Abbitte zugeschlagen.
Tja... das war ja mein zweiter McEwan. Erstes war 'am Strand'. Beim Strand fiel mir auf, dass er dazu neigt, vom Thema abzukommen um den letzten Winkel im hinterletzten Stübchen der allerletzten Vorgeschichte zu beschreiben und zu beleuchten. Das führte dazu, dass eigentlich kaum was passierte. Nun ja, am Ende fand ich das Buch trotzdem gut. Es war aber auch sehr kurz.
Bei Abbitte ist das nicht so- es ist nicht kurz. Aber der Schreibstil des Autors war genauso, das scheint einfach seine Art zu sein. Vom Hölzchen aufs Stöckchen und der Plot spielt nur eine untergeordnete Rolle. Auf diese Länge war es mir zuviel Schwadronieren. Die Sprache ist wunderschön... aber er verliert sich echt darin und bleibt mir zu wenig bei der Stange. Ist schonmal ganz reizvoll nur in der Atmosphäre zu schwelgen, aber hier war es mir zuviel- nach den ersten hundert Seiten war die Geschichte immer noch nicht in die Pötte gekommen.
Vielleicht war nicht die richtige Stimmung bei mir da, aber ich war mehrmals davor das Buch entnervt wegzulegen, weil er einfach nicht auf den Punkt kommen konnte.
Als nächstes etwas, was voraussichtlich die Dinge auf den Punkt bringt:
Stalins Kühe- Sofi Oksanen