Ich hoffe, dass Leute wie Tana French das Genre Thriller für mich retten können.
Generell mag ich keine Romane, die immer nach dem gleichen Schema funktionieren, wo also immer gilt- A+B=C. Wenn es einen männlichen und weiblichen Protagonisten gibt, werden sie zwangsläufig ein Paar. Glückliche Beziehungen gibt es aber nie. Und wenn ich noch einen Thriller lesen muss, wo am Ende der Psychiater der Mörder ist, dreh ich durch. Ich mag es einfach nicht, wenn man am Anfang schon weiß, wie es endet, weil es dem immer gleichen Muster folgt. Auch was die Spannungskurve betrifft. Bei den meisten Romanen kann man buchstäblich eine Schablone anlegen- der Aufbau, der scheinbare Höhepunkt, der obligatorische retardierende Moment kurz vor Schluss. Und dann entweder ein lahmes oder völlig abstruses Ende. Haste einen gelesen, haste alle gelesen. Menschen in Rollstühlen stehen am Ende grundsätzlich 'unerwartet' auf, es ist immer der unscheinbare Gärtnerjunge oder aber, wie schon erwähnt, der Psychiater oder Arzt.
Was ich auch nicht mag in Romanen sind die typischen weiblichen Protagonisten. Immer wunderschön und attraktiv, immer erfolgreich, immer umschwärmt, immer mehr oder weniger unbemüht perfekt. Das langweilt mich wirklich tödlich- so sehr, dass ich bei der Beschreibung dann schon abschalte.
Ich gehe immer mehr auf die Suche nach Romanen, die einfach mal anders sind.