Beiträge von Stachelschnecke

    Ich würde da bei kleinen Verlagen oder alten Perlen schauen, die nie groß in die Öffentlichkeit vorgedrungen sind. Das Problem dabei ist, dass es die dann oft nur noch gebraucht gibt. Ich geh mal in mich.


    So, habe gestern tatsächlich 'Grausames Erbe' noch beendet. Kurzweilig und spannend, absolutes Popcornkino. Zum Wegschlabbern eben, manchmal darf es auch Fast Food sein. Und jetzt: Mechtild Borrmann, 'der Geiger'. Um endlich zu wissen, ob ich die Autorin mag.

    Ich habe sie noch nicht gesehen- aber wenn ich so lese, was dort gemacht wird

    Zitat

    Alles kann in ihrer Leseshow gelesen werden. Ganz egal ob Songtexte, Tweets, Hatemails, Liebesbriefe, Gebrauchsanweisungen, Beipackzettel, Tagebucheinträge bis zur WhatsApp-Nachricht oder gar Literatur: Hauptsache, es ist unterhaltsam, lustig, spannend, emotional und kann vorgelesen werden

    ... ist es auch eher nix für mich. Zu wenig echtes Buch.


    Heute Nachmittag habe ich mir einen Thriller zum Wegschlabbern genehmigt- 'Grausames Erbe' von LS Hawker. Den werde ich gleich im Bett auch noch durch bekommen. Überraschend spannend und nette Charaktere, allerdings ist mir die Sprache etwas zu neumodisch und salopp. Aber man überlebt es. Bisher vollkommen unblutig, ich nähere mich dem Finale. Mal sehen, aber ich find's wirklich nicht schlecht bisher.

    Ich würde mich freuen. Gerade im historischen Genre gibt es leider viel Schund.
    Also, wie gesagt, die letzten Bücher von Follett werden heillos überschätzt. Ich hatte so etwas das Gefühl dass da mitschwang 'die Leute kaufen alleine meinen Namen, auf die Qualität kommt's nicht mehr an'.

    Von Gablé habe ich dieses Jahr ja 'Hiobs Brüder' gelesen, das hat mir sehr gut gefallen. Ist vielleicht auch was für @Anju&co. Ist nicht gleich so ein riesiger Berg, kein Klopper und nicht verworren oder so. Kann ich wirklich empfehlen (als sehr kritische Leserin im Bezug auf Historisches). Ich fand ihn auch recht süffig, also man schwimmt quasi nur so durch und es liest sich sehr flüssig und leicht, hat aber trotzdem sprachlich nicht den Eindruck gemacht, als habe die Autorin einen Schulaufsatz eingereicht.

    Rebecca Gablé ist m.M.n. absolut genial.Schau dir mal die Waringham-Bände an. Geht los mit "Das Lächeln der Fortuna".

    "Die Säulen der Erde" von Ken Follet (Kingsbridge-Reihe) kann man auch gut lesen, kommt von der Schreibe aber nicht an Gablé ran.

    Leider hat Follett richtig nachgelassen. Seine früheren Bücher wie 'Pfeiler der Macht' oder auch noch 'Sturz der Titanen' sowie 'die Säulen der Erde' waren genial. Aber ihm geht bei den Reihen irgendwie immer die Luft aus- oder er hat den Verlag im Nacken. Der letzte Band der Jahrhundertsaga war mies. Und ebenso ist es jetzt bei 'Fundament der Ewigkeit', dem letzten Kingsbridge Roman. Jetzt mal abgesehen davon, dass 36€ ein absolut unverschämter Preis ist. 'Die Säulen der Erde' fand ich toll (auch als Hörspiel), jetzt der letzte Band war nicht zu ertragen. Hölzern, konstruiert, langatmig und vom sprachlichen Niveau eines Grundschülers. Ich muss also ehrlicherweise sagen, dass er kein so guter Autor mehr ist, wie es früher mal war. Deswegen hoffe ich, jetzt einen Ersatz in Gablé zu finden.


    ....
    Nachdem ich von 'Im Herbst' ja so begeistert war, habe ich mir heute den zweiten Teil der Reihe 'Im Winter' abgeholt. Und weil es mich so anlachte und ja eh auf meiner Liste steht, habe ich dann noch 'das Mädchen mit dem Perlenohrring' mitgenommen. Mein Buchhändler meinte, das müsste man immer da haben- es ist einfach zu gut, als es nicht jedem Liebhaber zu empfehlen. Spannend!

    Ich habe gerade 'Sieben Jahre in Tibet' zugeschlagen.

    Tja... ehrlich gesagt, ich hab geheult wie ein Schlosshund und konnte manche Absätze nur verschwommen lesen. Als Europäer hat man nicht auf dem Schirm, was in dieser Ecke der Welt geschieht- und die Ereignisse lagen ja auch vor meiner Geburt. Es ist verdächtig ruhig geworden, niemand berichtet über die prekäre Situation dort in Tibet. Niemand weiß wirklich etwas davon. Zunächst dachte ich, es ist ein netter, nüchterner Reisebericht und vermutete interessante Lektüre, die aber ohne Wirkung auf mich bleiben würde. War nicht so. Zum Schluss hatte ich nur noch einen Kloß im Hals. Muss ich jetzt erstmal sacken lassen, aber ich fand's sehr schmerzvoll und berührend.