Beiträge von Stachelschnecke

    Ich hab festgestellt - deshalb mg ich auch nicht benoten - dass es für mich sehr von meinen Erwartungen abhängt, mit denen ich ans Buch rangehe. Vom Parnassus habe ich nicht mehr als ein nettes kleines Märchen erwartet und das gabs mit Abstrichen auch.

    Ich weiß was du meinst, aber ich habe an jedes Buch eher so Grunderwartungen: Schreibstil, Charakterentwicklung, Authentizität. Wenn einer dieser Punkte nicht erfüllt wird, finde ich das Buch scheiße. Das ist einfach mein Lesetyp, ich kann, und sei die Geschichte auch noch so spannend, z.B. den Schreibstil nicht ausklammern. Und selbst wenn der Schreibstil und Geschichte cool sind aber die Charaktere nur stereotype Abziehbilder, verleidet es mir das. Mir ist meine Zeit zu schade um Bücher zu lesen, über die ich mich beim Lesen schon aufrege. Es gibt schließlich mehr als genügend Bücher die meine Kriterien erfüllen können. Übergroße Erwartungen habe ich eigentlich nie an ein Buch, ausser mehrere Leser die ich kenne und deren Geschmack ich schätze empfehlen mir etwas- dann gehe ich meistens davon aus, dass meine Kriterien erfüllt werden.

    5. Lies ein Buch, in dem mindestens ein Gericht erwähnt wird

    Alexis Henderson- Das Jahr der Hexen (Hühnereintopf), Note: 3,0

    Für mich schon zu gruselig, ich bin ein Hasenfuß was sowas angeht. Wieder die typischen Stilelemente mit sterbenden Tieren die ich nur ätzend und blöd finde- und ganz subjektiv: Ich mag es nicht, wenn meine naturreligiösen Gottheiten das Dämonenetikett bekommen. Das war mir alles zu schwarz-weiß, da hatte ich etwas anderes erwartet.

    6. Lies ein Buch eines/einer Autor*in, der/die eine PoC ist oder der LGBTQ+-Community angehört

    Mr. Parnassus Heim für magisch Begabte, Note: 4,0

    Man sieht es vielleicht an meiner Bewertung- war nicht mein Fall und es blieb auch so bis zum Schluss. Grundidee und Klappentext fand ich wie gesagt gut, aber die Umsetzung war echt nicht meins. Ich warte auch immer noch auf den versprochenen Witz des Buches, mein Humor wurde nicht getroffen. Die Dialoge waren im Großen und Ganzen plakativ und gezwungen witzig, dabei aber nichtssagend. Von den Protagonisten war ich nur genervt, niemand benimmt sich so. Die Kinder übertrieben gezeichnet aber doch ohne doppelten Boden und einfach nur plump, Mr. Parnassus sollte wohl so eine Art zweiter Dumbledore werden und gibt in einem Fort Weisheiten von sich, hat aber nicht geklappt. Im Allgemeinen: Viel Lärm um nichts. Ständig aufgebauschte Dramatik, wo eigentlich keine Dramatik ist. Auch unter den Jugendbüchern gibt es GANZ andere Qualität. Auch im Jugend- Fantasy Bereich- vor allem nach einem Volltreffer wie Everless war ich nur enttäuscht und angenervt. Also nein, ich kann den Hype um das Buch leider nicht nachvollziehen.

    Wenn ihr von "nervigen Protagonisten" schreibt, was genau meint ihr?

    Ich weiß zumindest, was damit bei Mr Parnassus' Heim für Magisch Begabte gemeint ist: der Protagonist ist gerade anfangs sehr langweilig und wenig abwechslungsreich gezeichnet, sehr stereotyp ein farbloser Behördenangestellter, der in seinem Job alles genau nach dem Regelwerk macht. Genau nach dem Regelwerk widersprecht aber dem, was man sich als Leser wünscht.

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    Er wird aber auch besser, so dass man einen schönen Abschluss bekommt. Die charakterliche Weiterentwicklung ist dadurch sehr weitgreifend gestaltet

    Das Buch bekommt aber von mir auch eine eindeutige Leseempfehlung (solange man kein Problem mit einem gleichgeschlechtlichen Romance-Subplot hat)

    Ich kann es tatsächlich gar nicht richtig beschreiben... dass er ein langweiliger Behördenmensch sein soll, soweit so gut. Aber es fällt mir schwer zu glauben dass ein Beamter in einer Welt in der es Elementargeister und magische Kinder gibt und das kein Thema ist, so leicht aus der Fassung zu bringen ist. Beispiel: Er liest eine Akte und fällt sofort in Ohnmacht. Arbeitet aber bereits seit 17 Jahren mit magischen Kindern. Es kommt mir einfach heillos übertrieben vor wie ängstlich und steif er dargestellt wird. Wirkt irgendwie... zu viel. Aber wenn es sich noch bessert lasse ich mich mal überraschen.

    Und was den Romance- Subplot angeht- ich hoffe fast dass da was kommt, denn ich finde es immer befremdlich wenn irgendwelche sexuellen Orientierungen in Büchern explizit herausgestellt und erwähnt werden, obwohl sie keine Rolle für die Geschichte spielen. Das wirkt für mich immer gezwungen und konstruiert, da spielt es auch keine Rolle welcher Art diese Orientierung ist.

    Schaut richtig gut aus. Gibt es da ein Rezept zu?

    Gibt es :) https://www.eat-this.org/vegane-blumenk…it-champignons/

    (ich bin ein großer Eat-This-Suchti und probiere fast alle neuen Rezepte von dort aus - also falls ich hier mal irgendwas zeige was euch fancy vorkommt, ist es sicherlich von eat-this :lol: )

    Ohje, jetzt hast du mich aber angefixt. :headbash:

    Bin doch immer auf der Suche nach schönen Veggie-Rezepten.