Beiträge von Stachelschnecke

    Ich nutze diesen Thread nebenher jetzt als komplette Leseliste für 2020. :) Steht euch frei das auch zu machen.


    Dann schlaf auch du- Leila Slimani

    Die Zwölf- Justin Cronin

    davonfliegen- Sarah Armstrong

    Hinter dem Regenbogen- Nadia Hashimi

    Auf ganzer Linie- Keith Lowe

    Deine Juliet- Mary Ann Shaffer

    Der Sarg- Arno Strobel

    Die Abenteuer von Aguila und Jaguar- Isabel Allende

    Die Entdeckung der Currywurst- Uwe Timm

    Die Entdeckungen der Gwen Carrick- Martha Lea

    Die Lauscherin im Beichtstuhl- Andrea Schacht

    Die Nachtigall- Kristin Hannah


    Außerdem gelesen (grün= vom SuB, blau= neu gekauft, violett= Rezensionsexemplar)

    Gisa Klönne- der Wald ist Schweigen

    Isabel Bogdan- Laufen (eBook)

    Tracy Chevalier- Violet (eBook)


    Ich muss wirklich mal ein paar Cocker kennen lernen ... die klingen für mich immer interessanter. Ich kenne leider nur ein paar verfettete Schnarchnasen aus meiner Kindheit, die leider nicht viel mit echten Cockern zu tun hatten. So an sich sind die nämlich schon witzig und haben auch eine sehr angenehme Größe. Ich muss da echt mal recherchieren.

    Ich finde das wirklich schwierig. Fantasy ist das eigentlich nicht. Hat aber durchaus mystische Elemente. Ich spoiler dir das mal, aber grundsätzlich: Kennst du 'the Stand' von Stephen King? Wenn du sowas nicht gänzlich bescheuert findest wäre das schonmal nützlich.

    Spoiler anzeigen

    Im Grund ist es eine Dystopie in der das Militär dafür verantwortlich ist dass ein Virus die Menschheit befällt und aus ihnen 'Infizierte' macht. Wesen ähnlich eines Vampirs, nachtaktiv und mit extremen Reflexen ausgestattet. Die wenigen Überlebenden versuchen sich zu organisieren und durchzuschlagen. Man erfährt sehr viele individuelle Geschichten dieser Menschen. Ein kleines Mädchen namens Amy ist die Hauptprotagonistin und bleibt immer eher im Hintergrund. Auch sie wurde mit dem Virus infiziert, reagierte aber als einzige anders darauf als alle anderen Menschen. Sie hat es zwar in sich, aber sie verwandelte sich dadurch nicht in eine Bestie- vielmehr hat sie die Fähigkeit mit den Infizierten zu sprechen und sie zu erfühlen. Als eine von ihnen und doch nicht. Und sie steht auf der Seite der Menschen und versucht, die Urheber der Seuche (12 Straftäter, die als erste infiziert wurden) zu finden und zu vernichten. Es ist recht düster aber ungemein spannend, weil die Charaktere so wundervoll ausgestaltet sind und sie so nachvollziehbar handeln. Ausserdem wird die Atmosphäre eines entvölkerten Amerikas einfach ungemein gut und dicht erzählt.

    Ah, Dankeschön ihr beiden! Dann ist es in der Tat eine Fortsetzung des Prequels. Klasse und gut zu wissen, so lese ich dann alles in der richtigen Reihenfolge- 'Über den wilden Fluss' kenne ich nämlich auch noch nicht. Ein Projekt dieses Jahr, auf das ich mich freue. Ich mochte den goldenen Kompass furchtbar gerne.

    So, ich habe mir jetzt mal wieder einen Wälzer vorgenommen- 'die Zwölf' von Justin Cronin, den zweiten Band der Passage Trilogie. Und obwohl ich seit dem ersten Band jetzt eine ziemlich lange Pause hatte (April '19) war ich quasi sofort wieder drin in der Geschichte. Einfach der Wahnsinn, ich kann es gar nicht mehr weglegen (das ging mir mit dem ersten Band auch schon so).

    Ich rede gerade irgendwie mit mir selbst, aber egal. :lol:

    'Violet' von Tracy Chevalier habe ich jetzt durch.

    Mein Fazit? Äußerst positiv.

    Wir wenden uns (Chevalier- typisch) wieder einem Thema zu das quasi den roten Faden bildet: Diesmal ist es die Stickkunst. Die Protagonistin findet ein Zuhause im England der 30er Jahre und im Kreis einer Gruppe von Frauen, die Sitz- und Kniekissen für die Kathedrale von Winchester entwirft und fertigt.
    Das Buch hat ein ruhiges Tempo, es kommt auf die Entwicklung von Violet, ihren Weg zur Unabhängigkeit und die Atmosphäre an- eingebettet ist das Ganze in den historischen Rahmen, auch reale Personen sind eingebunden worden. Wie wir es von der Autorin kennen behandelt und beschreibt sie ihre Figuren mit großer Wärme und Liebe fürs Detail, begleitet sie auf ihrem nicht immer einfachen Weg und zeigt ihnen das Licht am Ende des Tunnels. Es ist manchmal etwas Wehmut dabei und man erfährt auch etwas über die Gesellschaft und die Rolle der Frau zu dieser Zeit.
    Und die ganze Zeit bleibt es absolut kitschfrei.

    Ich bin nicht rührselig bei Büchern, aber zum Schluss standen mir tatsächlich Tränen in den Augen, ich wollte mich gar nicht mehr von Violet trennen. Für mich hätte das Buch auch gerne 1000 Seiten haben können. Die Kissen, um die es im Buch geht, existieren übrigens tatsächlich heute noch und man kann sie in der Kathedrale von Winchester anschauen. Dieser Roman hat in mir das gleiche Gefühl wie 'der Ruf der Bäume' ausgelöst, als ich danach unbedingt die Mammutbäume sehen wollte. Ich weiß auf jeden Fall dass ich die Kathedrale besuchen werde wenn es mich mal wieder nach England verschlägt. Das ganze wirkte wieder einmal glänzend recherchiert und mit einer passenden Geschichte unterfüttert. Ich bin voll des Lobes und kann allen Chevalier- Fans hier nur raten, das Buch unbedingt zu lesen.

    Fun Fact:
    Ein Mann hat bei einer Benefizauktion das Recht erworben, dass eine Romanfigur nach ihm benannt wird. Dies ist hier geschehen- dieser reale Mensch bekam einen Platz in 'Violet' und wird dort namentlich genannt. =)