Beiträge von Stachelschnecke

    Ich fände so eine Winter- Leserunde klasse und habe sogar schon eine Idee dazu.
    Generell hätte ich nichts gegen eine Bücherliste, die von der Stimmung her in den Winter passt und irgendwas damit zu tun hat. Da wär ich dabei!
    Aber ich wär auch für jede andere normale Liste zu haben, ist ja nicht so als würden uns dafür die Ideen ausgehen.

    Wollen wir dann sammeln? =)

    @Stachelschnecke

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    Ich war hin- und her gerissen, ob Faina tatsächlich real war, oder nicht. Aber gerade dieser Interpretationsspielraum hat mir sehr gefallen.

    Besonders gefallen hat mir auch die Darstellung und Entwicklung der Beziehung zwischen Mabel und Jack.
    Da musste ich tatsächlich öfter schlucken.

    Das Töten der Tiere hat mich hier nicht gestört. Wenn es zum Leben dazugehört, der Nahrungsaufnahme dient und kein Tier gequält oder umsonst getötet wird, komm ich damit gut zurecht.

    Am Rande; die Autorin hat bereits ein neues Buch (spielt auch in Alaska) herausgebracht.
    :pfeif:
    Ich habe es noch nicht gelesen. Aber ich werde es definitiv tun!

    Dann lies es mal und berichte! Ich werd kein zweites Buch von ihr lesen, bevor ich nicht wegen der Tiere bescheid weiß. Ich finde man merkt, dass die Autorin in Alaska lebt. So bildlich kann man wohl nicht beschreiben, wenn man noch nie dort gewesen ist.

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    Ich fand übrigens nicht, dass das Töten in dem Rahmen notwendig war. Garrett hat einfach nur auf alles geschossen was sich bewegte weil er's super fand, angewiesen war er auf das Geld aber nicht. Nichtmal den einen Fuchs konnte er verschonen, obwohl er darum gebeten wurde. Und diese Fallen, die da verwendet wurden, waren bzw. sind eine absolute Qual für das gefangene Tier. Da fiel es mir schwer, meinen aufgeklärten Tierschutzgedanken dabei auszuschalten. Und ja, ich geb's zu- ich bin eine Memme. Ich hätte mich einfach gefreut wenn sie es geschafft hätten die Hühner zu retten und den Fuchs. Ich meine, alle Protagonisten müssen auch mehrmals am Tag aufs Klo- aber muss ich das wirklich jedes Mal in epischer Breite erwähnen? Mir war es einfach zuviel. Eine kurze Erwähnung am Rande hier und da hätte mir vollständig gereicht um einen Eindruck zu bekommen, wie sie überleben.

    Ich kann nur von mir sprechen: Einen kleinen Hund würde ich auch öfter baden.

    Mich nervt das total- mein Bad ist nur über eine Treppe zu erreichen und Malin kann keine Treppen laufen. Tragen kann ich sie auch nicht, sie ist zu schwer. Also muss ich sie, wenn sie sich gewälzt hat, auf der Einfahrt oder im Hof schrubben. Mit Eimer, Schlauch und Puschel. Und das macht einfach nicht so viel Spaß, und im Winter ist es halt auch nicht so geil, wenn der Hund dann pitschnass draußen stehen muss.
    Deswegen. Bei mir gibt es da einen deutlichen Unterschied zwischen groß und klein. Aber einfach aufgrund von praktischen Gesichtspunkten.

    Ich bin auch durch mit dem Schneemädchen. =)
    Hat mir sehr gut gefallen, eine wirklich sehr schöne Geschichte/Märchenadaption.
    Spannend ist, dass es ja sehr viele Interpretationsmöglichkeiten gibt.

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    Da sich Fainas Erscheinen ja doch mehr oder weniger logisch erklären lässt (toter Vater, Faina definitiv keine Märchengestalt), habe ich das Ende auch so verstanden. Also dass Faina alles zurücklässt und geht, weil sie nicht anders kann und die Wildnis sie ruft. Vor dem Hintergrund, dass Faina real ist, macht aber dann das Weglassen der wörtlichen Rede im Dialog mit ihr nicht so richtig Sinn. Vielleicht habe ich auch was falsch verstanden? Oder ist das, um ihre Besonderheit zu betonen?

    Das einzige was mich massiv störte waren die Tiere, die gefühlt jede zweite Seite zur Strecke gebracht wurden. Ich lese sowas nicht gerne und überfliege solche Zeilen in anderen Büchern. Das war hier nicht möglich, da es wirklich sehr viel Raum einnahm. Hätte mMn nicht so extrem sein müssen. Wer nicht so empfindlich darauf reagiert wie ich, wird diesen Kritikpunkt wahrscheinlich gar nicht bemerken beim Lesen.

    Sprachlich fand ich es auch sehr schön, und nachdem ich mich in die Zeit und die dazugehörigen Rollenbilder eingefühlt hatte, kam ich dann auch gut damit zurecht. Esther ist der Oberknaller. Besonders im Hinblick darauf, dass die Handlung in den 20er Jahren spielt. Ganz großartig waren die Landschaftsbeschreibungen, ich hatte das Gefühl, dass das Buch atmosphärisch wahnsinnig dicht ist. Ich las nicht nur davon, ich war in Alaska. :dafuer:
    Mein Fazit: Sehr gelungen, sehr schöner Tipp aus diesem Thread, mit einer (für mich) vorhandenen Schwäche.


    Weiter geht es bei mir jetzt mit 'die Reise der Amy Snow'. Ist also nix mit auf die Couch lümmeln, kaum aus Alaska zurück muss ich schon wieder meinen Rucksack schnüren...