So, Frostkuss beendet. Mal schauen, ob ich noch eine weitere Kategorie finde, in die das Buch passt. Ansonsten hau ich die anderen gelesenen Bücher einfach trotzdem in bereits vorhandene Kategorien, der Vollständigkeit halber ![]()
Bekommt von mir ne 2,4. Die Story (wenn auch nicht unvorhersehbar) gefällt mir, die Idee finde ich gut, mag ich Mythologie (eher griechische) ja gerne. Gegen Ende erinnerte es mich auch irgendwie an eine Art Percy Jackson für Mädchen oder so ![]()
Schreibstil lockerflockig, finde auch die Ironie, die die Autorin in ihre Ich-Erzählerin miteinfließen lässt, erfrischend.
Ein paar Dinge haben mich dann aber doch auch gestört, sie wiederholt sich echt gerne.. diese purpur-grauen Augen, die sie immer an die Dämmerung erinnern lassen zum Beispiel, das nahm gerade in der zweiten Hälfte an Häufigkeit deutlich zu. Auch unpassend finde ich, dass sich Gwen als sooo nicht besonders ansieht. Was ist besonders? Etwas zu haben oder zu können, was sonst keiner oder nur wenige können, würde ich sagen. Was kann Gwen als einzige von hunderten von Schülern an der Akademie? Dinge oder Menschen berühren und dabei Dinge sehen und fühlen, die diese Person/-en betreffen. Alle anderen können mehr oder weniger dasselbe, alle sind ganz ganz tolle Krieger, einige sind schneller als andere, andere sind stärker. Aber nur Gwen hat diese einzigartige Gabe. Aber sie ist ja sowas von nicht besonders. Das wiederholt sie auch sehr, sehr gerne.
dass alle so perfekt und schön sind, hab ich ja schon mal angemerkt. Irgendwann nervt das auch trotz der ironischen Erzählart.
Auch wurden mir eigentlich zu oft knutschende Pärchen und sonst was beschrieben, ich muss das eigentlich nicht haben. Andererseits ließ es sich durch den Umstand, dass die Schüler dort eben alle so zwischen 16 und 21 sind und das eben durchaus schon auch normal ist in diesem Alter und durch die oft eher sarkastischen Äußerungen darüber für mich besser ertragen als in anderen Romanen.
Nettes Gimmick am Ende ist der "Aufsatz" über die wichtigsten Götter in diesem Roman. Mal eine andere Art von Glossar, nette Idee. Absolut unrealistisch finde ich, dass (ich spoiler das mal nicht, es ist absolut unerheblich für die Handlung) am Ende des Romans gesagt wird, dass der Aufsatz eine glatte 1 bekam. Sorry, der Aufsatz (den kein Lehrer als Aufsatz durchgehen lassen würde - 1 1/2 Seiten oder vielleicht 2 ist er lang) ist stilistisch absoluter Mist und würde eigentlich niemals eine 1 irgendwo bekommen.
Sie lässt ihre eigene Meinung in absolut saloppen Worten mit einfließen, fasst nur das Allerwichtigste über die Götter zusammen, was im Buch behandelt wurde, was so jeweils 2-4 Sätze bringt. Sorry, aber nee..
kann ihn Interessierten auch mal abfotografieren, falls wer mag ![]()
Auch wenn ich diese Kritikpunkte durchaus nervig fand, hat mich der Rest aber doch überzeugt, sodass der Gesamteindruck trotzdem ziemlich positiv bleibt. Die weiteren Bände sind auf meiner Liste und sicher werden die nächsten 1-3 Bände bei meiner nächsten Bestellung irgendwann in der zweiten Jahreshälfte dabei sein.