Ich habe vor allem gelernt, dass sich das auch ändern kann.
Damals holten wir Öri zu Malin dazu, wir fuhren mit Malin zur Pflegestelle um zu schauen, ob die beiden Mädels sich grundsätzlich grün sind. Das klappte sehr gut, die beiden mochten sich und als Öri einzog, waren sie ein tolles Team, es wurde gespielt und nett miteinander kommuniziert.
Dann zog Koali als Welpe ein. Die beiden Hündinnen reagierten unterschiedlich darauf- Malin fühlte sich nicht zuständig und nahm die Anwesenheit des Welpen einfach hin, ignorierte ihn mehr oder weniger, bei direkter Kommunikation war sie aber sehr nett und sauber zu ihm. Öri adoptierte den Welpen sofort. Die beiden wurden zu einem funktionierenden Duo- die Beziehung der Hündinnen zueinander veränderte sich aber dramatisch. Von nun an wurde nicht mehr gemeinsam gespielt, und es wurde fortwährend Management nötig weil Öri bei jeder Gelegenheit auf Malin losging, zumindest im Haus (draußen kein Problem). Es war irgendwie immer Anspannung in der Luft. Als ich auszog und die Hündinnen getrennt wurden beruhigte sich das. Malin ist heute glücklich als Einzelprinzessin, Öre und Koali sind eitel Sonnenschein zusammen. Das liegt aber auch daran, dass er keine Widerworte gibt, immer deeskaliert und sie nicht in Frage stellt. Wenn es um Ressourcen geht (nur ich, nicht essen oder sowas) ist sie immernoch zu beobachten damit sie ihn nicht unterbuttert.
Ich weiß leider nicht genau, wo das Problem lag. Aber es scheint etwas mit Koalis Einzug zu tun gehabt zu haben. Vielleicht hat Öri ihn auch als Ressource betrachtet? Ich weiß es nicht. Aber ich bin relativ sicher, dass das hinzukommen einer erwachsenen Hündin in den Haushalt hier nicht gutgehen würde (wenn wir Besuch von meinen Eltern mit ihren zwei sehr netten Hündinnen haben muss ich auch extrem managen, erwachsene Hündinnen sind für Öri anscheinend ein rotes Tuch). Seitdem überlege ich mir das wesentlich genauer das Ganze, denn ich will eine funktionierende Gruppe nicht unbedingt crashen.