Beiträge von Sventje

    a, aber ich traue jemanden zu, der ein ein gechiptes Tier loswerden will, dass er dafür sorgt, dass der Chip entweder nicht mehr funktionstüchtig ist, oder vor dem Aussetzen rausgenommen wird. Das macht ja sonst keinen Sinn.

    warum eigentlich? Müssen die Chipdaten mit dem letzten Besitzer irgendwo zentral gespeichert sein?

    Wobei wir wieder da sind. Ein großes Raubtier ohne natürliche Feinde mit einem bestimmten Raumbedarf wird schnell einen zu großen Bestand bilden. Der muss dann eben entnommen werden, der Mensch wäre für das wilde Tier Wolf wieder eine lebensbedrohliche Gefahr und einiges an Konflikt wäre weg.

    Die Natur braucht uns alle nicht. Nicht mich als Jäger, nicht den Landwirt, nicht den Hobbytierhalter und auch nicht den Nutztierhalter. Den Wanderer oder Hobbysportler auch nicht. Wir alle benutzen die Natur und mögen die anderen oft nicht wirklich.

    Sehe ich auch so und würde ich tatsächlich (als zusätzliche Massnahme) für einen sehr guten Ansatz halten: geschützte Habitate, in denen Mensch nicht mehr wirklich viel zu suchen hätte. :nicken:

    Wölfe haben einen recht großen Radius. Habt ihr so große zusammenhängende Flächen in eurem Land um die für Menschen für jedwege Nutzung zu sperren? Also auch nicht freigeben für irgendwelche privilegierte Nutzungen? Und was passiert mit denen die die Grenzen überschreiten (müssen), weil es einfach zu viele werden?

    Das ist richtig. Aber wir können weder unser Land größer machen noch die Anzahl der Menschen verringern.

    Und das es Menschen gibt die sich abseits von Wild- und Wanderparks oder Stadtparks bewegen wollen ist halt mal so. Wir alle wundern uns wenn die Kinder meinen dass Kühe lila sind, wir möchten aber nicht dass sie dorthin gehen wo es noch richtige Kühe gibt. (Kühe war jetzt zufällig gewählt, Getreide für Brot usw. wäre genau so gut.)

    Im übrigen ärger ich mich als Jäger natürlich auch über Menschen die Nachts im Stangenholz rumschleichen. Aber die haben das gleiche Recht nachts da draußen zu sein wie ich.

    Wobei nach meiner ganz privaten Definition "die freie Wildbahn" direkt hinter meinem Zaun anfängt.

    Hier im Fichtelgebirge ists nun wahrlich nicht dicht besiedelt, aber selbst ein hier lebender Wolf hätte Schwierigkeiten, immerzu einen menschlichen Wohlfühlabstand zu Dörfern einzuhalten. Der Wolf im vergangenen Winter war ca. 100 Meter von meinen Flächen und etwas mehr vom Dorf entfernt - ich hab das noch nicht als "kommt Menschen zu nahe" empfunden. Der ist da halt lang, weil er nun mal irgendwo lang muss.

    Genau das ist der Grund warum ich ein solch großes Raubtier nicht mehr passend für unser Land halte.

    Und nein, das hat nichts damit zu tun dass ich Jäger bin. Wir haben hier Luchse und das ist vollkommen in Ordnung und richtig. Die gefährden keine Haus- und Nutztiere, leben vom Wild und finden Wege in Entfernung zu den Häusern.

    Ich habe mal für ein Jahr in Australien gelebt, da gibt es fast nur tödliche Tiere, aber da ist die Diskussion nicht so ausgeartet wie hier.

    oha, in Australien wird mit allen Mitteln gekämpft. Mit Gift, selbstverständlich mit Schusswaffen, mit Schusswaffen aus dem Hubschrauber.

    Ich kenne keine Wölfe, hier gibt es keine (zum großen Glück). Ich bin schon sehr lange Jäger und hab deshalb richtig viel Wild, und Wölfe sind auch nur Wild, beobachtet. In Revieren mit hohem Jagddruck, also dort wo der Mensch eine Gefahr darstellt, wird das Wild heimlich, es meidet den Menschen.

    Dort, wo wenig gejagd wird, schwindet diese Scheu. Ich kenne gerade so ein Revier. Dort sagen die Sauen am hellen Tag hallo. Im Revier nebenan, wo gejagd wird, meiden sie die Menschen weiträumig.

    Wenige Generationen langen um einem so überlebenstüchtiges Tier klarzumachen, dass es keinen Grund gibt den Menschen zu meiden. Sauen haben schnell begriffen wo es gefahrlos Frass gibt, auch mal im Garten eines Einfamilienhauses. Der Wolf ist nicht weniger anpassungsfähig, der begreift auch (manche haben es schon) dass es beim Menschen gefahrlos und recht einfach Frischfleisch zum holen gibt. Außer in die Hände klatschen kann der wehrlose Mensch ja nichts.

    Es kann doch nicht das ausschlaggebende Argument sein dass Schäden ersetzt werden.

    Möchtest du morgens auf die Weide kommen und gerissene, zum Teil vielleicht sogar noch lebende aber angefressene Tiere finden? Auch wenn es zum Teil zum Schlachten bestimmte Tiere sind: sie werden von ihren Haltern nicht als Lebendfutter für Wölfe sondern hochwertiges Lebensmittel auf der Weide gehalten.

    Das hält auf Dauer doch kaum ein Tierhalter aus.

    Und den Rest meiner Gedanken behalte ich lieber bei mir.