird sich auch schwer ein Gnadenplatz finden lassen. Mit diesen Plätzen arbeiten schon viele Vereine.

    Das macht für Vereine aber nur Sinn wenn es sich wirklich um unvermittelbare Hunde handelt. Auch Gnadenplatzhunde kosten Spendengelder. Die sind nicht gut angelegt wenn vermittelbare Hunde auf Dauer im Vereinsgewahrsein bleiben.

    Eine Option wäre natürlich immer die Arbeit als Pflegeplatz, dann muss man sich aber auch wieder trennen können.

    Ich bin mir ernsthaft nicht sicher, ob nicht auch ein Hund lieber eingeschläfert werden würde, als mit einer schwerwiegenden Erkrankung an einen zwar finanziell potenten, aber fremden Menschen vermittelt zu werden (wo auch immer der herkommen soll).

    Solche Hunde mag es geben aber aus meiner Erfahrung, ich hab vor 3 Monaten einen älteren kranken Hund übernommen weil der noch ältere Vorbesitzer die Versorgung nicht mehr gewährleisten konnte und wollte. Das ist jetzt der zweite Hund den ich auch genau diesen Gründen übernommen habe, und beide Hunde haben bzw. hatten keine Probleme damit den alten Besitzer zu treffen und dann aus freien Stücken wieder mit mir mitzugehen.

    Wir Menschen haben da manchmal so Vorstellungen von ewiger Liebe.