Wir lassen Levi auch ganz bewusst in Ruhe gucken. Und wir sind sehr froh einen Welpen zu haben, der sich so ruhig mit seiner Welt auseinander setzt.
Nach dem Lösen bleiben wir meist 5-10 min draußen sitzen und er guckt. Wenn was viel für ihn ist, freuen wir uns, wenn er Schutz bei uns sucht. Und danach geht's rein und er verarbeitet alles Neue im Schlaf.
Das Umorientieren belohnen wir schon auch. Aber halt, wenn es von ihm kommt. Wir lenken ihn nicht ab von den Reizen und geben ihm die Zeit, die er braucht.
Theoretisch wären uns auch Ruhe halten und Beißhemmung wichtig. Aber da haben wir aktuell aber zum Glück keinen Handlungsbedarf. Levi geht pennen, wenn er müde ist und kommt auch schnell runter. Und er knabbert zwar gerne auf unseren Händen rum, macht das aber sehr sanft und vorsichtig.
Wir korrigierenwerden allgemeine Hausstandsregeln. Z.B. ist die Küche bei uns für alle Hunde tabu. Geht er rein, wird er wieder rausgebracht. Durch die offene Haustüre darf nicht einfach rein oder rausgegangen werden - hier halten wir ihn, bis er darf.
Themen bei ihm sind grade eher Grenzen akzeptieren und Frust aushalten. Das "üben" wir im Rahmen des Möglichen. Und gehen da viel nach Gefühl, was er grade bringen kann.
Ansonsten sitzen wir viel mit ihm draußen rum und gucken uns die Welt an.
Samstag und Sonntag hab ich mit Djuna an einem Seminar teilgenommen (körpersprachliches Longieren) und seit Montag hält mich dieser kleine Wicht davon ab.
Ich reihe mich hier mal ein. Seit gestern wohnt ein kleiner Border Collie bei uns.
Bisher ist er ruhig und überlegt und wirklich freundlich und höflich mit unseren zwei Großen.
Ich bin sehr gespannt, wie er sich entwickelt, wenn er älter wird.
Grade hatte er zum ersten Mal ein paar wilde Minuten. Ein bisschen toben durfte er, dann haben wir ihn etwas begrenzt, bis er zur Ruhe gekommen ist. Und schon pennt er wieder
Ich bin ganz fasziniert, wie innig die Beziehung mittlerweile geworden ist.
Der Hund, der sich nicht anfassen ließ, sucht im Alltag gerne meine Nähe, kuschelt sich zum schlafen an mich, begleitet mit auf Schritt und Tritt durch meinen Alltag. Ich kenne ihre Stärken und Schwächen und kann mich auf sie verlassen. Was sie nicht leisten kann, muss sie nicht machen oder ich helfe ihr. Und sie nimmt mir meine Fehler nicht krumm, drückt auch mal beide Augen zu und ist einfach glücklich, wenn ich mich mir ihr beschäftige.