Beiträge von Stachelschnecke

    35. Lies ein Buch, das eine Zahl im Titel beinhaltet

    Der 21. Juli- Christian v. Ditfurth

    Schauderhaft. Einfach schauderhaft. Trocken, zäh wie Kaugummi, und man braucht jede Menge politisches und militärisches Fachwissen, um auch nur halbwegs zu kapieren, worum es eigentlich geht. Schade, die Story hatte mich echt interessiert. Aber es wäre alles nicht so schlimm gewesen wenn wenigstens die Charaktere was hergegeben hätten. War nicht so. Ich kann nur abraten, ausser man ist ein extremer Crack in Verschwörungstheorien und Geheimorganisationen in der Sowjetunion und Amerika. Für mich war es schrecklich, ich bin froh, dass ich es geschafft habe.

    ich bin dann mal brav und spoilere. :p :lol:

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    Mich haben die Passagen der Geschichte Dorothys/Vivians sehr angerührt- ich hatte noch nie von diesen Orphan-Trains gehört. Was für Schicksale, zum Ende hin dann ein wenig arg Happy-End, aber das muss dann vielleicht auch einfach sein.

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    Um ehrlich zu sein... ja, ich brauchte bei dem Buch unbedingt ein Happy End. Das war einfach total schrecklich stellenweise, ich habe mir so so sehr gewünscht, dass den beiden endlich mal was Gutes passiert. Gerade Vivian hat mir so furchtbar leid getan. Was für eine horrormäßige Kindheit, von vorne bis hinten. Da fand ich das Ende sehr tröstlich, das musste sein für mich, obwohl ich das sonst nicht unbedingt brauche. Ich habe aber wie gesagt sehr mitgelitten und wollte, dass alles gut wird.

    Im Sommer erscheint Band 9. :D

    Achso, es gibt als Ebook auch eine kostenlose Flavia- Kurzgeschichte. 'Das Geheimnis des kupferroten Toten'. Ist natürlich nicht so toll wie die Bücher, weil einfach zu schnell alles, aber nett zum Reinschnuppern. Kann man sich überall wo es Ebooks gibt kostenlos runterladen und auch auf dem PC lesen, wenn man keinen Reader hat.

    Diese Krimis sind absolut keine schwere Kost, keine Angst. Es bleibt eine heitere Grundstimmung, sie sind unblutig und schlau gemacht. Düster ist zum Beispiel das alte Herrenhaus, in dem Flavia lebt. Es ist halt... englisch. Aber die Bücher bauen auch aufeinander auf, die Charaktere entwickeln sich weiter, die Familie verändert sich. Und Flavia ist sehr altklug und naseweis. Also nicht kindisch. Lies doch einfach mal die Leseprobe vom Mord im Gurkenbeet.
    Das ist übrigens nebenbei auch noch das Debüt des Autors, falls du das für die Challenge noch brauchen solltest. :pfeif:

    Maaaan, ich hab auch schon wieder total Lust auf die Reihe. Warum kommt das nächste Buch erst im Sommer raus? Sowas doofes. :barbar:
    Ich hoffe auf jeden Fall, die Reihe ist am Ende mindestens 20 Bücher lang oder so. Soll bitte nicht aufhören.

    Ich war das, ich liebe Flavia einfach. Die Reihe hat eine gewisse Komik, die der Hauptprotagonistin geschuldet ist- eben die gewisse elfjährige Flavia, die du dir ein bißchen wie Wednesday von der Addams Family vorstellen kannst. Sie steht auf Chemie (besonders auf Gifte und mischt auch schonmal ihren Schwestern was ins Essen, wenn die gemein zu ihr waren), hat einen ziemlich morbiden, trockenen Humor und sprüht vor intelligenten Ideen. Es ist also eine 11- Jährige Ermittlerin mit einer ganz eigenen Weltsicht. 'Mord im Gurkenbeet' wäre der erste Teil. Die Bücher sind wirklich leicht und schnell gelesen, aber auch nicht seicht (da Flavia die Fälle eben mithilfe ihrer großartigen Chemiekenntnisse aufklärt). Außerdem sind sie sehr atmosphärisch und sehr düster- englisch.
    Und ich werde nicht aufhören die Reihe hier zu empfehlen, bis sie endlich jemand gelesen hat. :lachtot:

    Kafka hab ich gelesen. Fand ich ganz okay... wenn auch nicht großartig, aber das macht ja nix. Der Prozess und die Verwandlung hab ich gelesen. Das ging.

    Und Diskutieren ist doch nicht gleich Streit. Wenn es noch keinen Konsens gibt, diskutiert man, bis alles klar ist. Das hat für mich jetzt überhaupt nicht den Beigeschmack von Stress oder Gezicke, das ist einfach nur Kommunikation. Finde ich zumindest. Solange das ganze auf eine niveauvolle Art und mit einer anständigen Kommunikationskultur geschieht. Und das war hier eigentlich gegeben. Ist doch allet jut.