Beiträge von Stachelschnecke

    Es ist eh jeder mal mit seiner Liste dran... mir ist es gleich, wer jetzt anfängt.

    Und von mir aus können wir auch mal einen Thread ohne Spoiler probieren- wobei ich es ehrlich gesagt schon schön fände, wenn man den Thread auch schon lesen könnte, ohne schon alles gelesen zu haben. Wenn also Spoiler macht das auch nur Sinn wenn man dazuschreibt bis zu welcher Seite das gilt.

    Kennt jemand die Reihe um Anne? Ich habe Anne auf Green Gables hier liegen und frage mich, ob das was nettes, fröhliches für das nächste Stimmungstief werden könnte? Ich kenne die Reihe allerdings nicht bisher. War eher Hanni und Nanni Leserin (und hab natürlich alle alten Bände davon).

    Nach dem Leserundenbuch habe ich mein Lesetief zum Glück überwunden. Habe heute mit 'Kinder der Freiheit' von Follett angefangen. Die ersten beiden Bände der Jahrhundertsaga fand ich klasse, den dritten brauche ich jetzt noch, um die Reihe voll zu machen. Nach wenigen Seiten war ich jetzt auch schon wieder voll drin in den Familien, ich freue mich schon total auf die weitere Geschichte. :herzen1:

    Ich bin jetzt auch durch!

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    Und ich muss sagen, mir gefiel es ziemlich gut (mit einigen Schwächen). Da ich sonst kein Thriller- Leser bin, waren mir die Ideen auch neu. Die Erzählweise/Perspektive war zuerst ungewohnt, aber da war ich schnell mit ausgesöhnt. Und ehrlich, Pickle und Jehova waren der Brüller!
    Joe hat in der Tat ein verqueres Selbstbild- er stimmt ja auch den meisten Sachen im psychologischen Profil nicht zu, obwohl sie doch sehr naheliegend und stellenweise korrekt sind. Gerade der Passus mit der dominanten Mutter- ich konnte schon fast verstehen warum er ihr Rattengift verabreicht hat. Die Frau hat mich wahnsinnig gemacht. Hier wäre dann auch die Motivation für seine Morde zu finden- er glaubt nur, er täte es aus reinem Vergnügen. Ich glaube allerdings, dass sich hier wieder einmal zeigt, dass er die Welt und sich selbst anders wahrnimmt. Allerdings hätte der Umstand, dass er dann doch anscheinend seinen Vater umgebracht hat, für mich gerne noch etwas ausgeleuchtet sein können, das ging mir am Ende ein bißchen zu schnell.
    Die Geschichte mit Sally fand ich gar nicht so doof, lustig, wie sie sich beide für geistig minderbemittelt hielten und keiner war's. Sally selbst fand ich etwas dämlich, ein bißchen zu einfach gestrickt.
    Und bei Melissas Auftauchen und der Folterszene hab ich echt den Atem angehalten und habe mich echt darüber amüsiert, dass er anscheinend sein Pendant gefunden hat. Daher fand ich das mit der Liebesgeschichte gar nicht so falsch, im Gegenteil. Eine Beziehung zu einer normalen Frau konnte er ja nicht eingehen. Davon hätte ich mir tatsächlich noch mehr gewünscht, also so eine hübsche komplexe Beziehung in der die beiden permanent umeinander herumschleichen und hoffen, nicht doch in einem schwachen Moment vom andern umgebracht zu werden. Melissa ist der Hauptcharakter in einem der anderen Romane von Cleave... der würde mich schon auch interessieren, um sie besser kennen zu lernen. Sie erschien mir nämlich weit kränker als Joe.
    Mein Fazit: Gute Unterhaltung. Ich mag den Stil des Autors und ganz besonders mochte ich Joe.